Todesdrama in den Alpen
Zehn Bergsteiger sterben an einem Wochenende

In den nordwestlichen Alpen forderte eine Serie schwerer Bergunfälle innerhalb von 24 Stunden zehn Todesopfer. Betroffen waren verschiedene Routen und Gruppen in Italien und Frankreich. Trotz Sommerwetter herrschten gefährliche Hochgebirgsbedingungen.
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Am Gran Paradiso kamen drei Bergsteiger aus dem Trentino bei einem Absturz an der Nordwand ums Leben. (Archivbild)
Foto: imago/imagebroker

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In den Alpen ereigneten sich innerhalb des vergangenen Wochenendes mehrere schwere Bergunfälle mit 10 Todesopfern
  • Betroffen waren verschiedene Alpinisten- und Klettergruppen
  • Trotz Sommerwetters herrschten in grossen Höhen weiterhin gefährliche Bedingungen
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Gina Grace ZurbrüggRedaktorin News

Die nordwestlichen Alpen sind von einer dramatischen Unglücksserie erschüttert worden. Innerhalb des vergangenen Wochenendes verloren im Aostatal sowie rund um das Mont-Blanc-Massiv auf italienischer und französischer Seite insgesamt zehn Alpinisten ihr Leben.

Das letzte Opfer wurde laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Samstag im Gebiet des Brenva-Gletschers am Mont Blanc gefunden.

Tragödie am «Einsteiger-Viertausender»

Besonders tragisch endete eine Tour am Gran Paradiso (4061 m), dem höchsten Berg Italiens ausserhalb des Mont-Blanc-Massivs. Drei Bergsteiger aus dem Trentino stürzten am Freitag an der Nordwand mehrere Hundert Meter in die Tiefe und kamen ums Leben. Der Gran Paradiso gilt als einer der zugänglichsten Viertausender der Alpen. Wegen seiner vergleichsweise einfachen Normalroute wird der Gipfel oft von verschiedenen Alpenklubs als ideales Ziel für erste Erfahrungen im Hochgebirge empfohlen. Die Bergrettung wurde nach einem Notruf alarmiert. Die Einsatzkräfte fanden die drei Verunglückten schliesslich auf rund 3600 Metern Höhe.

Geschwisterpaar stirbt am Mont Maudit

Nur wenige Stunden später ereignete sich im Mont-Blanc-Massiv ein weiterer tödlicher Unfall. Am Mont Maudit (4465 m) kamen am Samstagmorgen ein Mann (†24) und seine Schwester (†26) aus Savoyen ums Leben. Die beiden waren auf dem anspruchsvollen Kuffner-Grat unterwegs, einer klassischen, aber exponierten Route mit schmalen Firnschneiden und technisch heiklen Passagen. Ein slowakischer Bergführer hörte plötzlich Steinschlag und alarmierte die Rettungskräfte. Für die Geschwister kam jede Hilfe zu spät – sie konnten nur noch tot geborgen werden.

Im selben Gebiet stürzte zudem eine weitere Dreierseilschaft ab. Die drei Alpinisten überlebten jedoch mit Verletzungen und wurden von Rettungskräften in Sicherheit gebracht, wie die Ansa berichtete. Zu den Opfern der Unglücksserie gehört auch ein Skitourengänger (44). Er stürzte am Brenva-Sporn auf der italienischen Seite des Mont Blanc schwer ab. Sein Tourenpartner musste das Unglück mitansehen.

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Franzose stirbt am Matterhorn

Ein weiterer tödlicher Unfall ereignete sich am Pic Tyndall (4241 m), einem markanten Vorgipfel des Matterhorns auf italienischer Seite. Auf der italienischen Normalroute kam ein französischer Bergsteiger ums Leben. Sein Seilpartner überlebte den Absturz. Die Bergung erfolgte durch die Air Zermatt gemeinsam mit der Bergrettung des Aostatals.

Am Monte Pasubio in den italienischen Voralpen stürzten im Gebiet Sojo d'Uderle auf der Seite von Vicenza am Sonntag zwei Kletterer, ein Mann (†26) und eine Frau (†25), rund 100 Meter in die Tiefe und verloren ihr Leben. Ein dritter Alpinist aus derselben Gruppe konnte laut stol.it gerettet werden. Dichter Nebel erschwerte die Rettungsarbeiten erheblich und verzögerte den Einsatz der Bergretter.

Sommerliche Temperaturen sorgen für mehr Risiken

Die genauen Ursachen der einzelnen Unfälle werden derzeit von den zuständigen Behörden untersucht. Die Unglücke ereigneten sich während einer Schönwetterphase, die zahlreiche Bergsteiger in die Hochalpen lockte. Die Rettungsdienste warnen jedoch vor einer trügerischen Sicherheit.

Trotz sommerlicher Temperaturen herrschen in grossen Höhen bereits Bedingungen, wie sie normalerweise erst später in der Saison anzutreffen sind. Schnee, Eis und instabile Verhältnisse können das Risiko auf anspruchsvollen Hochtouren deutlich erhöhen.

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