Darum gehts
- Psychologen warnen: Smartphone-Nutzung direkt nach dem Aufwachen überfordert das Gehirn
- 30 Minuten ohne Handy morgens senken Cortisol und fördern Konzentration
- Studien: 30 % mehr Konzentrationsprobleme bei sofortiger Smartphone-Nutzung nach dem Aufwachen
Für viele Menschen beginnt der Tag mit einem Blick aufs Smartphone. Nachrichten, E-Mails, Social Media oder die neuesten Schlagzeilen werden oft noch im Bett gecheckt.
Psychologen warnen jedoch davor. Wer direkt nach dem Aufwachen eine Flut von Informationen verarbeitet, versetzt das Gehirn sofort in Alarmbereitschaft. Statt langsam hochzufahren, wird das Nervensystem von Beginn an mit Reizen überfordert.
Warum das Gehirn Zeit zum Aufwachen braucht
Experten vergleichen das morgendliche Handy-Checken mit dem Starten eines Motors ohne Aufwärmphase. Der Körper ist noch nicht vollständig wach, wird aber bereits mit neuen Aufgaben, Erwartungen und möglichen Stressfaktoren konfrontiert.
Dadurch kann der Spiegel des Stresshormons Cortisol steigen. Die Folgen können Gereiztheit, innere Unruhe oder das Gefühl sein, schon am Morgen unter Druck zu stehen.
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Was Studien zeigen
Untersuchungen deuten darauf hin, dass Menschen, die in den ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen intensiv ihr Smartphone nutzen, im Tagesverlauf häufiger Konzentrationsprobleme haben.
Der Grund: Das Gehirn wechselt sofort in einen Modus permanenter Aufmerksamkeit. Dadurch fällt es später schwerer, fokussiert zu arbeiten und Prioritäten zu setzen.
Die 30-Minuten-Regel
Viele Fachleute empfehlen deshalb eine einfache Gewohnheit: In den ersten 30 Minuten nach dem Aufwachen möglichst auf das Smartphone verzichten.
Stattdessen können diese Aktivitäten helfen:
- Tageslicht tanken.
- Ein Glas Wasser trinken.
- Sich strecken oder leicht bewegen.
- In Ruhe frühstücken.
- Bewusst durchatmen.
Diese kleinen Rituale helfen dem Körper, sanfter in den Tag zu starten.
Wenn du nicht ganz aufs Handy verzichten kannst
Wer das Smartphone morgens benötigt, muss es nicht komplett verbannen. Psychologen empfehlen jedoch, zumindest Push-Nachrichten auszuschalten und soziale Netzwerke erst später am Morgen zu öffnen. So lässt sich die Reizflut reduzieren, ohne auf wichtige Informationen verzichten zu müssen.
Warum die ersten Minuten des Tages so wichtig sind
Die Art, wie wir unseren Morgen beginnen, kann die Stimmung für den gesamten Tag beeinflussen. Wer direkt nach dem Aufwachen mit Problemen, Nachrichten und Erwartungen anderer Menschen konfrontiert wird, startet oft gestresster.
Deshalb kann eine kleine Veränderung grosse Wirkung haben: Das Handy einfach noch eine halbe Stunde liegenlassen.
Dieser Artikel erschien erstmals auf Onet Kobieta, der Frauen- und Lifestyle-Rubrik des polnischen Nachrichtenportals Onet, welches zu Ringier Medien gehört.