Luxusangebot sorgt für Debatte
«Champagner-Lounge für Möchtegern-VIPs? Ein No-Go in einer Züri-Badi!»

Nach einer von der Stadt Zürich finanzierten Sanierung gibt es in der Dolder-Badi am Zürichberg neu eine Champagner-Lounge. Passt das in eine öffentliche Badeanstalt? Die Reaktionen zeigen ein geteiltes Meinungsbild.
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Das Freibad Dolder hat jetzt eine Champagner-Lounge.
Foto: Dolder Eis und Bad

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Champagner-Lounge im Zürichberg-Freibad sorgt für hitzige Diskussionen
  • Sanierung der Dolder-Badi kostete 20 Millionen CHF durch Stadt Zürich
  • Umfrage: 34% befürworten Lounge, 17% kritisieren Alkohol in öffentlicher Badi
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Sarah RiberzaniRedaktorin Community

Cüpli statt Glace: Im Freibad am Zürichberg sorgt die neue «Moët et Chandon Lounge» für Diskussionen. Nach der zweijährigen Sanierung der Dolder-Badi können sich Gäste dort Champagner direkt an den Liegestuhl servieren lassen. Das Angebot stammt vom benachbarten Luxushotel Dolder Grand, das die Badi betreibt. 

Dieser Spagat zwischen öffentlicher Badi und Luxusangebot beschäftigt nun auch die Stadt Zürich. Zwar liegt die Gestaltung des Gastronomieangebots in der Verantwortung der Betreiberin, dennoch will das Sportamt das Thema mit ihr besprechen. Brisant: Die rund 20 Millionen Franken teure Sanierung wurde von der Stadt finanziert. Nun fragen sich viele, ob eine Champagner-Lounge in eine öffentliche Badeanstalt passt. 

Umfrage zeigt geteiltes Bild

Die Meinungen zur neuen Champagner-Lounge gehen auch in unserer Community auseinander. Dies zeigt eine Leserumfrage: 34 Prozent der über 2700 Teilnehmenden finden die Lounge eine gute Idee und gönnen sich nach dem Schwimmen gerne ein Cüpli. Fast ebenso viele stehen dem Angebot gleichgültig gegenüber: 31 Prozent ist das Luxusangebot egal, da niemand verpflichtet ist, die Lounge zu nutzen.

Kritischer sehen es die übrigen Befragten. 17 Prozent halten eine Champagner-Lounge in einer öffentlichen Badi für völlig deplatziert. Weitere 17 Prozent stören sich am Alkoholkonsum im Freibad und sehen darin ein unnötiges Sicherheitsrisiko.

Freiwilliger Luxus oder falsches Signal?

Für Diskussionen sorgt vor allem die Kombination aus städtisch finanzierter Sanierung und exklusivem Luxusangebot. «Eine Champagner-Lounge für Möchtegern-VIPs? Jetzt fehlen nur noch Kaviar und Austern. Ein No-Go in einer Züri-Badi!», schreibt Leser Hans Stoll. Er kritisiert, dass die Sanierung auf Kosten der Steuerzahler erfolgt sei, während Betrieb und Konzept bei einer privaten Trägerschaft liegen würden.

Andere Leser sehen vor allem den Alkoholkonsum im Freibad kritisch. «Alkohol und Wasser – schlechte Kombination. Die Bademeister haben schon genug Arbeit», schreibt Franziska Walser.

Susi Kaiser wiederum stört sich an den hohen Preisen: «Es hat einfach damit zu tun, dass ganz viele Menschen ausgegrenzt werden. 108 Franken für eine Flasche Champagner, die in 20 Minuten getrunken ist mit drei Personen? Das kann es nicht sein.» Die Champagner-Lounge setze «ganz falsche Zeichen», findet sie.

Befürworter sehen kein Problem

Neben der Kritik gibt es aber auch viele Leserinnen und Leser, die der Champagner-Lounge gelassen gegenüberstehen. Ihr Hauptargument: Niemand werde gezwungen, das Angebot zu nutzen. «Der Eintrittspreis ist normal. Und gezwungen, Champagner zu trinken, wird auch niemand», schreibt Michael Schürmann. Zwar sei Alkohol und Schwimmen «sicher nicht sehr schlau», dennoch findet er das Konzept «irgendwie cool».

Ähnlich sieht es Andreas Meier: «Solange es auch die üblichen Angebote gibt, sehe ich kein Problem, wenn es noch eine Champagner-Lounge gibt.»

Auch Aris Iliadis verweist auf die Freiwilligkeit des Angebots: «Angebot und Nachfrage. Es ist alles freiwillig.» Wer sich daran störe, könne sich schliesslich einen anderen Platz in der Badi suchen.

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