Doppeltes Familiendrama
Nach Lungenentzündung erkennt Vater seine Familie nicht mehr

Nach einer schweren Lungenentzündung hat Jerzy Czepiel in Polen irreversible Hirnschäden erlitten und ist pflegebedürftig. Weil auch sein 14-jähriger Sohn Mukoviszidose hat, bittet Ehefrau Monika nun um Spenden für Therapien.
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Jerzy Czepiel sorgte für seine Familie. Dann erlitt der Familienvater eine Lungenentzündung.
Foto: siepomaga.pl

Darum gehts

  • Jerzy Czepiel erlitt nach einer Aspirationspneumonie irreversible Hirnschäden und braucht Pflege
  • Sohn Mateusz hat Mukoviszidose, benötigt Therapien und könnte bald dauernd Sauerstoff brauchen
  • Ohne Einkommen bittet Monika um Spenden für Jerzys Neuro-Reha und Mateusz' Therapien
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Pauline BouillonRedaktorin News Desk

Das Leben von Monika Czepiel und ihrer Familie gerät innerhalb weniger Wochen völlig aus den Fugen. An einem Sonntagmorgen kann die dreifache Mutter ihren Mann Jerzy Czepiel (47) plötzlich nicht mehr wecken. Sie alarmiert sofort die Rettungskräfte. Czepiel schwebt in Lebensgefahr. Die Retter bringen ihn direkt auf die Intensivstation.

Die Diagnose der Ärzte: schwere Aspirationspneumonie – eine Lungenentzündung durch verschluckten Mageninhalt. Seine Organe versagen. Czepiel überlebt die ersten Tage nur dank Beatmungsgerät und einer Ecmo, also einer künstlichen Lunge.

Schwere Hirnschäden nach Zusammenbruch

Drei Wochen lang kämpft der Familienvater auf der Intensivstation um sein Leben. Dann scheint es bergauf zu gehen: Sein Zustand stabilisiert sich. Die Ärzte verlegen ihn zur Lungenrehabilitation. Die Familie schöpft Hoffnung. Doch nur drei Tage später folgt der nächste Schock.

Plötzlich verliert er jede Orientierung. Er weiss weder, wo er ist, noch findet er sein Zimmer. Essen oder der Gang zur Toilette werden unmöglich. Und das Schlimmste für seine Angehörigen: Der Familienvater erkennt seine eigene Frau und die Kinder nicht mehr.

Die Ärzte vermuten zuerst einen Schlaganfall oder eine Hirnblutung. Ein MRT bringt schliesslich Gewissheit: Czepiel hat ausgedehnte und irreversible Hirnschäden erlitten.

Mittlerweile ist der 47-Jährige wieder daheim. An ein selbständiges Leben ist aber nicht mehr zu denken. Er braucht Hilfe beim Essen, Waschen und bei jedem Schritt. Ohne Betreuung ist er völlig hilflos.

Eine intensive Neuro-Reha könnte seinen Zustand verbessern. Doch die Familie hat ein Riesenproblem: Über den staatlichen polnischen Gesundheitsfonds NFZ gibt es monatelange Wartezeiten. Eine private Behandlung kann sich die Familie schlicht nicht leisten.

Auch Sohn Mateusz (14) ist schwer krank

Czepiel Schicksal ist nicht die einzige Bürde für die Familie. Sohn Mateusz (14) leidet an Mukoviszidose, einer unheilbaren Erbkrankheit. Die Stoffwechselstörung greift vor allem Lunge und Magen an. Sein Alltag: Inhalieren, Atemtherapie, unzählige Tabletten und ständige Kontrollen beim Arzt. Weil er kaum Appetit hat, ernährt ihn nachts eine Magensonde.

Der Teenager muss auf vieles verzichten. Am liebsten würde Mateusz in einem Klub Fussball spielen oder schwimmen gehen. Sein Körper macht das nicht mit. Seine Mutter sorgt sich zudem vor einem weiteren Rückschlag: Bald könnte Mateusz rund um die Uhr auf ein Sauerstoffgerät angewiesen sein.

Mutter Monika bittet verzweifelt um Spenden

Bis zu seinem Zusammenbruch verdiente der Vater das Geld für die fünfköpfige Familie allein. Nun muss Mama Monika ihren schwer pflegebedürftigen Mann rund um die Uhr betreuen, den kranken Sohn medizinisch versorgen und sich um die beiden weiteren Kinder kümmern.

Ohne Einkommen steht die Familie vor dem Ruin. Monika bittet deshalb auf der Spendenplattform Siepomaga um Hilfe. Das Geld soll die private Neuro-Reha für Jerzy und lebensnotwendige Therapien für Mateusz sichern.

«Ich glaube, dass wir gemeinsam Mateusz den Alltag mit seiner Krankheit zumindest ein wenig erleichtern können und dass Jerzy seine Gesundheit und sein früheres Leben wiedererlangt», schreibt Monika in ihrem Spendenaufruf.

Dieser Artikel erschien zuerst auf fakt.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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