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Neues iOS bringt Glaseffekte:Apple krempelt die Telefon-App komplett um

Apple pimpt das iPhone – Blick berichtet live aus Kalifornien
«Flüssig Glas»-Design, Live-Übersetzungen und Sprung zu iOS26

Nach 18 Jahren krempelt Apple die Telefon-App komplett um. Das neue iOS bringt Glaseffekte und eine verwirrende Namensstrategie – doch bei KI hinkt der iPhone-Hersteller hinterher.
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An der Entwicklerkonferenz WWDC drehte sich alles um die neuen Betriebssysteme von Apple.
Foto: Apple

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Apple zeigt Features der kommenden Betriebssysteme
  • Fremdsprachige Telefonate werden auf Wunsch live übersetzt
  • Die Funktionen gibts jetzt als Beta-Version und werden im September für alle veröffentlicht
Tobias Bolzern: Digital Redaktor bei Blick.
Tobias BolzernRedaktor Digital

Apple hat an seiner Entwicklerkonferenz WWDC eine umfassende Neugestaltung seiner Betriebssysteme vorgestellt. Das neue System für iPhones erhält ein komplett überarbeitetes Design mit futuristischen Glaseffekten. Herzstück ist das sogenannte «Liquid Glass» (flüssiges Glas). Es ist eine durchscheinende Benutzeroberfläche, die wie echtes Glas das Licht bricht und dynamisch auf Berührungen reagiert. Die Oberfläche passt sich automatisch an den Inhalt an und wechselt intelligent zwischen hellen und dunklen Umgebungen.

Foto: RMS

App-Icons bestehen künftig aus mehreren digitalen Glasschichten und können in verschiedenen Stilen dargestellt werden: von farbintensiv bis komplett transparent. Menüs erscheinen nicht mehr statisch, sondern «wachsen» aus der Stelle hervor, wo der Nutzer tippt. Die Benutzeroberfläche orientiert sich am Design der Vision-Pro-Brille und soll die Grenzen zwischen Hard- und Software verwischen.

Foto: RMS

Neue Telefon-App

Die Telefon-App wird nach 18 Jahren erstmals grundlegend erneuert. Favoriten, Anrufliste und Voicemails verschmelzen zu einer einzigen, scrollbaren Ansicht. Neue Funktionen filtern unerwünschte Anrufe: Unbekannte Nummern werden stumm beantwortet, der Anrufer muss sich vorstellen. Unklar ist, ob es diese Funktion auch auf Deutsch geben wird. Praktisch: Bei Warteschleifen hält die App automatisch den Platz frei – das iPhone klingelt erst, wenn ein echter Mitarbeiter drankommt. Voicemails werden per KI zusammengefasst.

Foto: RMS

Verwirrende Namensstrategie

Apple bricht überraschend mit der bisherigen Nummerierung und führt jahresbasierte Namen ein. Statt iOS 19 heisst es neu iOS 26 – benannt nach dem Jahr 2026. Die Strategie erinnert an Microsofts Windows 95, wirkt aber verwirrend: Die Software erscheint 2025, trägt aber bereits die Jahreszahl 2026. Begründet hat das Unternehmen dies nicht. Auch iPad, Mac, Apple TV und Watch erhalten die neuen Bezeichnungen mit dem Zusatz der Jahreszahl.

MacOS 26 Tahoe wird das gleichzeitig die letzte grosse Version sein, die Intel-basierte Macs unterstützt. Diese älteren Geräte erhalten danach noch drei Jahre lang Sicherheitsupdates, bevor sie vollständig ausgemustert werden. Für Entwickler bedeutet dies das Ende einer Ära: Rosetta, Apples Übersetzungstool für Intel-Apps, wird nur noch bis macOS 27 als universelles Werkzeug verfügbar sein. Danach bleiben nur noch Grundfunktionen für ältere Spiele-Titel bestehen.

Neue Gaming-App

Apple und Gaming – zwei Worte, die historisch gesehen eine schweren Stand haben. Das Unternehmen hat über die Jahre mehrere Anläufe unternommen, im Gaming-Markt Fuss zu fassen. Nun gibt es den nächsten: Die neue Games-App bei iOS 26 soll mehr sein als nur eine App-Sammlung: Sie dient als zentrale Game-Plattform mit eigener Bibliothek, Apple-Arcade-Integration und Funktionenj für Wettkämpfe mit Freunden.

Konkurrenz bei KI

Bei der künstlichen Intelligenz zeigt sich Apple zurückhaltend. Die wichtigste Neuerung: systemweite Übersetzung in Echtzeit. Telefonate und Nachrichten werden künftig direkt und live übersetzt. Und Entwickler erhalten erstmals Zugang zu Apples eigenen KI-Modellen.

Die beliebten Genmoji können nun aus zwei bestehenden Emojis kombiniert werden. Eine Siri-Revolution, die Apple bereits an der WWDC 2024 angekündigt hatte, bleibt aber aus. «Diese Arbeit benötigte mehr Zeit, um unsere hohen Qualitätsstandards zu erreichen», sagte Apple-Manager Craig Federighi während dem Event als Begründung für die Verzögerung.

Während Apple also an Design-Details feilt, preschen Konkurrenten bei KI voran. Google stellte kürzlich leistungsfähigere KI-Modelle vor, Samsung plant eine Partnerschaft mit dem KI-Startup Perplexity. Ja, sogar OpenAI arbeitet an eigenen Hardware-Geräten. Und das ausgerechnet zusammen mit Apples früherem Design-Chef Jony Ive.

Apple steht damit unter Druck. Die KI-Plattform Apple Intelligence startete bereits verspätet, eine geplante Siri-Überarbeitung wurde verschoben. Intern wurde das KI-Management umstrukturiert – ein Zeichen für interne Turbulenzen, hiess es kürzlich.

Die neuen Betriebssysteme mit dem «Liquid Glass»-Design erscheinen im Herbst 2025. Erste Testversionen für Entwickler gibt es ab heute, für alle anderen ab Juli.

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