Darum gehts
- Schlafexperten warnen: Wochenend-Gewohnheiten sabotieren die Erholung vieler Menschen
- «Sozialer Jetlag»: Ausschlafen bis Mittag stört den Biorhythmus massiv
- Experten empfehlen maximal 20 Minuten Powernap für spürbare Regeneration
Freitagabend. Endlich Feierabend. Für viele beginnt nun die Zeit, in der sie ihre Batterien wieder aufladen wollen. Doch kaum klingelt am Montagmorgen der Wecker, fühlen sich viele genauso müde wie vor dem Wochenende – oder sogar noch erschöpfter.
Schlafexperten und Psychologen sehen dafür einen klaren Grund: Viele Menschen sabotieren ihre Erholung unbewusst selbst. Drei typische Wochenend-Gewohnheiten sorgen dafür, dass Körper und Gehirn nicht richtig abschalten können.
Ausschlafen bis Mittag bringt den Biorhythmus durcheinander
Wer unter der Woche früh aufsteht, möchte am Wochenende oft möglichst lange schlafen. Doch genau das kann zum Problem werden.
Verschiebt sich die Aufstehzeit um mehr als zwei Stunden, gerät die innere Uhr aus dem Takt. Fachleute sprechen von einem «sozialen Jetlag». Die Folge: Am Sonntagabend fällt das Einschlafen schwer, am Montagmorgen fühlt man sich benommen und unkonzentriert.
Tipp: Auch am Wochenende möglichst zur gewohnten Zeit aufstehen oder höchstens eine Stunde länger schlafen. Wer müde ist, kann stattdessen einen kurzen Powernap von maximal 20 Minuten einlegen.
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Das Wochenende wird zur zweiten Arbeitsschicht
Wohnung putzen, Wäsche erledigen, einkaufen, Rechnungen bezahlen: Viele nutzen die freien Tage, um alles nachzuholen, was während der Arbeitswoche liegengeblieben ist.
Für das Gehirn macht es jedoch kaum einen Unterschied, ob der Stress im Büro oder beim Grossputz entsteht. Wer das gesamte Wochenende mit Pflichten füllt, gönnt sich kaum echte Erholung.
Tipp: Hausarbeiten über die Woche verteilen. Bereits 15 bis 20 Minuten pro Tag können helfen, das Wochenende freier zu gestalten.
Stundenlanges Scrollen ist keine Erholung
Auf dem Sofa liegen und durch Social Media scrollen oder eine Serie nach der anderen schauen: das fühlt sich zwar entspannt an, belastet das Gehirn jedoch stärker als viele denken.
Bildschirme liefern ständig neue Reize. Das Gehirn verarbeitet Informationen, Bilder und Benachrichtigungen pausenlos weiter. Dazu kommt das blaue Licht der Displays, das den Schlaf beeinträchtigen kann.
Die Folge: Der Körper ruht zwar, mental findet jedoch kaum Regeneration statt.
Tipp: Bewusst Zeit ohne Bildschirm einplanen. Ein Spaziergang, eine Velotour oder ein Treffen mit Freunden können deutlich besser zur Erholung beitragen.
So gelingt der echte Neustart
Experten sind sich einig: Wer sich wirklich erholen möchte, sollte die Art der Aktivität wechseln.
Wer unter der Woche viel sitzt und am Computer arbeitet, profitiert am Wochenende besonders von Bewegung an der frischen Luft. Schon ein längerer Spaziergang, eine Wanderung oder eine Velofahrt können helfen, Stress abzubauen und den Kopf freizubekommen.
Der wichtigste Grundsatz lautet: Erholung bedeutet nicht, gar nichts zu tun – sondern etwas anderes zu tun als im Alltag.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.