Unpassender Babyname
Zehn Prozent der Mütter sind unzufrieden mit ihrer Namenswahl

Einen passenden Vornamen fürs ungeborene Kind zu finden, ist für viele Eltern schwierig. Sie wälzen Listen tausender Namen, prüfen Bedeutung und Klang – und trotzdem bereuen viele Mütter später ihre Wahl.
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Gemäss einer Umfrage sind knapp zehn Prozent der Mütter im Nachhinein unzufrieden mit ihrer Namenswahl.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Analyse: 10 % der Mütter bereuen Babynamen-Wahl, kritisiert oder unpassend
  • Nach Geburt: 21 % zweifeln im ersten Jahr, später nur 6 %
  • Schweiz: Namensänderung möglich, erfordert objektive oder subjektive Unannehmlichkeit
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Schweizer Illustrierte

Für viele werdende Eltern ist dies die Frage aller Fragen: Wie sollen wir unser Kind nennen? Auch das Umfeld rätselt oft schon während der Schwangerschaft, für welchen Namen sich die Eltern entscheiden werden, und teilt gerne Favoriten und No-Gos mit. Ist das Baby dann auf der Welt, interessiert nach dem Gesundheitszustand und dem Geschlecht sofort der Name. Kein Wunder, schliesslich soll er das kleine Wesen ein Leben lang begleiten.

Im Idealfall wird der Babyname dann von Freunden und Verwandten mit Wohlwollen aufgenommen, lässt sich gut aussprechen und schlecht verhunzen. Überraschend oft sind es aber die Eltern selbst, die irgendwann nicht mehr überzeugt sind von ihrer eigenen Namenswahl.

Kritik, Spott oder schlicht unpassend

Gemäss einer Analyse der Webseite babycenter.com, bei der 478 Mütter befragt wurden, stellte sich heraus, dass sich knapp zehn Prozent der Frauen nicht mehr für denselben Babynamen entscheiden würden und ihre Namenswahl bereuen. 20 Prozent der befragten Mütter bevorzugen es deshalb, ihr Kind bei einem Spitznamen zu nennen oder bei seinem Mittelnamen. Einige Gründe dafür:

  • Die Mütter wurden für die Namenswahl kritisiert oder verspottet.
  • Der Name passt gemäss den Müttern nicht zur Persönlichkeit des Kindes.
  • Der Name gefällt zwar, stellte sich aber als zu ungewöhnlich heraus.

Im Laufe der Zeit bereuen jedoch immer weniger Mütter ihre Namenswahl. So gaben 15 Prozent an, dass sie einen Monat nach der Geburt mit der Namenswahl unzufrieden waren. Bei 21 Prozent kamen diese Gefühle innerhalb des ersten Jahres auf. Danach entstehen sie aber seltener: Nur sechs Prozent der Befragten bekamen nach dem ersten Geburtstag ihres Kindes den Eindruck, sich für den falschen Namen entschieden zu haben.

Eine Namensänderung ist möglich, aber nicht ganz einfach

Doch was tun, wenn man sich wirklich nicht mit dem Kindernamen anfreunden kann? In der Schweiz ist es zwar möglich, den Namen des eigenen Kindes ändern zu lassen, aber es müssen einige Kriterien erfüllt sein. Gefällt er den Eltern schlicht nicht mehr, reicht das nicht als Grund. Es muss mindestens eine nachweisbare objektive oder subjektive Unannehmlichkeit für die betreffende Person vorliegen. Ob das der Fall ist, liegt im Ermessen der zuständigen Behörde. Ausserdem müssen alle Erziehungsberechtigten mit der Namensänderung einverstanden sein.

Manchmal brauchts etwas Zeit

Auch wenn Zweifel an der Namenswahl häufiger sind, als viele denken, bleibt der Vorname für die meisten Familien etwas sehr Persönliches. Mit der Zeit wächst er oft einfach mit dem Kind mit – und wird genau deshalb doch noch zum perfekten Namen.

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