Darum gehts
- Bewusstes Einkaufen: weniger Verarbeitung, kurze Zutatenlisten, regionale Produkte
- Industriell verarbeitete Lebensmittel sind oft minderwertig und enthalten Zusatzstoffe
- Rohprodukte und regionale Lebensmittel garantieren höhere Qualität
Eine kluge Frage – und ein gutes Ziel fürs neue Jahr!
Kurze Zutatenliste
Am besten sind Zutaten ohne Zutatenliste. Wie Rüebli: Sie bestehen aus Rüebli – ohne Zusatzstoffe. Aber weil wir auch verarbeitete Lebensmittel brauchen, müssen wir genau lesen, was drin ist. Beispiel: Auf passierten Tomaten sollte stehen: Tomaten, Kochsalz. Nicht noch Saccharose, Säuerungsmittel, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Ein Gala-Käsli ist auch nicht einfach Frischkäse, sondern eine «Frischkäsezubereitung» mit zusätzlich Magermilchpulver und Speisegelatine.
Sich fragen: Koche ich auch mit solchen Zusatzstoffen?
Möglichst direkt einkaufen
Weniger im Supermarkt kaufen. Statt Fertigpackungen, handwerklich hergestellte Lebensmittel bevorzugen. Mehl und Getreide lieber von der regionalen Mühle. Gutes Brot besser vom Bäcker statt Billigbaguette vom Discounter. Hochwertiges Olivenöl direkt vom Bauern, statt das billige aus der Werbung. Gemüse, Eier und Fleisch lieber im Abo aus der Region, statt im Aktionspack aus dem Ausland.
Merke: Lebensmittel einkaufen ist Vertrauenssache, keine Schnäppchenjagd.
Auf Herkunft achten
Bio ist gut, aber ein Bioprodukt aus anonymer Massenproduktion von weit weg ist weniger gut als ein konventionelles Produkt aus der Region.
Sich fragen: Aus welchem Land kommt es? Hat es jetzt bei uns Saison? Wer hat es produziert? Ist der Erzeuger auffindbar – oder nur eine Marketingfigur?
Weniger kaufen, dafür besser
Qualität beginnt mit Selektion, das Bessere wählen kann aufwendig sein, aber es lohnt sich. Paradox, aber wahr: Wer hochwertig einkauft, gibt schlussendlich weniger Geld aus.
Weniger Verarbeitung
Je mehr etwas industriell bearbeitet ist, desto weniger ist es, was es ursprünglich war.
Zur Orientierung:
- Rohprodukt = gut
- Traditionell verarbeitetes Produkt = oft gut
- Hoch verarbeitetes Produkt = oft schlecht
- Was billig und jederzeit verfügbar ist, wurde meist beschleunigt – auf Kosten von Geschmack und Nährwert.
Mehr Transparenz
Regionalität ist kein Trend, sondern Gewissheit. Man kann hinfahren, nachfragen, vergleichen, den Horizont erweitern. Im Idealfall kann man dem Produzenten die Hand schütteln. Heisst auch: Man unterstützt die Menschen, die dafür gearbeitet haben, und nicht einen anonymen Grosskonzern.
Weniger Blabla, mehr Inhalt
Je lauter die Werbung, je grösser die Marketingaktionen und je schriller die Verpackung, desto weniger Wert hat der Inhalt. Ein Produkt, das vollmundig behauptet, besonders gut, gesund und geschmackvoll zu sein, ist es meistens nicht.
Qualität ist keine Ideologie
Es geht nicht darum, alles richtig zu machen, sondern Schritt für Schritt bewusster einzukaufen. Je besser das gelingt, desto grösser der Genuss!