Alarm in Griechenland
Gefährlicher Kugelfisch breitet sich aus

Gefahr im Mittelmeer: Der Silberwangenkugelfisch bedroht Badegäste in Griechenland. Sein Biss kann schwere Verletzungen verursachen – und der Verzehr ist lebensgefährlich. Experten befürchten eine anhaltende Ausbreitung.
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Ein Rotfeuerfisch wurde kürzlich vor der Küste Montenegros entdeckt. (Archivbild)
Foto: ullstein bild via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Silberwangenkugelfisch breitet sich im Mittelmeer aus und gefährdet Badegäste
  • Sein Biss verursacht schwere Verletzungen, Verzehr wegen Nervengift lebensgefährlich
  • 2026 in griechischen Gewässern, wie Attika und Evia, mehrfach gesichtet
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Gina Grace Zurbrügg

Badegäste in Griechenland sollten derzeit besonders vorsichtig sein. Eine invasive Fischart breitet sich im Mittelmeer immer weiter aus und sorgt für Unruhe. Der Silberwangenkugelfisch wurde bereits in vielen griechischen Gewässern gesichtet. Das griechische Rote Kreuz hat deshalb Warnhinweise veröffentlicht und erklärt, was bei einer Verletzung zu tun ist.

Die Gefahr geht nicht von einem Giftbiss aus, sondern von den kräftigen, schnabelartigen Kiefern des Fisches. «Der Biss dieses Fisches ist zwar nicht giftig, kann aber schwere Verletzungen und starke Blutungen verursachen», warnt das Rote Kreuz.

Das solltest du bei einem Biss tun

Bei einem Biss sollte die Wunde sofort mit sauberem, fliessendem Wasser und Seife gereinigt werden. Danach soll mit einem sauberen Tuch oder einer Gaze Druck ausgeübt werden, um die Blutung zu stoppen.

Bei starken Blutungen sollte der verletzte Körperteil hochgelagert und der Notruf (166 in Griechenland) gewählt werden. Auch kleinere Verletzungen sollten ärztlich kontrolliert werden. Eine fachgerechte Wundversorgung, eine Tetanusimpfung oder das Nähen der Wunde könnten nötig sein.

Verzehr kann tödlich enden

Der Fisch enthält Tetrodotoxin, ein starkes Nervengift, das zu Lähmungen, Atemstillstand und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Kein Teil des Fisches ist für den Verzehr geeignet.

Die Ausbreitung des Kugelfisches ist laut Experten längst kein kurzfristiges Phänomen mehr. Er gefährdet marine Ökosysteme und Fischbestände. Zudem können seine kräftigen Kiefer Fischernetze und Ausrüstung beschädigen. Gesichtet wurde der Fisch zuletzt unter anderem im südlichen Golf von Evia, bei Eritrea, bei Lefkandi sowie entlang der Küste Attikas. Experten gehen davon aus, dass die Bedingungen für seine weitere Ausbreitung noch lange günstig bleiben könnten.

Rotfeuerfisch in der Adria entdeckt

Auch in Montenegro sorgt eine weitere invasive Art für Aufmerksamkeit. Ein Rotfeuerfisch wurde in Dobra Voda unweit von Ulcinj entdeckt. Der aus dem Indischen und Pazifischen Ozean stammende Fisch zählt zu den invasivsten Meeresarten weltweit.

Gefährlich sind vor allem seine giftigen Stacheln. Ein Stich kann starke Schmerzen, Schwellungen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und vorübergehende neurologische Beschwerden auslösen. Im Falle eines Stichs sollte die betroffene Stelle 30 bis 60 Minuten in sehr warmes Wasser (etwa 45 Grad) gehalten werden. Danach sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier. 

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