Darum gehts
- Die deutsche Fitness-Influencerin Sophia Thiel ist drei Tage am Greenfield Festival
- Sie mag Metal sehr und hört diese Stilrichtung auch gerne im Training
- Sophia Thiel ist begeistert von den Schweizern und der Natur
Die deutsche Bloggerin und Youtuberin Sophia Thiel (31) besucht dieses Jahr erstmals das Greenfield Festival in Interlaken BE. Wie passen eine Fitness-Influencerin und ein Metal-Happening zusammen? «Ich habe schon immer gerne Metal gehört, auch beim Training, das pusht so richtig», sagt Thiel gegenüber Blick.
«Ich war bereits ein paar Mal am Wacken Open Air, wo auch die harten Klänge dominieren. Deshalb habe ich mich sehr über die Einladung ans Greenfield gefreut. Hier ist es etwas familiärer und kleiner als in Wacken, das finde ich schön.»
«Wichtig ist die Balance»
Und Thiel widerspricht dem Klischee, das viele Leute von Metal-Fans im Kopf haben: Bier trinken, Fast Food essen, rumsitzen. «Das Publikum ist bunt gemischt. Ich habe schon viele Leute getroffen, die sehr fit aussehen und ins Gym gehen. Und Essen kann man hier durchaus gesund, die Auswahl ist gross. Wer nur Bier trinken will, soll das gerne tun. Das ist jedem selber überlassen.»
Es sei wichtig, insgesamt eine gute Balance zu finden. «Einerseits diszipliniert zu sein und auf sich achtzugeben, aber dann auch mal loszulassen und einen Festivaltag zu geniessen. Früher war ich äusserst streng mit mir und habe nie eine Ausnahme gemacht. Das war nicht gut und ich habe mich in ein verkrampftes Essverhalten hineinmanövriert.»
Man dürfe ruhig auch mal Süssigkeiten oder einen Hotdog essen. «Früher wäre ich nie an ein Festival gegangen, weil ich in Panik verfallen wäre, meinen Trainingsplan nicht durchziehen zu können. So habe ich mich aber nur verkrampft und habe viel verpasst.»
Über das Publikum und die Schweizer im Allgemeinen gerät Thiel ins Schwärmen. «Es ist mir schon oft aufgefallen an Metal-Konzerten: Das sind alles tiefenentspannte und unglaublich freundliche Menschen. Ich bin zum ersten Mal länger in der Schweiz und ihr seid superherzig. Nur schon wegen der Sprache bin ich ganz angetan. Ich finde es rührend, wenn ich um ein ‹Föteli› angefragt werde oder wenn man mir ein ‹Pröbli› von einem Getränk anbietet. Nur die ‹Fränkli› schwinden etwas schnell. Ultragünstig ist die Schweiz nicht gerade.»
Mit dem Sprachverständnis hat Thiel keine Probleme. «Ich wurde oft erkannt und angesprochen in den letzten zwei Tagen. Und ich verstehe die Leute gut, ich komme aus Bayern, das ist ja nicht weit weg. Mein Freund, der auch dabei ist, stammt aus Berlin. Der tut sich etwas schwerer.»
Wäre ihr Lebensmittelpunkt nicht in Deutschland, könnte sich Thiel einen Umzug vorstellen. «Die Natur ist unglaublich. Und die Berge sind ein Traum. Wir haben schon zueinander gesagt: Ihr Schweizer müsst doch irgendwas in eure Flüsse und Seen schütten, damit die so blau sind. Man denkt, das kann nicht real sein. Wir sind beide total geflasht.»
Auch das Programm gefällt Thiel. Am Freitag war sie am Konzert von Sepultura. Besonders gefallen haben ihr auch Architects, A Day To Remember oder Ice Nine Kills. «Und natürlich In Extremo. Diese Jungs kenne ich persönlich.»
Und punkto Matsch kann sie Entwarnung geben: «Der Boden ist stabil und trocken. Ich bin bereit für den letzten Festivaltag.»
Das Greenfield Festival dauert noch bis Samstagabend spät.