Millionen-Moschee polarisiert
«So ein Projekt sollte in der Schweiz nicht bewilligt werden!»

Ein geplantes Grossmoschee-Projekt in St. Gallen sorgt bereits jetzt für hitzige Debatten. Unter den Leserinnen und Lesern gehen die Meinungen weit auseinander: Von Sorge um gesellschaftliche Veränderungen bis hin zur Verteidigung der Religionsfreiheit.
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So soll der Neubau der Moschee El-Hidaje in St. Gallen aussehen.
Foto: Webshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In der Stadt St. Gallen soll eine neue Grossmoschee entstehen
  • Der Bau soll 10 Millionen kosten und 1000 m² umfassen
  • Dimension des Projekts sorgt für Diskussionen
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In St. Gallen soll eine neue Grossmoschee entstehen – ein 1000-Quadratmeter-Neubau, der zu den grössten der Deutschschweiz zählen würde. Geplant wird das Projekt von einem islamisch-albanischen Verein, der seit längerem Spenden sammelt. Visualisierungen zeigen ein modernes Gebäude mit markanter Glaskuppel, entworfen von einem Architekten aus Schlieren ZH der bereits eine Moschee in Winterthur realisiert hat. Für das Projekt werden Kosten von bis zu 15 Millionen Franken veranschlagt. Rund drei Millionen Franken wurden bereits durch Spenden gesammelt.

Das Vorhaben sorgt in der Kommentarspalte für lebhafte Diskussionen. Besonders die Frage, inwieweit ein derartiges Bauvorhaben in die Schweiz passt, stehen dabei im Mittelpunkt. So schreibt Sladana Trujic: «So ein Projekt sollte in der Schweiz nicht bewilligt werden. Religionsfreiheit ja, aber so ein riesiges Gebäude sollte hier nicht sein.» Wer in ein christliches Land komme, solle sich integrieren, betont sie. «Die Schweiz ist ein christliches Land. Moscheen hat es in der Schweiz genug.»

«Dimension des Projekts lässt Sorgen aufkommen»

Thomas Frei findet ähnliche Worte: «Ich respektiere Religionsfreiheit, doch die Dimension dieses Projekts lässt bei mir Sorgen um unsere gemeinsamen Werte aufkommen.» Es gehe dabei nicht darum, Menschen auszugrenzen, sondern darum, dass die Traditionen und gesellschaftlichen Normen in der Schweiz zunehmend an Gewicht verlieren würden. «Ein so grosses Bauvorhaben in zentraler Lage sendet das Signal, dass bestimmte Gruppen überproportional Raum einnehmen», ergänzt er. 

Auch Leser Riljind Dauti äussert Kritik: «Ich unterstütze dieses Moschee-Projekt nicht. Wer meint, man dürfe darüber nicht kritisch sprechen, liegt falsch. Es geht um unser Zusammenleben, unsere Werte sowie unsere Zukunft. Und darüber entscheide ich mit.»

Befürworter betonen Religionsfreiheit

Neben den vielen kritischen Stimmen gibt es auch einige Leserinnen und Leser, die das Projekt positiv sehen. Sie betonen vor allem das Recht auf Religionsfreiheit. So schreibt Dominik Stillhart: «Ich verstehe, dass solche Projekte Fragen aufwerfen. Gleichzeitig gehört zur Schweiz die Religionsfreiheit – und damit auch das Recht verschiedener Glaubensgemeinschaften, ihre Religion auszuüben. Vielleicht wäre mehr Austausch genau das, was hilft, Vorurteile abzubauen.»

Ähnlich argumentiert Andrea Lehmann: «Religionsfreiheit ist ein grundlegendes Recht, das für alle Menschen gilt: Unabhängig davon, welcher Religion sie angehören. Dazu gehört auch, dass religiöse Gemeinschaften ihre Gebetsstätten errichten dürfen.»

Johann Kindlhofer ergänzt: «In meinem muslimisch geprägten Gastland gibt es auch Platz für das Christentum. Es herrschen Respekt, Frieden und Freundschaft untereinander.» Er betont, dass es deshalb auch in der Schweiz möglich sein sollte, die eigene Religion friedlich auszuüben. «Und wer dies nicht einhält – sei es Christ oder Muslim – muss zur Verantwortung gezogen werden.»

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