Darum gehts
- San-Bernardino-Tunnel wegen Unfall zeitweise gesperrt
- Wartezeit vor Gotthard-Tunnel stieg von 80 auf 180 Minuten
- Stau vor Gotthard-Nordportal um 13 Uhr auf 18 Kilometer angewachsen
Wer in den Süden reist, muss sich derzeit gedulden. Aufgrund eines Unfalls war der San-Bernardino-Tunnel am Montagmittag für mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt. Bilder eines Leserreporters zeigten eine lange Kolonne, die sich auf der A13 bei Nufenen bildet. «Ich habe Polizei, Feuerwehr und TCS beobachtet», schildert der Leser.
Gegen 14.15 Uhr konnte der Tunnel wieder freigegeben werden, wie der TCS auf seiner Homepage schreibt. Es ist jedoch immer noch mit Verzögerungen zu rechnen. Wie die Kapo Graubünden am Nachmittag informierte, kam es im Tunnel zu einer heftigen frontal-seitlichen Kollision zweier Personenwagen.
Crash im Tunnel
Ein 38-jähriger Deutscher fuhr kurz nach 09.50 Uhr auf der Nationalstrasse N13 von Hinterrhein in Richtung Süden. Im Tunnel überquerte sein Fahrzeug die Mittelmarkierung und kollidierte auf der Gegenfahrbahn mit einem Personenwagen aus der Gegenrichtung, gelenkt von einem 51-jährigen Schweizer. Dieser erlitt leichte Verletzungen. Folglich war der San Bernardino rund drei Stunden gesperrt.
Um 15.30 Uhr zeigt die Webseite des TCS dann an: Auch der Gotthard ist gesperrt. Der Tunnel ist aufgrund von Verkehrsstörungen in beide Richtungen zu. Kurz darauf aber die Entwarnung: Das Nadelöhr ist nach einer Sperrung von gerade einmal zehn Minuten wieder offen.
Unfall verschlimmert Stau vor dem Gotthard
Die San-Bernardino-Route über der A13 ist gilt normalerweise als Alternativroute zum Gotthard-Tunnel. Vor dem Gotthard-Nordportal staute sich der Verkehr um 11.30 Uhr bereits auf elf Kilometer. Dies brachte eine Wartezeit von 80 Minuten mit sich, wie der TCS auf seiner Webseite schrieb.
Nur kurze Zeit später machte sich der Einfluss des Unfalls vor dem San-Bernardino-Tunnel deutlich bemerkbar. Um 13 Uhr ist die Blechlawine vor dem Gotthard auf 18 Kilometer angewachsen. Die Wartezeit hat sich laut dem TCS mit 180 Minuten mehr als verdoppelt. Gegen Abend sind es gar bis zu 19 Kilometer – die Situation beruhigt sich jedoch zunehmend. Kurz vor 19 Uhr zählt man noch 9 Kilometer Stau. Kurz vor 22 Uhr ist der Stau dann ganz abgeebbt.
Die Sommerferien sorgten bereits am Wochenende für ein Verkehrschaos vor dem Gotthard-Tunnel und in den umliegenden Dörfern. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Amsteg UR protestierten deshalb am Samstag gegen den ständigen Ausweichverkehr.