Darum gehts
- Schlechter Schlaf ab 40 durch hormonelle Veränderungen und Alterungsprozesse häufig
- Tiefschlafphasen werden kürzer, Stress und Hormone stören die Erholung
- 18°C im Schlafzimmer, regelmässige Zeiten und Bewegung verbessern die Schlafqualität
Vielleicht kennst du das: Du verbringst sieben oder acht Stunden im Bett und fühlst dich am nächsten Morgen trotzdem nicht richtig erholt. Mit zunehmendem Alter verändert sich der Schlaf – und das ist bis zu einem gewissen Grad ganz normal.
Vor allem bei Frauen beginnt in diesem Lebensabschnitt häufig die Perimenopause, also die Übergangsphase vor den Wechseljahren. Dabei schwanken die Spiegel der Hormone Östrogen und Progesteron. Sie beeinflussen nicht nur den Menstruationszyklus, sondern auch die Körpertemperatur und deinen Schlaf.
Die Folge können Hitzewallungen, nächtliche Schweissausbrüche und häufiges Aufwachen sein. Dadurch wird dein Schlaf weniger tief und weniger erholsam.
Im Alter wird der Tiefschlaf kürzer
Nicht nur die Hormone spielen eine Rolle. Mit zunehmendem Alter verändert sich auch die sogenannte Schlafarchitektur. Die Tiefschlafphasen werden kürzer. Gerade sie sind jedoch wichtig, damit sich Muskeln, Gewebe und Gehirn ausreichend erholen können.
Hinzu kommt, dass vielen Menschen das Wiedereinschlafen schwerer fällt. Stress im Alltag kann das zusätzlich verstärken. Ein dauerhaft erhöhter Spiegel des Stresshormons Cortisol hält deinen Körper in Alarmbereitschaft – selbst während der Nacht.
So schläfst du ab 40 Jahren besser
Auch wenn sich der Schlaf mit dem Alter verändert, kannst du einiges tun, um deine Schlafqualität zu verbessern:
- Halte dein Schlafzimmer eher kühl – ideal sind etwa 18 Grad.
- Gehe möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und stehe regelmässig auf.
- Verzichte am Abend auf Koffein, Alkohol und schwere Mahlzeiten.
- Bewege dich regelmässig, zum Beispiel mit einem Spaziergang oder leichtem Training.
- Achte auf eine Matratze und ein Kissen, die deinen Körper gut stützen und für eine entspannte Liegeposition sorgen.
Schon kleine Veränderungen können einen grossen Unterschied machen.
Wann du wegen Schlafproblemen zum Arzt gehen solltest
Nicht jede unruhige Nacht ist ein Grund zur Sorge. Halten deine Schlafprobleme jedoch über mehrere Wochen an oder kommen Beschwerden wie starkes Schwitzen, Herzklopfen oder ausgeprägte Müdigkeit hinzu, solltest du sie ärztlich abklären lassen.
Hinter den Symptomen können neben hormonellen Veränderungen auch andere Ursachen stecken – etwa Schilddrüsenerkrankungen, Bluthochdruck, Reflux oder eine Schlafapnoe. Gerade Letztere bleibt oft lange unbemerkt und beeinträchtigt die nächtliche Erholung erheblich.
Auch moderne Smartwatches können Hinweise auf Schlafstörungen liefern. Eine medizinische Diagnose ersetzen sie allerdings nicht.
Mit Schlafproblemen ab 40 bist du nicht allein
Wenn du ab 40 schlechter schläfst, bist du damit nicht allein. Hormonelle Veränderungen und die natürliche Alterung des Körpers verändern den Schlaf. Mit einer guten Schlafhygiene kannst du jedoch viel für erholsame Nächte tun. Bleiben die Beschwerden bestehen, solltest du sie ärztlich abklären lassen.
Dieser Artikel erschien erstmals auf Onet Kobieta, der Frauen- und Lifestyle-Rubrik des polnischen Nachrichtenportals Onet, das zur Ringier-Gruppe gehört.