Spott aus dem Nachbarsland
Nach Federer wirbt die deutsche Sängerin Nina Chuba für Schweiz Tourismus

Schweiz Tourismus hat nach Roger Federer ein neues Gesicht: die deutsche Sängerin Nina Chuba. Im Nachbarland sorgt das für Spott – die «Zeit» nennt sie eine «Saisonarbeiterin». Dabei liebt Chuba die Schweiz schon lange.
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Die deutsche Sängerin und Schauspielerin Nina Chuba ist die neue Botschafterin von Schweiz Tourismus für Deutschland.
Foto: IMAGO/BREUEL-BILD

Darum gehts

  • Nach Federer wirbt Nina Chuba für Schweiz Tourismus
  • Die «Zeit» spottet und rügt einen verbalen Patzer
  • Federer pausiert; Tony Parker soll Frankreich locken
Kestenhole Autor Blick Profilbild
Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Fünf Jahre lang warb Roger Federer (45) für die Schweiz. Jetzt tritt eine Deutsche gewissermassen in seine Fussstapfen: Popstar und Schauspielerin Nina Chuba (28), bekannt geworden 2022 mit ihrem Durchbruchs-Hit «Wildberry Lillet». Auf Instagram und TikTok folgen ihr über zwei Millionen Menschen.

Blick roch den Braten

Blick hatte den Braten schon Ende September gerochen. Damals behauptete Chuba in einem Video, die Schweiz verstecke den Herbst – eine Werbeaktion? Schweiz Tourismus wich aus: Sie sei nicht die «offizielle» Botschafterin, mehr könne man nicht sagen.

Anfang Oktober folgte die Bestätigung. Gegenüber «20 Minuten» sagte CEO Martin Nydegger: Für den deutschen Markt habe man Chuba gewonnen – für «eine kleine Summe». Sie sei sofort Feuer und Flamme gewesen.

«Das bessere Deutschland»

Nach ihrem Auftritt am Gurtenfestival 2023 jubelte Chuba auf Instagram: «Die Schweiz ist das bessere Deutschland.» 2024 legte sie gegenüber «20 Minuten» nach: «In der Schweiz ist einfach alles besser. Die Menschen sind freundlich und friedlich. Man merkt, dass das Geld da ist.» Nur im Herbst war sie noch nie hier.

«Zeit» findet Patzer

In Deutschland verfolgt man den Deal mit Staunen – und stillem Spott. Die «Zeit» nennt die Popsängerin eine «Saisonarbeiterin in der Schweiz». Und prompt findet die Zeitung einen Patzer: Im ersten Kampagnen-Reel will Chuba übers Nebelmeer wandern und sich fühlen «wie Caspar David Friedrich». Nur: Der Maler liess sich für seinen «Wanderer über dem Nebelmeer» von der Sächsischen Schweiz inspirieren. Also von Deutschland.

Federer bloss in der Pause?

Federers Vertrag lief im Dezember aus. «Wir haben zusammen beschlossen, dass wir eine Pause einlegen», sagt Nydegger. Ein Comeback sei möglich.

Allein ist Chuba ohnehin nicht: Schweiz Tourismus setzt neu auf mehrere Promis pro Markt. Laut «20 Minuten» soll auf Einladung von Schweiz Tourismus Tony Parker (44) anreisen, Frankreichs Basketball-Legende und vierfacher NBA-Champion.

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