Darum gehts
- Rund 80 Prozent der Schweizer möchten verreisen im Sommer
- Das Budget liegt zwischen 2000 und 4000 Franken
- Gratisaktivitäten: Bruderhaus, Suonenwanderung, Rheinschwimmen, Sternwarte, Zwerg Bartli
Die Züge und Busse am Morgen sind leerer, die Schulzimmer in den meisten Kantonen verwaist. Es ist Sommerferienzeit, und die Schweiz tut das, was sie besonders gern tut: verreisen.
Laut einer Reise-Umfrage von Swiss Bankers geben Schweizerinnen und Schweizer pro Jahr meist zwischen 2000 und 4000 Franken für ihre Ferien aus. Gleichzeitig wollen gemäss dem 25. Ferienbarometer von Europ Assistance rund 81 Prozent der Bevölkerung in diesem Sommer verreisen.
Während die Schweiz im Reisefieber ist, bleiben dennoch knapp 20 Prozent zu Hause. Sei es aus finanziellen Gründen, wegen der Arbeit oder ganz bewusst. Die gute Nachricht: Für schöne Ferientage muss man nicht zwingend Geld ausgeben. Blick zeigt dir Gratis-Ausflugstipps in der Schweiz, für die du nicht das Land verlassen musst, um Spass zu haben.
Bruderhaus in Winterthur
Für die Bevölkerung in Winterthur zählt er schon längst zu den Klassikern. Der Wildpark Bruderhaus befindet sich im Wald des Eschenberges und bringt dir wilde Tiere beim Spazieren näher. Alleine schon der Spaziergang durch den tiefen Wald lohnt sich.
Der Wildpark wurde 1890 gegründet und beherbergt heute zehn Wildtierarten, wie Luchse, Wölfe, Wildschweine oder auch Rothirsche. Die Lehrpfade vermitteln kleinen Besucherinnen und Besuchern Interessantes über die Tiere, die man mit ein wenig Glück bestaunen kann. Bis auf allfällige Parkgebühren ist der Tierpark komplett kostenlos.
Anreise: Ab Bahnhof Winterthur nimmt man mittwochs und am Wochenende die Linie 12 (9 bis 19 Uhr, alle 30 Minuten). Sonst bringt einen die Linie 4 bis zur Haltestelle «Breite».
Öffnungszeiten: Das Bruderhaus ist rund um die Uhr geöffnet.
Suonenwanderung im Wallis
Wer ans Wallis denkt, hat meist das Matterhorn oder die Dufourspitze vor Augen. Weniger bekannt, aber mindestens genauso typisch für den Kanton, sind die Suonen, die historischen Bewässerungskanäle, die vielerorts bis heute das Landschaftsbild prägen.
Sie leiten Gebirgswasser zu trockenen Weiden, Weinbergen und Obstplantagen – teilweise spektakulär entlang steiler Felswände. Zahlreiche Wanderwege führen an den Suonen entlang und bieten gerade an heissen Sommertagen angenehmen Schatten und immer wieder schöne Ausblicke.
Die Walliser Tourismusorganisation listet im ganzen Kanton rund 40 Suonenwanderungen auf. Viele davon sind kostenlos zugänglich und eignen sich für gemütliche Spaziergänge ebenso wie für ausgedehnte Tageswanderungen.
Rheinschwimmen in Basel
Das Rheinschwimmen gehört für die Baslerinnen und Basler praktisch zum Alltag. Ausserhalb des Kantones entdecken viele das beliebte Basler Transportmittel noch für sich. Doch ein Besuch lohnt sich: Während man sich entlang des Rheinufers treiben lässt, zieht die Altstadt vorbei.
Wer es den Baslerinnen und Baslern gleichtun möchte, schnappt sich einen «Wickelfisch». In der bunten, wasserdichten Schwimmtasche lassen sich Kleidung, Handy und andere Wertsachen sicher verstauen, bevor es in den Rhein geht. Gleichzeitig sorgt der mit Luft gefüllte Beutel für zusätzlichen Auftrieb und dient unterwegs als praktische Schwimmhilfe.
Eingang: Wer beim Museum Tinguely einsteigt, kann sich drei Kilometer flussabwärts treiben lassen.
Ausstieg: Kurz vor der Dreirosenbrücke sollte man spätestens aussteigen.
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Die Sternwarte auf dem Gurten
Wer den Sternenhimmel liebt, sollte sich einen Termin in der Sternwarte oberhalb von Bern reservieren. An auserwählten Tagen öffnet sie ihre Türen für alle Astronomie-Interessierten. Unter fachkundiger Betreuung werfen Besucherinnen und Besucher einen Blick durchs Teleskop, entdecken Planeten, Sterne und Galaxien und erhalten Antworten auf spannende Fragen rund ums Universum.
Die kostenlosen Veranstaltungen legen den Fokus auf die Sonne und den Sternenhimmel. Durch das grosse Teleskop ist man den Planeten und Sternen zum Greifen nahe.
Daten: Die Sternwarte bietet die Sonnen- und Sternbeobachtungen am 16. August, 20. September, 18. Oktober und 7. November 2026 an.
Uhrzeit: Sonnenanbeter kommen sonntags von 13 bis 16 Uhr auf ihre Kosten. Die Sterne funkeln samstags von 19.30 bis 22.30 Uhr.
Der Erlebnisweg Zwerg Bartli in Braunwald
Die Temperaturen steigen und im Glarner Braunwald erwacht Zwerg Bartli wieder zum Leben. Der Erlebnisweg rund um den kleinen Zwerg mit grünem Pullover, roten Hosen und langem Bart lädt Familien dazu ein, seinen Wald zu entdecken. Auf spielerische Weise präsentiert er den imposanten Brumbachfall, die kleine Holzhütte seiner Tante Tiidi oder die Edelsteinspalte. Der Ort, an dem Bartli einst einen roten Edelstein entdeckte und Pickel samt Grubenlampe hinterliess.
Der Erlebnisweg kostet keinen Rappen und ist dank Routen für jedes Alter für alle Kinder geeignet.
Öffnungszeiten: Der Erlebnisweg ist vom 6. Juni bis 18. Oktober 2026 begehbar.