Darum gehts
- Interval Walking Training kombiniert schnelles und langsames Gehen in Intervallen
- Britische Journalistin verlor in 30 Tagen rund 2-3 Kilogramm
- Bereits 6000 bis 8000 Schritte täglich verbessern Gesundheit laut Studien
Drei Minuten zügig gehen, danach drei Minuten locker, fünfmal im Wechsel. Macht zusammen 30 Minuten Training. Der entscheidende Unterschied zum normalen Spaziergang liegt in den Tempo-Wechseln.
Die Methode heisst Interval Walking Training und wurde von Sportwissenschaftler Hiroshi Nose von der Shinshu University untersucht. Japan zählt seit Jahren zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung weltweit und vergleichsweise wenig starkem Übergewicht.
10'000-Schritte-Regel überholt
Die britische Journalistin Bridie Wilkins testete die Methode 30 Tage lang im Selbstversuch. Sie absolvierte täglich die 30 Minuten Intervall-Walking, nach einem Monat verlor sie laut eigenen Angaben rund zwei bis drei Kilogramm, fühlte sich energiegeladener, schlief besser und bemerkte straffere Beine.
Den Mythos, dass 10'000 Schritte am Tag das Allheilmittel ist, kennt wohl jeder. Die Regel stammt allerdings von einer Marketingkampagne der 1960er-Jahre für einen Schrittzähler – sie ist also gar keine medizinische Pflichtgrenze. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen zeichnen ein differenzierteres Bild. Eine neuere Metaanalyse von Professor Paddy Dempse der Cambridge-Universität, zeigt, bereits rund 6000 bis 8000 Schritte pro Tag das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitigen Tod deutlich senken können.
Mehr Schritte bringen zwar zusätzliche Vorteile, doch entscheidend ist dabei auch die Intensität der Bewegung.
Darum wirkt die Methode
Die Tempo-Wechsel erhöhen den Kalorienverbrauch, ohne die Gelenke stark zu belasten. Das Training ähnelt einem sanften High-Intensity-Interval-Training-Workout, jedoch ohne Springen oder Sprinten. Gleichzeitig werden Herz-Kreislauf-System und Muskulatur stärker stimuliert als bei einem gemütlichen Spaziergang. Studien berichten zudem über Verbesserungen bei Blutzuckerwerten und Blutdruck.