Darum gehts
- Insekten im Frühling und Sommer gefährlich für Mensch und Tier
- Eichenprozessionsspinner verursacht allergische Schocks bei Kontakt mit Brennhaaren
- Stiche von Wespen oder Hornissen lebensbedrohlich im Mund- und Halsbereich
Im Frühling und im Sommer sind vermehrt Insekten in Parks, Gärten und auf Wiesen unterwegs. Hunde und Katzen kommen durch ihren Jagd- und Spieltrieb schnell mit Wespen, Spinnen oder Ameisen in Kontakt. Dabei können schmerzhafte oder gefährliche Reaktionen entstehen, da Giftstoffe über Schleimhäute aufgenommen werden. Auch für Menschen können einige Insekten gesundheitsschädlich sein – besonders bei Allergien ist schnelles Handeln wichtig.
«Viele Notfälle lassen sich vermeiden, wenn Menschen wissen, welche Insekten gefährlich werden können», so die PTA-Fachreferentin für tierische Mitbewohner und Tierpsychologin Jana Hoger.
Eichenprozessionsspinner
Die Brennhaare können starke Reizungen, Schwellungen, Atemprobleme und allergische Reaktionen verursachen. Bei starken Symptomen ist tierärztliche Hilfe nötig.
Auch beim Menschen führen sie häufig zu Hautausschlag und Atembeschwerden. Bei starken Symptomen medizinische Hilfe aufsuchen.
Bienen, Wespen und Hornissen
Stiche sind schmerzhaft. Im Mund- oder Rachenraum sind sie zudem potenziell gefährlich, da Schwellungen die Atmung behindern können. Auch beim Menschen sind allergische Reaktionen möglich. Bei einem Stich gilt in jedem Fall: Stachel entfernen und betroffene Stelle kühlen, bei Atemnot sofort Hilfe aufsuchen.
Grashüpfer und Heuschrecken
Diese Insekten sind für Katzen und Hunde ungiftig, können aber im Mundbereich Verletzungen verursachen oder beim Verschlucken zu Problemen führen. Dazu zählen etwa Würgen, Erbrechen oder Appetitlosigkeit.
Für Menschen sind Grashüpfer und Heuschrecken in der Regel ungefährlich.
Nosferatu-Spinne
Der Biss ähnelt einem Wespenstich und kann Schwellungen, Schmerzen und Rötungen verursachen. In den meisten Fällen reicht Kühlen aus. Bei starken oder allergischen Reaktionen sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
Beim Menschen ist der Biss ebenfalls meist schmerzhaft, aber in der Regel harmlos.
Asiatischer Marienkäfer
Der ursprünglich aus Ostasien stammende Käfer hat sich in den vergangenen Jahren auch in Mitteleuropa ausgebreitet und kann ein gelbliches Abwehrsekret absondern, das gesundheitsschädlich sein kann. Wird es aufgenommen, kann das zu Erbrechen, Durchfall oder Reizungen der Schleimhäute führen. Fressen Hunde einen Asiatischen Marienkäfer, sind eine Spülung des Mundbereichs und tierärztliche Abklärung sinnvoll.
Beim Menschen kann das Sekret Haut- oder Schleimhautreizungen verursachen.
Rote Ameisen
Rote Ameisen geben ein reizendes Sekret ab, weshalb ihre Bisse sehr schmerzhaft sein können. Häufig kommt es zu Schwellungen, Rötungen oder kleinen Pusteln. Kühlen lindert Schmerzen und Juckreiz. Bei starken Reaktionen oder bekannten Allergien kann ein Antihistaminikum notwendig sein. Haustierbesitzer sollten die Anwendung und Dosierung mit einem Tierarzt abklären.
Auch Menschen reagieren oft mit schmerzhaften Hautreizungen auf Ameisenbisse.
Stinkwanzen und Ölkäfer
Stinkwanzen und Ölkäfer sind nicht giftig, setzen jedoch ein übelriechendes Abwehrsekret frei. Das kann zu Speichelfluss, Übelkeit oder leichtem Durchfall führen. In der Regel klingen die Beschwerden rasch wieder ab. Eine Spülung des Mundbereichs kann helfen.
Auch bei Menschen kann das Sekret Hautreizungen oder Übelkeit verursachen.