Darum gehts
- Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence drehten bereits in der Schweiz
- James-Bond-Fans erleben den 220 Meter hohen «007 Jump» für 195 Franken
- H. R. Gigers Museum in Greyerz zeigt Alien-Designs und Filmentwürfe
Was haben Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio (51), Jennifer Lawrence (35) und die Schweizer Berge gemeinsam? Sie alle landeten früher oder später auf internationalen Kinoleinwänden. Schon im April brachte der Dreh von «What Happens at Night» wieder einen Hauch Hollywood ins Berner Oberland.
Die Schweiz ist für riesige Filmproduktionen längst kein Neuland mehr. Alpenpanorama, Bergdörfer und Bahnstrecken dienen oft als Kulisse für Blockbuster, Agententhriller und Oscar-Filme. Doch das Land sieht nicht nur vor der Kamera prächtig aus. An den Orten, wo sich Schurken verstecken und Heidi einst wohnte, kann man auch einiges erleben.
007 im Verzascatal
James-Bond-Fans kennen den Ort aus dem Film «GoldenEye»: 1995 stürzte sich der Stuntman Wayne Michaels (67) an der Contra-Staumauer im Verzascatal in die Tiefe. Der legendäre Sprung wurde zu einer Kultszene der Filmgeschichte und hält bis heute den Guinness-Weltrekord für den höchsten Bungee-Sprung in einer Filmszene. Heute können sich Mutige selbst in die Tiefe stürzen und den berühmten Sprung nacherleben.
Beim sogenannten «007 Jump» wagen Abenteuerlustige den Sprung vom 220 Meter hohen Staudamm direkt am Originalschauplatz. Der Nervenkitzel kostet 195 Franken und kann von April bis ungefähr Ende Oktober erlebt werden, wobei Studierende von einem Rabatt profitieren. Auch Nachtsprünge werden angeboten.
Wer auf den Adrenalinkick verzichten möchte, kann den Filmschauplatz mit einem Spaziergang über die Brücke begutachten.
Das Schurkenversteck auf dem Schilthorn
Das Berner Oberland scheint es der Filmszene angetan zu haben. So diente das Schilthorn im James-Bond-Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» dem Bösewicht Ernst Stavro Blofeld als alpine Residenz namens «Piz Gloria». Bis heute ist der James-Bond-Berg unter diesem Namen bekannt. Das Schilthorn wirbt sogar mit dem Zusatznamen «Piz Gloria».
Wahre Bond-Fans können im Gipfelrestaurant des Schilthorns die Ausstellung «Spy World» bestaunen. Und nicht nur das. Sieben Schlüsselszenen, das Originaldrehbuch und ein Hubschraubersimulator erwarten die 007-Begeisterten.
Wer seinen Hunger stillen möchte, findet im Drehrestaurant eine passende Auswahl. Im Film ist das Restaurant der Ort, an dem der Bösewicht Blofeld und die Geheimorganisation Spectre ihre finsteren Machenschaften planten. Heute verwöhnt das 360-Grad-Restaurant seine Gäste kulinarisch.
Dort, wo Heidi zu Hause ist
Wer an die Schweiz denkt, sieht früher oder später Heidi und den Geissenpeter vor sich. Die Erzählungen Johanna Spyris werden im Heididorf in Maienfeld GR zum Leben erweckt.
Das 300-jährige Haus und seine damaligen Bewohner inspirierten die Autorin zu ihrem Weltbestseller. Hier lebten Heidi und ihr Grossvater Alpöhi im Winter. Auch die Alphütte, wo die beiden im Sommer wohnten, steht auf dem Gelände.
Im Heididorf tauchen Besucherinnen und Besucher direkt in Heidis Welt ein: Ziegen und Hühner streifen durchs Dorf, und im originalgetreu eingerichteten Schulhaus von 1880 lässt sich entdecken, wie zu Heidis Zeiten gelernt wurde. Ein besonderer Geheimtipp wartet im Souvenirladen: Dort befindet sich die kleinste Poststelle der Schweiz – inklusive exklusivem Heididorf-Sonderstempel.
Hier sind die Aliens los
Streng genommen ist es kein Filmort. Auf diese Liste gehört der Ort trotzdem: Das H.R. Giger Museum in Greyerz FR ist ein Pflichtbesuch für Science-Fiction- und Horrorfans.
Der Bündner Künstler Hans Rudolf Giger schuf mit dem Xenomorph aus Ridley Scotts «Alien» eines der bekanntesten Filmmonster der Kinogeschichte. Für seine Arbeit am Film gewann er 1980 den Oscar für die besten visuellen Effekte.
Im Museum tauchen Besucherinnen und Besucher tief in Gigers düstere, biomechanische Welt ein. Die Ausstellung zeigt Filmentwürfe für Klassiker wie «Alien» und «Species» oder für Alejandro Jodorowskys nie realisiertes Projekt «Dune». Wer Gigers ebenso faszinierende wie verstörende Bildsprache mag, dürfte das Museum so schnell nicht vergessen.
Das Museum befindet sich wenige Schritte vom mittelalterlichen Schloss Greyerz entfernt. Mit dem Kombi-Ticket können beide Sehenswürdigkeiten bestaunt werden.