Moderatorin Jennifer Bosshard löst Debatte um Verbot aus
«Ein Kleinkind hat in einem Restaurant nichts verloren!»

Die Moderatorin Jennifer Bosshard wurde mit ihrem Baby in einem Restaurant auf Mallorca abgewiesen. Der Vorfall entfacht eine hitzige Debatte über kinderfreie Lokale.
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Moderatorin Jennifer Bosshard ist vergangenen Herbst erstmals Mutter geworden.
Foto: Ekaterina Fussinger

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Moderatorin Jennifer Bosshard wird mit Baby in Mallorca-Restaurant abgewiesen
  • 80 Prozent von 1300 Befragten erlebten noch nie eine Kinderabweisung in Restaurants
  • Fall entfacht Debatte um gesellschaftliche Ausgrenzung

Moderatorin Jennifer Bosshard verbringt gemeinsam mit ihrem Partner Pascal Schürpf und der fast einjährigen Tochter Ruby einige Ferientage auf Mallorca. Während der Flug und die ersten Ferienmomente laut Bosshard problemlos verliefen, sorgte ein Restaurantbesuch für einen unerwarteten Dämpfer. Die Familie sei mit ihrem Baby abgewiesen worden, erzählte Bosshard in einer Instagram-Story.

Mit diesem Erlebnis ist sie nicht allein. Immer wieder sorgen kinderfreie Restaurants oder Lokale, die Familien den Zutritt verwehren, für hitzige Diskussionen. Auch Bosshards Fall entfacht die Debatte erneut: Sollten Restaurants Kinder ausschliessen dürfen – oder geht ein solches Verbot zu weit?

Zwischen Ruhebedürfnis und Ausgrenzung

Die grosse Mehrheit der Teilnehmenden unserer Leserumfrage kennt eine solche Situation nicht aus eigener Erfahrung: 80 Prozent der über 1300 Abstimmenden geben an, noch nie wegen ihrer Kinder von einem Ort verwiesen worden zu sein. 10 Prozent berichten hingegen, dies einmal erlebt zu haben, weitere 10 Prozent sogar mehrfach.

Trotzdem löst der Fall von Jennifer Bosshard in der Community eine rege Debatte aus. Viele Leserinnen und Leser zeigen Verständnis für kinderfreie Orte und sehen darin keinen Ausschluss, sondern eine bewusste Entscheidung für eine bestimmte Atmosphäre. So schreibt Leser Hans Meier: «Ein Kleinkind hat in einem Restaurant schlicht nichts verloren. Das hat nichts mit Ausgrenzung zu tun, sondern mit Respekt gegenüber all den Menschen, die keine Kinder haben oder sich einfach auf ein ruhiges und gemütliches Abendessen freuen.»

Leandra Gasser findet ähnliche Worte: «Es gibt für Familien mit Kindern so vieles, von auf Kinder spezialisierten Ausflugszielen bis zu Kinderplanschbecken in jedem Schwimmbad mit Rutschen und noch so vielem mehr. Da muss es auch das Gegenstück geben: Orte nur für Erwachsene. Ich finde es toll, gibt es Hotels und Restaurants nur für Erwachsene.»

Auch Marcus Wälti findet, Restaurants sollten selbst entscheiden können, welche Zielgruppe sie ansprechen möchten. «Manchmal entsteht der Eindruck, dass Eltern das Gefühl haben, mit ihrem Baby überall hingehen zu müssen – auch an Orte, an denen viele Menschen bewusst Ruhe suchen.» Wer ein Restaurant besuche, wolle sich oft ungestört unterhalten und essen. «Deshalb finde ich es sinnvoll, wenn es auch Restaurants gibt, die sich bewusst an Erwachsene richten und keine Babys oder kleinen Kinder zulassen.»

«Ausgrenzung ist der falsche Weg»

Doch nicht alle Leserinnen und Leser können dieser Haltung etwas abgewinnen. Einige sehen in kinderfreien Konzepten eine Form der Ausgrenzung von Familien. Richard Zihlmann spricht sich klar gegen ein solches Vorgehen aus: «Ich finde es eine Frechheit, Familie mit Kind wegzuweisen», kommentiert er.

Auch Eva Betschart reagiert mit Unverständnis: «Ich bin schockiert über die Negativität! Wie wart ihr alle als Kinder? Perfekt erzogen, leise, unsichtbar zu Hause und in der Öffentlichkeit, im Restaurant oder Hotel?», schreibt sie. Ihrer Meinung nach müsse die Gesellschaft auch akzeptieren, dass Kinder Teil des öffentlichen Lebens seien.

Für Leserin Marie Huber geht die Ablehnung gegenüber Kindern ebenfalls zu weit. «Es ist erschreckend, wie viel Ablehnung gegenüber Kindern herrscht. Kinder gehören zur Gesellschaft dazu, und Eltern sollten nicht das Gefühl bekommen, mit ihrem Nachwuchs unerwünscht zu sein», schreibt sie. Natürlich müsse man Rücksicht nehmen, doch Toleranz gelte in beide Richtungen: «Ausgrenzung ist der falsche Weg!»

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