Darum gehts
- Aroniabeeren sind nährstoffreich und reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien
- In der Schweiz als «Schwarze Apfelbeere» bekannt, regional angebaut und saisonal verfügbar
- Rezept für Aronia-Konfitüre: 4 kg Beeren, 1–1,5 kg Zucker, Zitronensaft
Klein, dunkel und oft übersehen: Aroniabeeren gelten als echte Nährstoffbomben. Manche kennen die herb-säuerlichen Früchte zwar vom Sehen, doch nur wenige nutzen sie regelmässig in der Küche. Dabei lassen sich aus den intensiv schmeckenden Beeren nicht nur Säfte oder Sirup herstellen – sondern auch überraschend aromatische Konfitüren.
Eine (noch) ziemlich unbekannte Beere
Die Aronia, in der Schweiz meist als Apfelbeere bekannt, gehört zur Familie der Rosengewächse und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Ihren Namen verdankt sie den kleinen, apfelähnlichen Früchten. Schon die indigenen Völker Nordamerikas schätzten die dunklen Beeren als energiereiche Nahrung und trockneten sie für lange Reisen.
Nach Europa kam die robuste Pflanze Anfang des 20. Jahrhunderts. Besonders in Osteuropa verbreitete sie sich schnell, weil sie selbst eisige Winter problemlos übersteht. Heute wächst Aronia auch in der Schweiz immer häufiger – sowohl in Gärten als auch auf Obstplantagen. Die Beeren gelten wegen ihres hohen Gehalts an Antioxidantien und Vitaminen als echtes Superfood und werden zu Saft, Sirup, Konfitüre oder Trockenfrüchten verarbeitet.
Warum Aronia so gesund sein soll
Aronia enthält viele Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralien. Besonders geschätzt werden die Beeren wegen ihres hohen Gehalts an Antioxidantien.
Ausserdem stecken darin unter anderem:
- Vitamin C
- B-Vitamine
- Kalium
- Magnesium
- Kalzium
Der Frucht werden positive Effekte auf Herz-Kreislauf-System und Gefässe zugeschrieben. Zudem soll sie entzündungshemmend wirken und die Leber unterstützen.
So schmeckt Aronia
Die Beeren haben von Natur aus einen eher herben, leicht bitteren Geschmack. Genau deshalb eignen sie sich besonders gut für Konfitüre, Sirup, Saft oder Kompott. Kombiniert mit süsseren Früchten wie Äpfeln oder Birnen wird der Geschmack deutlich milder.
Wo bekommt man sie bei uns?
In der Schweiz werden Aroniabeeren meist auch Aronia oder Apfelbeere genannt. Besonders in Hofläden, Bioläden und auf Wochenmärkten taucht oft die Bezeichnung «Schwarze Apfelbeere» auf.
Erhältlich sind sie saisonal frisch – meist zwischen August und Oktober – unter anderem auf Wochenmärkten, in Hofläden, in Bio-Supermärkten oder in Reformhäusern. In grösseren Supermärkten findet man sie mit etwas Glück bei den Tiefkühlwaren oder als Saft.
Viele Schweizer Produzenten bauen Aronia inzwischen lokal an, besonders in der Ostschweiz und im Mittelland. Wer selbst pflücken möchte, findet die Sträucher zudem häufig in Selbstpflückanlagen oder direkt bei Bauernbetrieben.
Rezept: Klassische Aronia-Konfitüre
Zutaten:
- 4 kg Aroniabeeren
- 1 bis 1,5 kg Zucker
- Saft einer halben Zitrone
Zubereitung:
- Aroniabeeren gründlich waschen und putzen.
- Zusammen mit Zucker in einen grossen Topf geben.
- Unter gelegentlichem Rühren einkochen lassen.
- Zitronensaft hinzufügen.
- Heiss in sterile Gläser füllen.
Tipp: Wer die Konfitüre feiner mag, kann sie pürieren und durch ein Sieb streichen.
Da Aronia leicht bitter schmeckt, hilft ein einfacher Trick: Die Beeren mit süsseren Früchten kombinieren. Besonders gut passen Äpfel, Birnen, Himbeeren oder Heidelbeeren. Dadurch wird die Konfitüre fruchtiger und harmonischer.
Unbekannt und unterschätzt
Aronia gehört zu den am meisten unterschätzten Beeren überhaupt. Wer den intensiven Geschmack mag, bekommt nicht nur eine besondere Konfitüre – sondern auch eine spannende Ergänzung für eine bewusste Ernährung.
Dieser Artikel erschien zuerst auf aktuality.sk. Das slowakische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.