Darum gehts
- Laut einer Langzeitstudie können Kaffee und Tee das Demenzrisiko senken und die Gehirngesundheit fördern
- Als optimale Menge gelten etwa 2-3 Tassen Kaffee oder 1-2 Tassen Tee pro Tag
- Die Ergebnisse basieren auf Daten von rund 131'000 Personen, die über einen Zeitraum von 43 Jahren erhoben wurden
Ist der morgendliche Kaffee mehr als nur ein Wachmacher? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Wissenschaft schon lange. Jetzt gibt es gute Neuigkeiten für alle Kaffeeliebhaberinnern und Kaffeeliebhaber – und davon gibt es in der Schweiz viele. Laut Zahlen der internationalen Kaffeeorganisation trinken wir hierzulande 1069 Tassen pro Kopf und Jahr.
Eine grossangelegte Beobachtungsstudie hat die Daten von zwei Gesundheitsstudien («Nurses’ Health Study» und «Health Professionals Follow-up Study») ausgewertet. Demnach können Kaffee und Tee unsere grauen Zellen vor dem Abbau bewahren, wie das Deutsche Gesundheitsportal berichtet.
Was 43 Jahre Forschung über Kaffee verraten
Das Besondere an der Untersuchung ist die Dauer und die grosse Teilnehmerzahl. Über einen Zeitraum von bis zu 43 Jahren wurden mehr als 86'000 Frauen und 45'000 Männer medizinisch begleitet. Sie machten alle zwei bis vier Jahre genaue Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten. Zu Beginn der Untersuchung hatte niemand Demenz oder Parkinson.
Während der Beobachtungszeit traten rund 11'000 Fälle von Demenz auf. Die Forschenden fanden einen bedeutenden Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und einem niedrigeren Demenzrisiko. Menschen, die regelmässig Kaffee tranken, wiesen ein deutlich geringeres Risiko auf, an Demenz zu erkranken. Auch Teetrinker profitierten von einer besseren geistigen Leistungsfähigkeit und einem kleineren Demenzrisiko.
Bei Menschen, die koffeinfreien Kaffee tranken, konnten die Forscher keinen schützenden Effekt feststellen. Es scheint also vor allem das Koffein oder die spezifische Kombination von Inhaltsstoffen in koffeinhaltigen Getränken zu sein, die das Gehirn schützt.
Wie viele Tassen sind ideal?
Eine weitere wichtige Erkenntnis war, dass die Kurve nicht linear verläuft. Das heisst, mehr koffeinhaltiger Kaffee schützt nicht unbedingt besser vor Demenz. Die stärksten positiven Effekte zeigten sich bei einer moderaten Menge: 2 bis 3 Tassen koffeinhaltiger Kaffee oder 1 bis 2 Tassen Tee sind laut der Studie optimal.
Ein gesünderes Leben beginnt im Kopf. Das belegen diverse Studien. Genau hier setzt der Longevity-Navigator an. Über zehn Wochen hinweg erhältst du wöchentlich Impulse und Hintergründe, wie du mit dem richtigen Mindset dein Wohlbefinden stärkst. Dazu gibt es praktische Alltagstipps, die nachhaltige Veränderungen ermöglichen – unterstützt vom Healthy Longevity Center der Universität Zürich.
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Der genaue biologische Mechanismus ist zwar noch nicht vollständig geklärt. Doch die Daten von über 40 Jahren Forschung sind laut den Experten ermutigend. Der morgendliche Kaffee oder Tee tut also vermutlich nicht nur der Seele gut, sondern hält auch die grauen Zellen fit.