Studie zu Innovation im Job
Diese 4 Typen bringen Firmen voran – und diese 4 bremsen alles aus

Durch Innovationen machen sich Firmen fit für die Zukunft. Doch nicht alle Mitarbeitenden sind innovationsbegeistert. Diese acht Persönlichkeitstypen gibt es.
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Innovation gilt in der heutigen schnellen Welt als Lebenselixier von Firmen. Dafür braucht es entsprechende Leute im Team.
Foto: Getty Images/Westend61

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Studie identifiziert vier essentielle Innovatoren-Typen für erfolgreiche Teams
  • Generatoren machen nur 17 Prozent der Belegschaft aus
  • 41 Prozent der Befragten sind Implementiererinnen, der häufigste Typ
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Tina Fischer
Handelszeitung

Wie sieht ein typischer Innovator aus? Strubbelfrisur, rote Hornbrille, ein grosses Lachen und ein Plappermaul: So lautet vermutlich eine der herrschenden Vorstellungen. Innovatoren sind da, um auf kreative Art und Weise Geschäftsmodelle zu hinterfragen und neue Möglichkeiten zu eruieren.

Eines ihrer meistgenutzten Tools: das Business Model Canvas (BMC). Die tabellarische Aufstellung zeigt die verschiedenen Komponenten eines Geschäftsmodells. Jede Geschäftsführerin hat damit bestimmt schon mal ihr eigenes Geschäftsmodell dargestellt, und jeder CEO liess sich wohl bereits mögliche Geschäftsmodelle mit einem BMC vorstellen. Dass das Tool weit herum bekannt ist, liegt daran, dass es einfach verständlich ist und Firmen gezwungen sind, immer wieder zu innovieren. Denn nur wer innovativ bleibt, bleibt auf Dauer erfolgreich. Innovation gilt in der heutigen schnellen Welt als Lebenselixier von Firmen.

Vier Innovatoren gemäss «Business Harvard Review»

Damit Innovationen aber erfolgreich sind, bedingen sie kreative Köpfe. Zumindest einer, der dem eingangs beschriebenen Prototypen entspricht, findet sich in jedem Innovationsteam. Doch damit auch tragbare und wirtschaftliche Lösungen entstehen, darf ein Innovationsteam nicht homogen sein, sondern sollte vielmehr aus diversen Persönlichkeiten bestehen. Der «Harvard Business Review» (HBR) fand in einer gross angelegten Studie vier Typen von Innovatoren heraus, die jede Firma braucht, um kreativer zu sein:

1

Die Generatorinnen

Generatoren sind Personen, die aufgrund eigener Erfahrungen Probleme identifizieren und reale Lücken und Inkonsistenzen als Chancen betrachten. Es sind diejenigen, die daraus neue Ideen entwickeln, unbekannte Wege einschlagen und völlig neue Produkte auf den Markt bringen. Generatorinnen sind von unschätzbarem Wert – doch sie machen nur 17 Prozent des HBR-Samples aus und sind entsprechend rar. Generatoren finden sich öfters in Lehrberufen sowie unter Akademikern und Künstlerinnen. In Ingenieurs-, Strategieplanungs- oder Produktionsberufen sind weniger Generatorinnen anzutreffen.

2

Die Konzeptualisierer

Im Gegensatz zu den Generatoren entwickeln die Konzeptualisiererinnen neue Ideen durch die Analyse von Problemen und nicht durch direkte Erfahrungen. Sie bevorzugen das abstrakte Verständnis, modellieren ein Problem klar und schaffen so eine Grundlage für mehrere Lösungen. 19 Prozent der Belegschaft sind Konzeptualisierer, bei Führungskräften liegt der Anteil mit einem Viertel etwas höher. Das kann auf die spezifischen kognitiven Anforderungen ihrer strategischen Planungsaufgaben zurückgeführt werden.

3

Die Optimiererinnen

Optimierer bewerten Ideen und schlagen Lösungen vor. Sie ziehen es vor, systematisch alle möglichen Alternativen zu prüfen, um unter den bekannten Möglichkeiten die beste Lösung auszuwählen. Mehr als jede Vierte der unteren Berufsebene gehört zu den Optimiererinnen, mit steigender Hierarchie verringert sich der Wert auf 20 Prozent. Das macht Sinn, denn ihre Lösungen sind zumeist praktische, präzise und detaillierte Pläne, die direkt auf niedrigeren Ebenen umgesetzt werden können. Jedes Innovationsteam braucht einen Optimierer, denn dieser hat die Zahlen und Pläne im Griff.

4

Die Implementierer

Implementierer setzen Lösungen in die Praxis um. Sie handeln enthusiastisch, probieren neue Ansätze aus und passen sich basierend auf den Ergebnissen dieser Experimente an. Implementiererinnen repräsentieren 41 Prozent der Umfrageteilnehmenden und sind damit der häufigste Innovationstyp. Gerade Bereiche, in denen das Erreichen von kurzfristigen Ergebnissen notwendig ist, ziehen Implementierer an. Sprich: Informationstechnik, Kundendienste oder Verwaltungsbereiche. Implementiererinnen tragen entscheidend dazu bei, dass innovative Ideen zu spürbarem Wachstum führen.

Diese vier Innovatorentypen will man eher nicht im Team haben:

Eine bunte Mischung aus Generatoren, Konzeptualisiererinnen, Optimierer und Implementiererinnen macht also ein erfolgreiches Innovationsteam aus. Im Gegenzug dazu gibt es auch Innovationstypen, die man lieber nicht im Team haben möchte. 

1

Die Allwissenden

Ein Mensch, der immer weiss, was gut fürs Geschäft ist. Und was eben nicht. Er kommentiert jeden Vorschlag und macht – wenn es eine gute Idee ist – allen klar, dass die Idee von ihm stammt. Immerhin: Allwissende sind veränderungswillig und diskussionsfreudig.

2

Die Schwarzmaler

Im Gegensatz zu ihnen stehen die Pessimistinnen und Pessimisten: Sie sehen bei jeder Idee die negativen Auswüchse, also das, was schiefgehen könnte. Pessimisten sind insofern hilfreich, als sie übermotivierte Generatoren wieder auf den Boden bringen. Gleichzeitig können Pessimisten ein ganzes Team stoppen, wenn ihre Haltung auf die restlichen Teammitglieder überspringt.

3

Die Trägen

Dann gibt es noch die trägen Innovatoren, die selber wenig Elan zeigen. Sie beklagen sich im Umkehrschluss aber nicht, wenn etwas nicht läuft oder wenn sie eine Aufgabe zugeteilt bekommen. Sie reissen jedoch auch nichts Neues an. Das überlassen sie der letzten Gruppe, jener der ungeduldigen Aktionistinnen. Sobald eine Idee steht, müsste sie in ihren Augen bereits umgesetzt sein. Ihre proaktive und nervöse Art kann zu Konflikten mit Kolleginnen und Kollegen führen, wenn diese mit dem Übereifer des Aktionisten nicht klarkommen oder wenn der Aktionist denkt, dass alle anderen weniger machen als er.

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