Darum gehts
- Nationalrat Hässig schlägt Vermögenssteuer ab 5 Millionen Franken vor
- Vermögen wuchs in 25 Jahren doppelt so stark wie Einkommen
- Umfrage: 62 Prozent der Teilnehmer unterstützen den Vorschlag zur Steuer
Fällt der Steuerhammer nun für die Reichen? GLP-Nationalrat Patrick Hässig (47) schlägt als zusätzliche Einnahmequelle für den Bund eine Vermögenssteuer vor. Denn: Das Vermögen in der Schweiz wuchs in den letzten 25 Jahren fast doppelt so viel wie das Einkommen.
Deswegen will Hässig eine Vermögenssteuer ab einem Freibetrag von 5 Millionen Franken. Eine Massnahme, von der vor allem die reichsten Schweizerinnen und Schweizer betroffen wären. Obwohl mit dieser Steuer Geldgräber wie die 13. AHV und die zusätzlichen Armeeausgaben finanziert werden könnten, spaltet der Vorschlag unsere Leserschaft.
Was sagt die Community zur Vermögenssteuer?
Eine Leserumfrage mit über 1700 Teilnehmern zeigt, dass ganze 62 Prozent für eine Vermögenssteuer sind.
Dem gegenüber stehen 38 Prozent, die sich gegen Hässigs Vorschlag aussprechen. Die beiden Seiten führen auch in unseren Kommentaren eine hitzige Diskussion.
«Das tut wirklich niemandem weh»
Viele Leserinnen und Leser würden eine Vermögenssteuer mit offenen Armen begrüssen. «Gut endlich ein neuer Ansatz», äussert sich Erika Koller positiv. Sie führt aus: «Bei den Reichen gab es schon lange Steuervergünstigungen. Die Mittelschicht und die Geringverdiener werden seit Jahren geschröpft!»
Beat Schwegler hat ebenfalls wenig Sympathie für die Wohlhabendsten in unserer Gesellschaft: «Gute Idee! Je höher das Vermögen, desto höher die Steuer. Dann erwischt es endlich auch mal die Reichen und nicht immer die Armen!» Auch Andrea Tinner kommentiert: «Ab 5 Millionen Vermögen eine Steuer, das tut wirklich niemandem weh. Früher hat es bei wohlhabenden Familien noch zum guten Ton gehört, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.»
«Für was alles sollen die Wohlhabenden den Kopf noch hinhalten?»
Die Gegenseite spricht sich hingegen deutlich gegen die Besteuerung der Reichen aus. So Marcel Henrion: «Für was alles sollen die Wohlhabenden den Kopf noch hinhalten? Sie bezahlen sowieso schon viel mehr als sie am Schluss bekommen!» Othmar Kamm ist derselben Meinung: «Nie, aber gar nie darf man sowas machen. Zumal ja die Reichen überall schon mehr bezahlen.»
Für Marcel Hofstetter ist klar: «Wenn der Mittelstand beschliesst, eine 13. AHV zu bezahlen, soll der Mittelstand auch an der Finanzierung beteiligt sein.» Die vorgeschlagene Vermögenssteuer würde nur dazu führen, dass Millionäre auswandern. Er schlägt vor: «Eine moderate Vermögenssteuer schon ab 100'000 Franken wäre besser.»