Liebe & Lifestyle
Neuer Trend: Warum plötzlich alle auf «Solo Dates» gehen

Blumen für sich selbst kaufen, alleine essen gehen oder stundenlang im Café sitzen: «Solo Dates» sind der neue Mega-Trend auf TikTok und Instagram. Viele feiern das bewusste Alleinsein als Selbstliebe und mentale Auszeit – doch Experten sehen auch Schattenseiten.
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Ein ruhiger Museumsbesuch kann sich fast wie ein kleiner Kurzurlaub fürs Gehirn anfühlen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Solo Dates sind Lifestyle-Trend: Zeit alleine geniessen ohne Kompromisse oder Stress
  • Psychologe betont: Freiwilliges Alleinsein stärkt mentale Gesundheit und Beziehungen
  • Hashtag «Solo Date» erreicht Millionen: Trend boomt auf Social Media-Plattformen
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Alleine im Restaurant sitzen? Früher galt es als traurig – heute ist es ein Lifestyle und wird auf Social Media gefeiert. Unter dem Hashtag «Solo Date» zeigen Millionen Menschen ihre Verabredungen mit sich selbst: Matcha trinken im Lieblingscafé, alleine durch Buchhandlungen schlendern, Blumen kaufen oder spontan ins Museum gehen.

Der Trend dahinter ist simpel: bewusst Zeit alleine verbringen – und sie geniessen

Vor allem junge Menschen entdecken gerade, dass man nicht immer Gesellschaft braucht, um schöne Momente zu erleben. Statt sich nach anderen zu richten, entscheidet man beim Solo Date komplett selbst, worauf man Lust hat.

Der grosse Reiz: Keine Kompromisse, kein Stress

Warum boomt der Trend gerade jetzt so stark?

Viele erleben ihren Alltag als laut, hektisch und komplett durchgetaktet. Dauernd Nachrichten, Termine, Social Media und Erreichbarkeit. Genau deshalb wirken kleine Momente alleine plötzlich wie Luxus.

Beim Solo Date muss niemand warten, niemand diskutieren und niemand Rücksicht nehmen. Man kann spontan entscheiden, ob man noch einen Kaffee bestellen, stundenlang lesen, Menschen beobachten oder ziellos durch die Stadt laufen möchte.

Besonders beliebt für solche Alleingänge sind Café-Besuche, Spaziergänge in der Natur, Kino oder Museumsbesuche, Wellness oder Beauty-Termine, alleine essen gehen oder Tagebuch schreiben oder lesen. Für viele Menschen sind das gute Aktivitäten, die eine bewusste Entschleunigung fördern.

«Allein sein» ist nicht gleich «einsam sein»

Psychologe Robert Krause erklärt: Zeit alleine könne sehr gesund sein – solange sie bewusst gewählt werde.

Denn zwischen Einsamkeit und freiwilligem Alleinsein gibt es einen grossen Unterschied. Wer gerne Zeit mit sich selbst verbringt, müsse nicht automatisch alleine oder unglücklich sein.

Im Gegenteil: Ein gesunder Bezug zu sich selbst sei wichtig für die mentale Gesundheit. Wer alleine sein kann, ohne sich unwohl zu fühlen, habe oft auch stabilere Beziehungen zu anderen Menschen.

Die Schattenseite des Trends

Trotzdem sehen Experten auch kritisch, wie stark Solo Dates inzwischen inszeniert werden.

Denn auf TikTok und Instagram wirken viele dieser Momente perfekt: stylisher Matcha, teure Blumen, ästhetische Cafés und perfekte Selfcare-Routinen. Dadurch entsteht schnell Druck, selbst möglichst „schön alleine“ zu sein.

Dazu kommt: Nicht jeder Rückzug ist automatisch Selbstliebe. Manchmal kann hinter dem Wunsch nach ständigem Alleinsein auch Überforderung oder Einsamkeit stecken.

Problematisch wird es vor allem dann, wenn echte soziale Kontakte immer mehr ersetzt werden.

Warum so viele den Trend trotzdem lieben

Für viele ist das Solo Date vor allem eines: eine bewusste Form von Selbstfürsorge.

Nach einer anstrengenden Woche alleine brunchen gehen. Sich nach einer bestandenen Prüfung einen kleinen Luxus gönnen. Oder einfach ohne schlechtes Gewissen Zeit mit sich selbst verbringen. Gerade in einer Welt, in der ständig etwas passiert, fühlen sich diese ruhigen Momente fast wie ein kleiner Kurzurlaub fürs Gehirn an.

Und vielleicht erklärt genau das den Hype: Weil bewusste Ruhe und Zeit für sich selbst heute seltener geworden sind als je zuvor.

Dieser Artikel erschien zuerst auf diva.sk. Das Lifestyle-Magazin aus der Slowakei gehört wie Blick zu Ringier.

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