Studie zeigt
Warum Tagträumen und Selbstgespräche clever machen

Redest du mit dir selbst oder bist Tagträumer? Was wie Zerstreutheit wirkt, könnte ein Zeichen von erhöhter Intelligenz sein.
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Tagträumen wird häufig als Konzentrationsschwäche abgetan.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tagträumen und Selbstgespräche können Zeichen hoher Intelligenz sein, sagen Studien
  • Tagträumer sind oft kreativer, Selbstgespräche fördern Selbstkontrolle und Motivation
  • Studie 2025: 1300 Erwachsene zeigen gesteigerte Kreativität durch bewusstes Tagträumen
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Blick Newsdesk

Tagträumen und Selbstgespräche haben kein gutes Image. Wer abschweift, gilt als unkonzentriert. Wer mit sich selbst spricht, wirkt schnell seltsam. Doch Forscher zeichnen ein anderes Bild: Diese vermeintlichen Macken könnten Ausdruck geistiger Flexibilität, Kreativität und starker Selbstregulation sein.

Eine gross angelegte Studie aus dem Jahr 2025 mit über 1300 Erwachsenen zeigt: Personen, die bewusst tagträumen, schneiden bei kreativen Problemlöseaufgaben überdurchschnittlich gut ab. Mithilfe funktioneller Hirnscans konnten die Forschenden der Southwest University in China beobachten, dass beim gedanklichen Abschweifen mehrere Netzwerke gleichzeitig aktiv sind, darunter Areale für Vorstellungskraft, Planung und kognitive Kontrolle. Was nach aussen also wie Abschalten aussieht, ist innen ein komplexer Denkprozess.

Selbstgespräche peinliche Marotte?

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine 2024 veröffentlichte Untersuchung im Fachjournal «PNAS Nexus». In dieser gross angelegten Experience-Sampling-Studie wurden die spontanen Alltagsgedanken von mehr als 3300 Personen erfasst und sprachlich analysiert. Das Resultat: Die meisten spontanen Gedanken drehten sich nicht um Belangloses, sondern um persönliche Ziele, soziale Beziehungen oder zukünftige Pläne. Zudem zeigte sich, dass solche Gedankengänge mit besserer Gedächtnisverarbeitung zusammenhängen können.

Sprüche wie «Ganz ruhig», «Schritt für Schritt» oder etwa «Das schaffe ich» kennt jeder. Bekräftigt wird dieses Aufmuntern bei Stress durch eine 2024 im Fachjournal «Behavioral Sciences» veröffentlichte experimentelle Studie, dass konstruktive Selbstgespräche messbare Vorteile bringen können. Teilnehmende, die sich selbst gezielt Anweisungen oder motivierende Botschaften gaben, zeigten bessere Werte bei Selbstkontrolle, Emotionsregulation und Aufgabenfokus.

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Besonders deutlich wird der Effekt unter Druck: Sportler, die sich in entscheidenden Momenten aktiv selbst motivieren, erzielen stabilere Leistungen. Ähnliche Effekte zeigen sich bei Studierenden in Prüfungssituationen oder bei medizinischem Fachpersonal vor komplexen Eingriffen. Wer seinen inneren Dialog bewusst steuert, kann Aufmerksamkeit bündeln, Nervosität reduzieren und handlungsfähig bleiben.

Die Forschenden unterscheiden dabei klar zwischen hilfreichem und schädlichem inneren Dialog. Instruktive Selbstgespräche wie «Erst A, dann B » unterstützen strukturiertes Arbeiten. Motivierende Selbstansprache stärkt Durchhaltevermögen. Problematisch wird es erst, wenn der innere Dialog in dauerhafte Selbstkritik oder aggressive Abwertung kippt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf medonet. Die polnische Newsplattform gehört wie Blick zu Ringier. 

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