Warum zoffen wir eigentlich?
Diese belanglosen Streitpunkte kommen in Beziehungen häufig vor

Jede Beziehung hat Höhen und Tiefen: An manchen Tagen ist heiter Sonnenschein, während an anderen Tagen vermehrt gezofft wird. Welche unnötigen Punkte dabei häufig für Reibereien sorgen können, erfahrt ihr hier.
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Reibereien gehören zu jeder Beziehung dazu.
Foto: Getty Images/Westend61
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Vanessa BüchelRedaktorin Lifestyle

Es ist völlig normal, dass ihr euch als Paar nicht immer in jeder Situation einig seid. In manchen Momenten habt ihr einfach unterschiedliche Meinungen und möchtet diese auch kundtun. Das Ergebnis? Reibereien, die mal grösser und mal kleiner ausfallen.

Dabei können bereits die unnötigsten Dinge einen Streit entfachen. Sei es, dass einer von euch auf den anderen warten muss, weil dieser etwas länger im Bad braucht, oder weil jemand den Müll nicht runtergebracht hat, obwohl er laut Putzplan dran war. Handelt es sich um solche Banalitäten, die hinterher für einen grossen Zoff verantwortlich sind, solltet ihr euch einmal an der Nase nehmen und fragen: War es nun wirklich so schlimm und lohnt es sich, deswegen zu streiten?

7 banale Streitpunkte, die häufig vorkommen

  1. Eifersucht: Ein wenig Eifersucht mag gesund sein, doch oftmals ist sie unberechtigt und völlig überzogen. Vertrauen ist die Basis für eine gute Beziehung!
  2. Wenn es mal nicht so läuft wie geplant: Es kann nicht immer alles nach Plan laufen – das müsst ihr beide verstehen. Habt ihr einen Ausflug oder Urlaub geplant und etwas geht schief, dann ist das eben so. Lass deinen Ärger nicht an deinem Schatz aus und geniesst die Zeit zu zweit, auch wenn sie anders läuft als erwartet.
  3. Nicht derselben Meinung sein: Kompromisse einzugehen, gehört zu einer Beziehung dazu. Was wird abends im Fernsehen geschaut, welche Pizza wird bestellt oder wo wird eingekauft – all diese Punkte können so oder so entschieden werden. Wichtig ist, beide Ansichten zu berücksichtigen und einen Mittelweg zu finden, der für euch beide stimmt. Das bezieht sich auf alltägliche Entscheidungen, aber auch auf Themen der Lebensplanung.
  4. Frust am Partner auslassen: Nur weil du mal mit dem falschen Fuss aufgestanden bist, solltest du deinen Frust nicht an deinem Partner auslassen. Halte etwas Abstand, bis du dich wieder abreagiert hast.
  5. Warten: Werde nicht gleich rasend, wenn du mal auf deinen Partner warten musst. Manchmal braucht er oder sie eben etwas länger. Verspätungen können vorkommen, aber deswegen muss nicht gleich ein Streit entfachen.
  6. Haushalt: Klar, es kann lästig werden, wenn der andere nie den Müll runterbringt, immer vergisst, das Bad zu putzen oder leere Packungen im Kühlschrank liegen lässt. Aber sind solche Kleinigkeiten wirklich einen Streit wert? Du kannst die Punkte, die dich stören, auch friedlich und in Ruhe ansprechen, bevor du gleich ausrastest.
  7. Schnarchen: «Du schnarchst, ich kann nicht schlafen» – dieser Satz fällt bestimmt in so einigen Beziehungen. Doch anstatt nur herumzumeckern, solltet ihr das Problem gemeinsam angehen und etwas daran ändern.

3 Tipps, um unnötige Zankerei zu vermeiden

Tipp 1: Gemüter beruhigen

Fühlen wir uns angegriffen, beginnt unser Gehirn damit, Adrenalin auszustossen. Unser Körper macht sich bereit für die Flucht oder den Kampf. Klar, dass wir in solchen Momenten keinen klaren Kopf bewahren können. Um wieder vernünftig miteinander reden zu können, müsst ihr euch zuerst einmal beruhigen. Abstand ist dann die Devise: Vielleicht hilft ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft oder einfach, kurz in getrennte Räume zu gehen.

Wie lange sollte man um eine Beziehung kämpfen?

In einer Beziehung geht man durch Höhen und Tiefen. Wenn die schlechten Momente überwiegen, ist es dann Zeit, sich zu trennen? Eine Paarberaterin gibt Antworten.

In einer Beziehung geht man durch Höhen und Tiefen. Wenn die schlechten Momente überwiegen, ist es dann Zeit, sich zu trennen? Eine Paarberaterin gibt Antworten.

Tipp 2: Gespräch suchen

Finger weg von Anklagen: Versucht, in einem schlichtenden und ruhigen Gespräch Wünsche anstatt Vorwürfe zu formulieren. Versetzt euch in euer Gegenüber und versucht, den anderen auch zu verstehen. Und ein Gespräch darf auch ruhig einmal unterbrochen werden. Ist das der Fall, muss der andere das dann auch akzeptieren. Das Gespräch kann zu einem anderen Zeitpunkt fortgesetzt werden.

Tipp 3: Nachbearbeitung

Habt ihr Fehler gemacht oder den anderen verletzt, ist es wichtig, euch dafür auch zu entschuldigen. Für ein harmonisches Miteinander sollte die Entschuldigung dann auch angenommen werden können.

Findet gemeinsam heraus, was der Auslöser für den Streit war, und arbeitet zusammen daran, eine Lösung für das Problem zu finden. Spielt ein externer Faktor mit, dann darf auch ruhig dieser als Ursache für den Streit benannt werden.

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