Darum gehts
- Kaki gilt als Gesundheitswunder, mit Vitaminen und Antioxidantien für Herz und Immunsystem
- Experten empfehlen reife Kaki wegen weniger Bitterstoffen durch Tannine
- In Schweizer Supermärkten erhältlich, besonders verbreitet Sorte «Sharon»
Die leuchtend orange Kaki, auch Persimone oder Sharonfrucht genannt, gilt in Japan seit Jahrhunderten als echtes Gesundheitswunder. Früher war sie vor allem im Herbst und Winter wichtig, um den Körper mit Vitaminen zu versorgen. Heute landet die Frucht weltweit immer häufiger im Einkaufswagen – auch in der Schweiz.
Kein Wunder: Kaki schmeckt angenehm süss, enthält viele wertvolle Nährstoffe und lässt sich vielseitig verwenden – von Salaten bis zu Desserts.
Gut für Herz, Cholesterin und Immunsystem
Die Frucht enthält besonders viele Antioxidantien wie Carotinoide und Flavonoide. Diese Stoffe helfen dem Körper, Zellen vor freien Radikalen zu schützen. Experten bringen sie unter anderem mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung.
Dazu kommt ein hoher Anteil an Ballaststoffen – vor allem in der Schale. Sie unterstützen die Verdauung, fördern ein langes Sättigungsgefühl und helfen dabei, den Blutzucker stabil zu halten.
Kaki liefert ausserdem Vitamin A und Vitamin C, die wichtig für Haut, Augen und das Immunsystem sind. Auch Mineralstoffe wie Kupfer und Mangan stecken in der Frucht.
Warum harte Kaki oft enttäuschen
Viele kennen das Problem: Die Frucht sieht appetitlich aus, schmeckt aber pelzig oder bitter. Schuld daran sind sogenannte Tannine. Sie kommen vor allem in unreifen Früchten vor.
Im Handel werden Kaki oft hart verkauft, damit sie den Transport besser überstehen. Zu Hause sollten sie deshalb noch nachreifen. Am besten klappt das bei Zimmertemperatur in einer Papiertüte. Wer zusätzlich einen Apfel oder eine Banane dazulegt, beschleunigt den Prozess: Die Früchte geben Ethylen ab, ein natürliches Reifegas.
Reif ist Kaki erst dann, wenn sie weich wird – ähnlich wie eine reife Pflaume oder Tomate.
So clever essen die Japaner Kaki
In Japan wird die Frucht auf ganz unterschiedliche Arten gegessen. Besonders beliebt: gefrorene Kaki. Dafür werden reife Früchte direkt tiefgekühlt und später wie ein natürliches Sorbet gelöffelt.
Auch in Salaten macht sich die süsse Frucht hervorragend – etwa mit Nüssen, Käse oder bitteren Blattsalaten. Sehr reife Früchte essen viele einfach mit dem Löffel direkt aus der Schale.
Eine traditionelle Spezialität heisst «Hoshigaki»: Dafür werden ganze Kaki geschält und wochenlang an der Luft getrocknet. Während des Trocknens massieren die Produzenten die Früchte regelmässig von Hand. Dadurch verteilt sich der Zucker besser und die Frucht verliert ihre Bitterstoffe. Am Ende entsteht eine intensiv süsse Delikatesse mit feinem weissem Zuckerfilm auf der Oberfläche.
Auch in der Schweiz leicht erhältlich
Kaki gibt es inzwischen in fast jedem grösseren Schweizer Supermarkt – meist von Herbst bis Winter. Besonders verbreitet ist die Sorte «Sharon», die milder schmeckt und oft auch im festen Zustand gegessen werden kann.
Wer einen Garten hat, kann die exotische Frucht sogar in der Schweiz anbauen: Einige robuste Sorten kommen mit dem hiesigen Klima erstaunlich gut zurecht und die Früchte, die an den kahlen Winterbäumen reifen, sehen wie orange Weihnachtskugeln aus und ein sehr hübscher Blickfang im Garten.
Dieser Artikel erschien zuerst auf aktuality.sk. Das slowakische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.