Seit vielen Generationen gut
7 «verstaubte» Erziehungstricks, die immer noch funktionieren

Jede Eltern-Generation erzieht ihre Kinder neu. Aber manche Erziehungstricks haben nie ausgedient. Diese sieben Dinge haben schon unsere Urgrosseltern getan – und sie funktionieren in modernen Familien immer noch.
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Ein klares «Nein» hilft Kindern, Grenzen zu respektieren – und stärkt ihren Mut, selbst für sich einzustehen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Erziehungstipps für Eltern: Nein sagen, Frischluft und weniger Überforderung
  • Kinder leiden unter vollen Terminkalendern, Burn-outs bereits in Grundschule
  • Seit Bildschirmeinführung verbringen Kinder drastisch weniger Zeit draussen
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Schweizer Illustrierte

1. Öfters mal Nein sagen

Habt keine Angst davor, das kleine Wörtchen «Nein» zu euren Kindern zu sagen! Keine Sorge, sie verkraften das schon, wenn sie nicht immer ihren Willen kriegen. Ein «Nein» bringt viel Gutes in den Familienalltag. Erstens lernen die Kinder dadurch, Grenzen zu respektieren. Andererseits ermutigen wir sie, selber den Mut für ein klares «Nein» aufzubringen.

2. Mehr Frischluft schnappen

Es ist nicht nur ein Bauchgefühl: Kinder verbringen tatsächlich von Generation zu Generation weniger Zeit an der frischen Luft. Seit es Bildschirme gibt, hat sich dieses Problem noch einmal drastisch verschärft. An Sonnentagen gehts ja noch, aber wann seid ihr zuletzt mit euren Kindern im Regen rumgerannt und durch Pfützen gehüpft? Zeit, das wieder einmal zu tun. Es ist der Gesundheit, auch der psychischen, in so vielerlei Hinsicht zuträglich. Und tut dem Familiengefühl gut.

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3. Nur nicht überfördern

Unsere Grosseltern sind auch irgendwie erwachsen geworden, obwohl sie weder Frühenglisch noch Musikförderklasse besucht haben. Es ist gut, die Interessen eines Kindes wahrzunehmen und deren Entwicklung zu unterstützen. Aber die grassierende «Überförderung» führt zu Überforderung. Allzu volle Terminkalender führen dazu, dass mittlerweile bereits Kinder in der Grundschule an Burn-outs erkranken. Lassen wir den Kindern doch wieder mehr Zeit, in der sie unbeobachtet, unverplant und ungestört ihre eigene Welt erkunden dürfen.

Schon Kinderarzt Remo Largo pflegte zu sagen: «Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.» Er plädierte zu Lebzeiten dafür, Kindern mehr Freiraum zu lassen, statt sie ins Frühförderungskorsett zu stecken.

4. Konsequent auf Regeln beharren

Kaum ein Elternpaar vermittelt seinen Kindern noch den klassischen Knigge. Wieso eigentlich? Der berühmte Erfinder der Benimm-Tipps hatte schliesslich nicht vor, uns mit seinen Regeln zu plagen, sondern wollte einfach nur ein angenehmeres Zusammenleben für alle erreichen. Selbstverständlich dürfen wir unsere eigenen Regeln für gutes Benehmen aufstellen, aber auf diesen zu beharren, macht absolut Sinn. Man nehme die Situation Familientisch: Wenn Eltern auf ein gutes Benehmen beim Essen bedacht sind und dieses auch von ihren Kindern verlangen, profitieren alle davon. 1. Fällt weniger Wäsche an, weil sauberer gegessen wird. 2. Können die Eltern ihr Essen auch geniessen. 3. Lernen die Kinder, welches Verhalten zu Tisch allgemein als akzeptabel gilt, was sie später vor unangenehmen Situationen bewahrt.

5. Der gute alte Ämtliplan

Die Familie ist ein Trainingszentrum. Hier lernen Kinder in einem geschützten Rahmen, dass eine Gesellschaft nur funktionieren kann, wenn alle zusammenarbeiten. Zu einer guten Erziehung gehört, dass Kinder lernen, im Haushalt gewisse Arbeiten zu erledigen. Die sogenannten Ämtli sind in vielen Familien in Vergessenheit geraten. Dabei haben sie nicht nur einen tollen Lerneffekt, sondern auch viele weitere Vorteile! Kinder lernen, den Wert von unbezahlter Arbeit zu erkennen. Sie entwickeln Skills für ihren eigenen Haushalt. Sie entlasten die Eltern.

6. Risikokompetenz statt Risikofreiheit

Kinder, deren Eltern jede Gefahr aus dem Weg räumen und jedes Risiko vermeiden, lernen nicht, zu leben. Sie entwickeln weder Konfliktfähigkeit noch Resilienz. Und schon gar nicht die Fähigkeit, ihre eigenen Fähigkeiten gesund einzuschätzen und Risiken zu beurteilen. Kurz und gut: Überbehüten ist die wohl schädlichste grassierende Erziehungskrankheit in der heutigen Elterngeneration.

7. Der heilige Sonntag

Wisst ihr noch, als man sonntags nicht einkaufen konnte, weil alle Läden geschlossen waren? Und wie gut es damals tat, einen Tag zu haben, an dem man einfach nichts tun muss, weil gar nichts möglich war? Wir sagen nicht, dass es der Sonntag sein muss... aber ein regelmässig wiederkehrender Abstand vom Konsumwahnsinn der westlichen Welt sorgt für die Entwicklung eines nachhaltigen Mind-Sets. Und falls bei den Kindern deswegen Langeweile aufkommt, freut euch. Denn diese ist wahnsinnig gut für die Entwicklung!

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