Skifahren im April
Teuer, aber schneesicher – powdern im Pitztal

Ein Cappuccino kostet 7,50 Euro: Zum Sparen muss man nicht nach Österreich. Doch wer im April eine schneesichere Piste sucht, wird im Pitztal fündig.
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Der Pitztaler Gletscher hat auch im April noch wunderschöne Pisten.
Foto: Raphael Rauch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Pitztal bietet über Ostern schneesichere Pisten bis 3440 Meter Höhe
  • Ruhige Atmosphäre, keine Massen, jedoch hohe Preise: Cappuccino kostet 7,50 Euro
  • Zwei Bahnen, Pisten gut präpariert, höchstes Café Österreichs
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Raphael RauchBundeshausredaktor

Wo kann man über Ostern gut skifahren? Noch dazu in einem Winter, der nicht gerade mit viel Schnee gesegnet war? Eine Antwort führt ins österreichische Pitztal. Dank SBB und ÖBB gelangt man problemlos über den Arlberg mit dem ÖV ins Pitztal, die letzten Kilometer erfolgen im Bus. Sobald man die letzten Serpentinen hinter sich lässt und sich die hochalpine Landschaft öffnet, verschmelzen Schnee, Berg und Himmel zu einer Kulisse, die gleichzeitig rau und elegant ist.

Zwei Anlagen erschliessen das Skigebiet. Am Rifflsee zieht die Grubenkopfbahn bis auf rund 2800 Meter hinauf und bietet anspruchsvolle Abfahrten, drüben trägt die Gletscherbahn die Fahrgäste noch weiter bis auf 3440 Meter. Die Pisten sind breit und abwechslungsreich, der Schnee satt und zuverlässig. Von hier oben reicht der Blick weit über die umliegenden Dreitausender.

Unten grün, oben weiss

Es ist erstaunlich ruhig. Keine Party-Beschallung, keine Menschenmassen, sondern ein überschaubares, fast gelassenes Treiben. Man fährt, hält an, schaut, hört nur den Wind und das Knirschen unter den Ski.

Der Pitztaler Gletscher ist vor allem eines: verlässlich. Während in vielen tiefer gelegenen Skigebieten der Winter längst an Kraft verloren hat und grüne Wiesen dominieren, herrschen hier auch Anfang April noch beste Bedingungen. Der Schnee liegt dicht und griffig, die Pisten sind gut präpariert, und selbst im Frühjahr zieht man noch saubere Schwünge durch eine Landschaft, die sich dem Saisonende widersetzt. Unten im Tal mag der Schnee fehlen, Langlauf ist nicht mehr möglich – doch oben zeigt sich der Winter von seiner stabilen Seite.

Après-Ski im Tal – aber zivilisiert

Diese Schneesicherheit ist ein entscheidender Vorteil, gerade in Zeiten immer unberechenbarer Winter. Auffällig ist auch die angenehme Ruhe. Zwar gibt es im Tal Après-Ski – doch es geht zivilisiert zu. Vieles wirkt überschaubar, fast familiär. Wartezeiten an den Liften gibt es so gut wie keine, die Pisten sind selten überfüllt, und selbst an guten Tagen verteilt sich das Publikum so, dass genug Raum für entspannte Abfahrten bleibt. Bei der Talabfahrt vom Rifflsee, die beide Berge miteinander verbindet, merkt man, dass in tieferen Lagen der Schnee trotz gut präparierter Pisten nicht mehr optimal ist. Eine Talabfahrt vom Gletscher ist nur in Jahren mit viel Schnee möglich.

Zur Atmosphäre gehört auch die Einkehr – etwa in der wunderschön gelegenen Rifflseehütte oder im Gletschercafé, wo im architektonischen Highlight ein üppiges Kuchenbuffet wartet. Zwischen Panoramafenstern und Schneeblick gibts Torten. Unschlagbar ist in Österreich die Sachertorte mit Schlag (österreichisch für Rahm), die fast so verlockend ist wie die Pisten draussen. Wer im höchstgelegenen Café Österreichs eine Pause einlegt, findet hier einen Ort zum Aufwärmen und Geniessen. Manche nutzen die gute Aussicht und die eindrucksvollen Räume sogar für Hochzeitsfeiern.

Teilweise teurer als in der Schweiz

Die Ruhe und die besondere Lage haben ihren Preis – im wahrsten Sinne des Wortes. Wer auf dieser Höhe einkehrt, merkt schnell, dass es hier trotz österreichischen Bodens zum Teil teurer zugeht als in der Schweiz. Ein Cappuccino kostet 7,50 Euro, eine Cola Zero (0,33 Liter) gibts ebenfalls für 7,50 Euro, ein Germknödel kostet 13,50 Euro. Die Qualität stimmt zwar – zum Sparen müssen Herr und Frau Schweizer aber nicht ins Pitztal kommen.

Das Pitztal drängt sich nicht auf, es überzeugt leise mit seiner Schneesicherheit und herzlicher Gastfreundschaft. Wer auf 3440 Metern den höchsten Aussichtspunkt Österreichs geniesst, umgeben von Sonne, Eis und Weite, der möchte wiederkommen.

Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Pressereise von Austria Tourism und Pitztal Tourismus. 

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