Neue ICT-Salärstudie
Der Nerd verdient jetzt mehr als sein Chef

Die Schweizer IT-Löhne stagnieren. Doch eine kleine Gruppe zieht davon. Wer KI, Cloud oder Cybersecurity beherrscht, verdient inzwischen deutlich mehr als sein Teamleiter. Das zeigt eine neue Salärstudie.
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130'200 Franken. So viel verdient die Hälfte der erfassten IT-Fachleute mindestens. Der Verband swissICT wertete für seine Salärstudie 37'112 Löhne aus.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jede zweite Person in der Schweizer IT-Branche verdient 130'200 Franken jährlich
  • Senior Experts in KI und Cybersecurity verdienen 177'938 Franken – mehr als Kader
  • 94 Prozent der Firmen erlauben Homeoffice, 83 Prozent zahlen dafür keine Entschädigung
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Tobias BolzernRedaktor Digital

In der Schweizer IT-Branche verdient jede zweite Person mindestens 130'200 Franken im Jahr. Dieser Gesamtmedianlohn geht aus der ICT-Salärstudie 2026 von swissICT hervor. Der Verband wertete dafür 37'112 Löhne von 214 Firmen aus, wie er heute mitteilte.

Gestiegen ist der Medianlohn kaum: 0,2 Prozent. Im Vorjahr waren es 0,4 Prozent, davor 1,7 und 1,8. Der Post-Corona-Boom ist vorbei, schreibt der Verband in seiner Mitteilung. Als Gründe nennt swissICT die Inflation und die künstliche Intelligenz, die den Sektor «massgeblich» verändere. Die Studie rechnet ohne Teuerung.

Know-how schlägt Kaderposition

Der Median verdeckt den eigentlichen Bruch. Wer in der IT die Bereiche Cloud, Cybersecurity, Daten oder KI beherrscht, verdient als «Senior Expert» im Mittel 177'938 Franken. Hier übersteigt die Nachfrage das Angebot, sagt swissICT. Zum Vergleich: Das mittlere Management kommt nur auf 156'000 Franken. Die Fachkarriere hat die Führungskarriere überholt. «Die Regel, dass Erfahrung und Hierarchie automatisch den höchsten Lohn bedeutet, gilt nicht mehr generell», sagt Urs Gurtner-Oesch von swissICT. Entscheidend sei, worauf die Erfahrung beruhe. Auf Senior Experts und oberes Management entfallen 1069 der 37'112 Löhne. Knapp drei Prozent.

Entwicklung Gesamtmedian der Schweizer IT-Löhne.
Foto: SwissICT

Beim unteren Kader zeigt der Pfeil nach unten: Ein Minus von 0,5 Prozent seit 2020. Junioren legten im gleichen Zeitraum um 1,3 Prozent zu, Professionals um 1,9, das obere Management um 17,9, so der Verband.

Homeoffice fast für alle

Wer neu einsteigt, startet mit 80'000 Franken, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Früher absolvierte man eine Ausbildung, startete als Junior und sammelte im Alltag Erfahrung. Heute fordere KI das kritische Denken und die Kreativität heraus, sagt swissICT. Gerade am Anfang der Karriere.

Flexibel arbeiten darf fast jeder: 94 Prozent der befragten Unternehmen erlauben Homeoffice, nur sechs Prozent verlangen die volle Präsenz. Für Homeoffice bezahlt kaum eine Firma. 83 Prozent der Unternehmen entschädigen die Angestellten nicht, 92 Prozent stellen nicht einmal Material.

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