Spermien brauchen Schutz und Schub. Denn auf ihrem Weg zu der weiblichen Eizelle müssen sie die Säureattacken der Vagina überstehen und sich zudem gegen Millionen anderer Mitbewerber durchsetzen. Das braucht Kraft. In Industrieländern geht es mit der Spermienqualität bergab. Genfer Forschende haben das Ejakulat junger Schweizer untersucht und stellen fest, dass es auch hierzulande nicht besser aussieht.
Welche Vitaminen helfen den Spermien?
Vitamine können den Spermien helfen, doch es kommt auf den richtigen Mix an. Forscher der Uni Innsbruck haben deshalb einen speziellen Vitamin-Cocktail zusammen gestellt. Den verabreichten sie Probanden mit grossem Erfolg: Nach drei Monaten verbesserte sich deren Sperma-Qualität und -Menge um fast das Dreifache.
Der Zaubercocktail aus drei Komponenten für gute Sperma
- Vitaminen, die die Durchblutung der Hoden und die Bewegungsfreude der Spermien erhöhen (B12, B6, Folsäure).
- Vitaminen, die die Aussenhülle der Samenzelle stärken (Vitamin C).
- Substanzen, die als Treibstoff dienen (Spurenelemente, Fructose, Kalzium).
Wie viel von jedem Vitamin es genau braucht, ist nicht bekannt. Will Mann aber Kraft in der Hose, greift er mit Sicherheit besser zu Karotten und Linsen als zu Bratwurst und Pommes-Frites.
Das heisse Bad ist schlecht für Spermien
Wenn Mann nur schon einmal pro Woche 30 Minuten in die Wanne liegt, und diese heisser ist als die Körpertemperatur, so verringert sich die Beweglichkeit der Spermien deutlich. Wird auf die Gewohnheit von heissen Bädern verzichtet, so können sich die Spermien bereits nach kurzer Zeit wieder erholen. Zu dieser Erkenntnis kamen Forscher der University of California in San Francisco. Doch sie kamen noch zu einem weiteren interessanten Resultat: Männer, bei denen die Fruchtbarkeit auch nach dem Ausstieg aus der heissen Wanne nicht wieder anstieg, waren fast durchwegs Raucher.
Schon lange wurde über einen Einfluss vom heissen Bad auf die männliche Zeugungskraft spekuliert. Und in Japan wurde der Annahme schon früher Glauben geschenkt: Dort gelten heisse Bäder seit Jahrhunderten als «Verhütungsmittel»
Hält sich der Vater vor der Zeugung in der Kälte auf, haben die Nachkommen mehr aktives braunes Fettgewebe. Dieses schützt vor Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen. Informationsüberträger sind laut einer ETH-Studie die Spermien.
Hält sich der Vater vor der Zeugung in der Kälte auf, haben die Nachkommen mehr aktives braunes Fettgewebe. Dieses schützt vor Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen. Informationsüberträger sind laut einer ETH-Studie die Spermien.
Der Weg zur Eizelle ist lang – und beschwerlich. Kanadische Forscher haben nun herausgefunden, mit welchem Schwimmstil Samenzellen die Reise trotzdem schaffen.
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(ago)