In einer Studie der University of California, Irvine zeigt sich, dass Menschen, die in geringen Mengen regelmässig Alkohol konsumieren, länger leben. Eine weitere Studie behauptet, Wein könne Übergewicht vorbeugen. Ist Wein tatsächlich gut für die Gesundheit?
«Abstinente Patienten sollen nicht mit dem Weintrinken beginnen»
Ein bis zwei Gläser Wein pro Tag schaden in der Regel nicht, sagt Michael Klainguti, Kardiologe in der Herzpraxis Stadelhofen, im Interview mit Blick. Dabei brauche es aber durchaus zwei Tage pro Woche ohne Alkohol, um dem Körper so genug Zeit zu geben, sich wieder zu erholen.
Erst wenn man mehr und öfter Wein trinkt, könne es laut dem Kardiologen schädlich sein. Dann besteht die Gefahr von Herzschwäche, Rhythmusstörungen und hohem Blutdruck.
«Die Datenlage zu Alkohol und Herz ist widersprüchlich. Meines Erachtens gibt es keine zwingenden Gründe, herzgesunden Patienten mit moderatem Weinkonsum davon abzuraten. Aber abstinenten Patienten würde ich nicht empfehlen, mit dem Weintrinken zu beginnen», so Klainguti.
Wein ist gut für die Mundhygiene
Wissenschaftler haben die Wirkung von Rotwein und Traubenkernextrakt auf die Bakterien untersucht, die zu Zahnerkrankungen führen und herausgefunden, dass sie diesen entgegenwirken. Die Bakterien können einen sogenannten Biofilm bilden, der nur schwer entfernbar ist.
In Ihrer Studie hat das Forscher-Team die Bakterien in verschiedene Flüssigkeiten getaucht, unter anderem Wein mit und ohne Alkohol, Wein mit Traubenkernextrakt, zwölf prozentigem Ethanol und Wasser. Jede Flüssigkeit, die Wein beinhaltete, wirkte stärker gegen die Bakterien, als die Flüssigkeiten ohne. Die Studie könnte zur Entwicklung von natürlichen Produkten gegen Zahnerkrankungen beitragen.
Wein ist gut fürs Gedächtnis
In Deutschland wurde eine Studie durchgeführt, in der Menschen über drei Jahre lang ein Glas Wein pro Tag tranken. Bei diesen war die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, tiefer als bei denen, die keinen Wein zu sich nahmen.
Der Konsum von Alkohol kann sich negativ auf unser Hautbild auswirken. Welche Auswirkungen das sind und wie schlimm die Folgen wirklich sein können, erklärt eine Dermatologin.
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