Darum gehts
- Moosiges Unterholz in älteren Kiefernwäldern kann auf Röhrlinge und Pfifferlinge hinweisen
- Viele Waldpilze wachsen nahe bestimmten Bäumen
- Blick verrät, wo man mit ein wenig Glück einen vollen Pilzkorb sammelt
Einfach blindlings durch den Wald zu streifen, führt nicht zum Ziel, Körbe voller Pilze zu finden. Es gilt auch, auf Hinweise in der Natur zu achten. Worauf gilt es zu achten, wenn nach Steinpilzen, Eierschwämmen oder Birkenröhrlingen gesucht wird?
Bei der Pilzsuche lohnt es sich, nach Stellen mit moosigem Unterholz Ausschau zu halten. Natürlich beherbergt nicht jedes dieser grünen Polster einen Pilz. Moos kann jedoch ein Hinweis darauf sein. Das «Hawlik-Pilzbrut-Lexikon» bestätigt, dass man in älteren Kiefernwäldern, die oft moosiges Unterholz aufweisen, vor allem nach dem Maronen-Röhrling Ausschau halten sollte.
Moos dürfte auch für Eierschwamm-Sucher interessant sein. Diese Pilzart wächst unter anderem in der Nähe von Kiefern und Fichten, wie das «Gartenjournal» schreibt. Förster achten zudem auf Standorte mit Heidelbeerfeldern, so das Onlineportal Waldschatzfinder.
Wenn der Baum den Weg weist
Am Dickichtrand wird es noch interessanter. Dort lohnt es sich, nach Rotkappenpilzen Ausschau zu halten, wie das Onlineportal First Nature sagt. Manche Arten sind auch an sonnigeren Stellen leicht zu finden. So wächst beispielsweise der beliebte Schirmling oft auf Waldlichtungen und in grasbewachsenen Bereichen.
Bäume gehören nach wie vor zu den wichtigsten Wegweisern. Viele beliebte Waldpilze leben im Zusammenleben mit den Wurzeln bestimmter Pflanzen. Kennt man einige solcher Paare, kann das die Suche deutlich vereinfachen.
Das bekannteste Beispiel: der Birkenröhrling und die Birke. Denn obwohl Bäume ein riesiges Werk aus Wurzeln haben, können sie häufig nicht genügend Wasser aufnehmen, um sich zu versorgen, wie die Universität Zürich in einem Blogbeitrag kommuniziert. Aufgrund dessen lohnt es sich, bei den Bäumen genauer hinzuschauen, denn womöglich tummelt sich dort der eine oder andere Pilz.
Nicht alle sind Pilz-Profis. Während manche ihre liebsten Pilzsammelplätze wie ein Geheimnis hüten, möchten sich andere gerne selbst auf die Suche machen. Blick stellt die besten Wanderungen für Pilzsammel-Neulinge vor, auf denen sich mit etwas Glück zahlreiche Pilze entdecken lassen.
Unterwegs im Lärchenwald
Wo Lärchen wachsen, sind normalerweise auch Lärchen-Röhrlinge zu finden. Denn diese Pilzart wächst lediglich bei der Europäischen Lärche – und die meisten gibt es im Lärchenwald von Balavaux in Nendaz VS.
Wem das Glück beim Pilzesammeln nicht zur Seite steht, der geht nicht leer aus. Die Wanderung ist wunderschön. Unterwegs begegnet man der mächtigsten Lärche Europas. Auf den Alpenweiden läuft man an hundertjährigen Lärchen und am schillernden Bergsee Lac de Tracouet vorbei. Die ganze Wanderung ist hier zu finden.
Auf Tour mit Pilzkennern
Noch ganz neu im Pilzesammeln? Auf geführten Pilztouren lernt man von den Besten. Hier geht es nicht darum, möglichst viele Pilze zu sammeln, sondern darum, sich grundlegende Kenntnisse von wahren Profis anzueignen, weshalb dieser Vorschlag nicht ganz als Wanderung zählt.
Die sogenannten Pilzexkursionen werden von diversen Unternehmen angeboten. Die Ausflüge werden in verschiedenen Regionen der Schweiz abgehalten. Somit können schweizweit alle ihre ersten Erfahrungen mit der Pilzwelt machen.
Im Reich der Steinpilze
Einer der wohl beliebtesten Pilze, die man im Herbst sucht, ist der Steinpilz. Wer sich in Nadelwäldern aufhält, hat mit ein wenig Glück ein paar Steinpilze in der Tasche. Und wer eine Wanderung im Naturpark Chasseral unternimmt, umso mehr.
Im jurassischen Naturpark kommen nämlich Fichten als zweithäufigste Bäume vor – und Wanderwege gibt es ebenfalls unzählige. Wer sich bereits auf die Suche nach einer passenden Route machen möchte: Die schönsten Wanderungen listet die Tourismusorganisation «Jura Trois Lacs» auf.
Teile dieses Artikels erschienen zuerst auf fakt.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.