Jungs und ihre Eigenheiten
Diese 5 Dinge sollten Mütter von Jungs wissen

Babybuben sind etwas ganz Besonderes! Ihr glaubt uns nicht? Dann lest mal unsere Liste der Dinge, auf die sich Eltern von Jungs vorbereiten müssen.
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Der Volksmund sagt Müttern mit Söhnen schon immer eine besondere Bindung nach.
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Schweizer Illustrierte

Sind Buben anders als Mädchen? Was die rein biologischen Merkmale angeht, ohne Zweifel. Aber der Rest vom Menschen, inwiefern unterscheidet der sich? Oder ist der sichtbare Unterschied zwischen Jungs und Mädchen etwa anerzogen? Dieses Fass wollen wir hier nicht auftun.

Dafür verraten wir werdenden Müttern, die Bubenmamas werden, worauf sie sich getrost schon mal einstellen können. Mit einem Augenzwinkern, versteht sich.

1

Jungs pinkeln ihre Eltern an

Es wird geschehen, ganz bestimmt. Euer Bub wird euch anpinkeln. Während des Windelwechsels fühlen sich neugeborene Bübchen einfach so wahnsinnig wohl, dass sie gerne mal Wasser lassen. Und das kann in alle erdenklichen Richtungen gehen. Am besten lasst ihr den kuschelig warmen Kinderzimmerteppich neben dem Wickeltisch also vorerst lieber zusammengerollt im Estrich. Und legt auch gleich ein saugfähiges Tuch bereit, mit dem ihr den Pipi-Strahl abfangen könnt, wenns dann losgeht. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. 

Mädchen pinkeln übrigens auch sehr gerne auf dem Wickeltisch, aber das ist naturgemäss leichter zu kontrollieren und geht selten bis nie ins Auge. Während Buben ... ach, am besten einfach auch eine Schutzbrille bereitlegen. 

2

Wild, wilder, Jungshaushalt!

Wie gesagt, die Ursache werden wir in diesem Artikel nicht eruieren. Aber: In Jungshaushalten gehts oft wild, laut und ungestüm zu und her. «Jungs bewegen sich in der Regel häufiger und lieber als Mädchen. Das wird jeder bestätigen, der von Berufs wegen mit kleinen oder grösseren Kindern zu tun hat», sagt Heidemarie Brosche, die Autorin des Buches «Jungs-Mamas». «Wenn man sie zu lange zum Stillsitzen verdammt, überkommt einen das Gefühl von nicht artgerechter Haltung.»

Pro-Tipp einer Bubenmama aus der Redaktion: Verlegt das Familienleben so oft wie möglich nach draussen (so geht in der Wohnung nichts zu Bruch) und legt euch einen «Pamir»-Gehörschutz zu, um den Lärm einfach auszublenden. 

3

Kampfeslust macht noch keine Gewalttäter

Um bei der mit drei Söhnen sehr erfahrenen Expertin Brosche zu bleiben: Wo Buben leben, kommt es höchst wahrscheinlich auch öfter zu Kämpfen. Viele Jungs zeigen reges Interesse an Kampfhandlungen. Sie sind fasziniert von Kampfkunst, lieben es, sich spielerisch zu prügeln und am Boden zu wälzen. 

Sorgen muss einem die Kampfeslust eines Kindes (ja, natürlich gibt es auch prügelnde Mädchen) nicht machen. Brosche sagt, ihre drei Jungs hätten alle sehr gerne gekämpft und keiner sei zum Gewalttäter geworden. Von Kampfverboten hält die Autorin nichts. «Die Freude am Kämpfen durch Verbot oder pädagogische Bemühungen zu unterdrücken, ist nicht zielführend.» Dieser Meinung ist auch Pädagoge und Genderforscher Reinhard Winter: Er meint, Raufen sei nichts Schlimmes per se. Man sollte ihnen das nicht verbieten. Denn beim Raufen lernen Buben unter anderem, sich auf gesunde Art zu behaupten oder nachzugeben. «Niemand will sich gerne wehtun. Deshalb legen Jungs auch von sich aus oft Regeln fest, wo und wann und wie man raufen darf.»

Was man als Mama tun kann, wenn der Bub gerne rauft? Mitkämpfen. Ist definitiv lustiger als erwartet.
Foto: Getty Images/Westend61
4

Qual der Namenswahl

Ist ein Mädchen unterwegs, so haben Eltern aus einer schier endlosen Liste an Vornahmen die Wahl. Bei Buben empfinden Eltern die Namensauswahl meist als weniger vielfältig. Irgendwie scheint sich bei den Jungsnamen alles zu wiederholen. Empfindet ihr das auch so?

5

Muttersöhnchen gibts wirklich

Der Volksmund sagt Müttern mit Söhnen schon immer eine besondere Bindung nach. Da steckt ein Kern Wahrheit drin. Mütter behandeln ihre Söhne offenbar intuitiv anders als ihre Töchter. Nur schon, weil Mütter ja selbst nie kleine Jungs waren. Sie können sich also weniger gut in ihre Söhne hinein versetzen. Allerdings sagt die Wissenschaft auch, dass Mütter eher die Wünsche von Söhnen berücksichtigen und in den ersten Lebensjahren mehr mit ihren Söhnen kuscheln als mit ihren Töchtern. Es ist auch erwiesen, dass Söhne tendenziell länger zu Hause leben.

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