Ende der Pressekonferenz
Die Pressekonferenz zu der brutalen Gewalttat in Villach ist beendet. Innenminister Gerhard Karner, Landeshauptmann Peter Kaiser und Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiss ziehen sich nach einigen Fragen von anwesenden Journalisten wieder zurück.
Täter habe Erschiessung in Kauf genommen
Auf die Frage, ob sich der Täter nach der Tat habe erschiessen wollen, antwortet Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiss, dass der 23-jährige Syrer eine Erschiessung in Kauf genommen hätte. Er habe zudem einen Treueschwur auf den IS abgelegt. Ob der Täter diesen aber irgendwo hochgeladen habe, sei derzeit noch Sache der Ermittlungen. Die Polizei werde auch das komplette Umfeld des Messerangreifers untersuchen, so Kohlweiss.
Täter wird wegen Mord und versuchtem Mord angeklagt
Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiss tritt ans Rednerpult. Sie fasst nochmals die wichtigsten Punkte der Gewalttat zusammen. Bei den Verletzten handle es sich um zwei 15-Jährige und drei Personen im Alter von 28, 32 und 36 Jahren. Drei von ihnen befänden sich noch in intensivmedizinischer Behandlung. Die akute Lebensgefahr sei jedoch für den Moment gebannt.
Beim Beschuldigten handelt es sich um einen 23-jährigen syrischen Staatsbürger. Nach derzeitigem Stand handle es sich um einen Asylbewerber, so Kohlweiss. Der Täter werde nun wegen Mordes und versuchten Mordes angeklagt. Er war bis gestern nicht polizeibekannt, so die Landespolizeidirektorin.
In der Wohnung habe es zudem eindeutige Hinweise auf islamistisch-radikales Gedankengut gegeben. Es gab in der Wohnung zwar keine Waffen oder gefährliche Gegenstände, jedoch eine IS Flagge, so Kohlweiss. Aktuell wird das Handy des Täters ausgewertet. Die Polizei geht von einer schnellen Online-Radikalisierung aus. Die Polizeipräsenz in Kärnten werde nun verstärkt, es gebe derzeit jedoch keine Hinweise auf Gefährdung.
«Wir werden vieles überdenken müssen»
Nun tritt Landeshauptmann Peter Kaiser ans Mikrofon. Er spricht allen Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und bedankt sich ebenfalls bei allen Einsatz- und Rettungskräften. Es sei mit aller Härte auf den Anschlag zu reagieren, so Kaiser. Es würden nun alle Gesetze und Regelungen überprüft und geschaut, wo Anpassungen gemacht werden könnten. «Wir werden vieles überdenken müssen», so der Landeshauptmann. Am Dienstag werde zudem ein Sicherheitsgipfel in Kärnten stattfinden.
Erste Ermittlungsergebnisse zeigen: islamistischer Anschlag mit IS-Bezug
Laut Karner handelt es sich bei der Bluttat vom Samstagnachmittag um einen islamistischen Anschlag mit IS-Bezug. Dies hätten erste Ermittlungsergebnisse ergeben. Der Attentäter habe sich in kürzester Zeit über das Internet radikalisiert, so der österreichische Innenminister.
«Es tut so unglaublich weh, hier stehen zu müssen»
Innenminister Gerhard Karner eröffnet die Pressekonferenz. «Es tut so unglaublich weh, hier stehen zu müssen und zu erklären, dass ein 14-Jähriger getötet und fünf weitere Personen verletzt wurden.» Er bedankt sich bei allen Einsatzkräften, die gestern im Einsatz waren und es noch immer sind.
Regierung und Polizei treten vor die Medien
Nach der Messerattacke in Villach mit einem Toten und mehreren Verletzten ist für 11.30 Uhr eine Pressekonferenz im Hof des Stadtpolizeikommandos Villach angesetzt. Teilnehmer sind Innenminister Gerhard Karner (ÖVP), Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiss.
Bei einem Messerangriff eines Syrers (23) auf mehrere Passanten am Samstagnachmittag in Villach Österreich, wurde ein Jugendlicher (14) getötet und fünf Personen verletzt, drei davon befinden sich auf der Intensivstation.
Zwei Opfer wurden laut Polizeiangaben leicht verletzt. Bei der Tatwaffe handelt es sich um ein Klappmesser mit einer zehn Zentimeter langen Klinge. Die Polizei informiert ab 11.30 Uhr in einer Pressekonferenz über die Bluttat.