Darum gehts
- Hormonell bedingte Sehschwächen normalisieren sich meist von selbst
- Befeuchtende Tropfen und Wärme lindern trockene Augen
- Bei Flimmern, Doppelbildern und plötzlicher Unschärfe sollte man sofort zum Arzt
Trockene Augen, unscharfe Sicht oder Kontaktlinsen, die plötzlich stören. Solche Beschwerden sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit. Die Hormone beeinflussen nämlich den Wasserhaushalt, die Kollagenstruktur und den Tränenfilm. Das hat direkte Folgen für die Augen.
Eine neue Brille zu kaufen, ist jedoch oft rausgeworfenes Geld. «Augenveränderungen in der Schwangerschaft sind häufig, bilden sich aber meist nach der Geburt und Stillzeit zurück», sagt Thomas Ness von der Universitäts-Augenklinik Freiburg laut einem Bericht des Deutschen Gesundheitsportals. Die Sehstärke normalisiere sich meistens sechs bis zwölf Wochen nach der Geburt oder nach dem Abstillen. Der Experte rät Frauen, nach dem Abstillen mindestens drei Monate zu warten, bevor sie einen Sehtest machen.
Was gegen die Trockenheit hilft
Vor allem im zweiten und dritten Trimester klagen viele Schwangere über rote, trockene Augen und ein ständiges Fremdkörpergefühl. Das kann gemäss Ness an einem reduzierten Tränenfilm liegen oder daran, dass die Augenoberfläche empfindlicher reagiert. Sein Tipp: die Kontaktlinsen – wenn möglich – seltener tragen oder auf Tageslinsen umsteigen. Zudem lindern Wärme, Lidmassagen und befeuchtende Augentropfen (ohne Konservierungsstoffe) die Trockenheit.
Bei Fragen zur Schwangerschaft oder zur Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft und Stillzeit bietet die Onlinepraxis santé24 SWICA-Versicherten jederzeit kostenlos eine schnelle Orientierung und kompetente Beratung nach den aktuellen SAPP-Kriterien (https://sappinfo.ch/) an.
Der SWICA-Newsletter bietet zudem in jeder Phase der Schwangerschaft eine wertvolle Unterstützung.
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Auch rund um die Augen hinterlässt die Schwangerschaft Spuren. Wassereinlagerungen können zu geschwollenen Augenlidern am Morgen führen. Diese sind meist harmlos und verschwinden bis zum Mittag von selbst. Bei braun-gräulichen Flecken um die Augen (Melasma) hilft am besten konsequenter Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50+.
Alarmstufe bei diesen Symptomen
Während trockene Augen vor allem nerven, gibt es auch Sehstörungen, die gefährlich sein können und abgeklärt werden müssen:
- Flimmern
- Doppelbilder
- Gesichtsfeldausfälle
- Plötzliches Verschwommensehen
Hinter solchen Sehstörungen kann laut dem Experten eine ernste Komplikation wie eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) stecken. «Schwangere sollten nicht zögern, bei akuten oder ungewohnten Symptomen augenärztlichen Rat einzuholen», sagt er. Ein plötzlich herabhängendes Oberlid sei ein weiteres Alarmzeichen, das von einem Neurologen abgeklärt werden müsse.