«Es reicht jetzt!»
Eier-Angriff auf Zürcher Moschee

Bei einer Moschee in Zürich-Oerlikon kam es vergangene Woche zu einem Eierangriff. Betroffene sind schockiert und fordern: «Es reicht jetzt!»
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So sah die Tür der Moschee nach dem Angriff aus.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

  • Am 29. Januar wurde Zürcher Mimar-Sinan-Moschee mit Eiern beworfen
  • SP-Politikerin Vera Çelik nennt Angriff auf Instagram einen Akt des Hasses
  • Keine Anzeige, da kein Sachschaden laut Stadtpolizei Zürich gemeldet wurde
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Janine EnderliRedaktorin News

Angriff auf die türkische Moschee Mimar Sinan in Zürich-Oerlikon: Am vergangenen Donnerstag wurde ein Gebäude der Moschee mit rohen Eiern beworfen. Das meldet ein Leserreporter. Bilder vom Eingang des Hauses zeigen, wie wohl eine ganze Schachtel rohe Eier gegen die Tür geworfen wurde. 

In den sozialen Medien hat der Vorfall ebenfalls Aufmerksamkeit erregt. «Es reicht», schreibt die SP-Politikerin und regelmässige Besucherin der Moschee, Vera Çelik (20), in einem Instagram-Beitrag. Solche Aktionen seien kein «Jungenstreich», sondern «Hass», der sie schmerze. «Ich wünsche mir, dass solche Aktionen ernst genommen werden», schreibt Çelik.

«Kein Randphänomen»

Sie stellt klar: «Wir gehören auch zu dieser Stadt.» Unter dem Post tummeln sich viele Kommentare, die die Tat verurteilen. Laut der 20-Jährigen sei es auch in den Strassen rund um die Moschee zu Eierwürfen gekommen. «Es ist kein Randphänomen», betont sie. 

Die Stadtpolizei Zürich hat Kenntnis von der Eier-Attacke, wie sie auf Blick-Anfrage erklärt.

Kein Sachschaden

«Der Vorfall wurde der Stadtpolizei Zürich gemeldet. Die Fachstelle Brückenbauer steht in Kontakt mit den Verantwortlichen der Moschee. Da kein Sachschaden entstanden ist, wurde vonseiten der Moscheeverantwortlichen keine offizielle Anzeige erstattet», erklärt Mediensprecher Pascal Siegenthaler. 

Die Fachstelle Brückenbauer setzt sich für ein respektvolles Miteinander zwischen Menschen verschiedener Kulturen ein, heisst es auf der Website der Stadt Zürich. Eine ihrer Aufgaben ist es, verschiedene Gemeinschaften und Vereine bei interkulturellen Herausforderungen zu beraten. 

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