Leser zur Leinenpflicht
«Nur ein Hund an kurzer Leine ist wirklich sicher»

Oberägeri ZG greift bei den Hunden durch. Die Vierbeiner dürfen künftig keine landwirtschaftlichen Flächen mehr betreten und müssen ganzjährig an der Leine geführt werden. In der Kommentarspalte wird hitzig über die Massnahme diskutiert.
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Hunde sollen keine Wiesen mehr betreten dürfen – das hat die Gemeindeversammlung von Oberägeri beschlossen.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Oberägeri ZG beschliesst ganzjährige Leinenpflicht und Betretungsverbot landwirtschaftlicher Flächen für Hunde
  • 42 % von 13'100 Umfrageteilnehmenden unterstützen Leinenpflicht, 17 % lehnen sie ab
  • Hitzige Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern, auch Gemeindepräsident kritisiert Entscheid
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Alessandro KälinRedaktor Community

Hunde werden in Oberägeri ZG an die kurze Leine genommen. Die örtliche Gemeindeversammlung nahm einen Antrag an, der das Betreten von landwirtschaftlichen Flächen verbietet. Zusätzlich herrscht in der Gemeine am Ägerisee nun eine ganzjährige Leinenpflicht. Viele Hundehalter sprechen sich gegen den Entscheid aus, darunter auch Gemeindepräsident Marcel Günter (57, FDP). Sie wollen das Betretungsverbot mit einer Motion anfechten. Der Streit entfacht auch in der Leserschaft eine Diskussion. Wir haben genauer nachgefragt. 

So steht die Community zur Leinenpflicht

Eine Leserumfrage mit über 13'200 Stimmen zeigt, dass ganze 42 Prozent der Teilnehmenden klar für eine ganzjährige Leinenpflicht sind. 

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22 Prozent wollen Leinenzwang nur in bestimmten Gebieten, 19 Prozent nur zu bestimmten Zeiten, etwa in der Brutzeit. 17 Prozent sprechen sich für einen Verzicht auf die Leinenpflicht bei kontrollierten Hunden aus. 

«Keine Rücksicht ergibt mehr Verbote und Wut»

Auch in den Kommentaren scheiden sich die Geister. Viele Leserinnen und Leser befürworten die strengeren Regeln. André Braune ist einer davon: «Ich erlebe zu viele Hundehaltende, die ihre Tiere nicht im Griff haben. Keine Rücksicht ergibt mehr Verbote und Wut.» Gregor Gautschi schliesst sich an: «Wenn die Mehrheit der Hundehalter ihre Hunde nicht unter Kontrolle habt, dann gibt es halt für alle Leinenpflicht.» Justin Fankhauser schreibt hart: «Nur ein Hund an kurzer Leine ist wirklich sicher.»

Peter Rinderknecht hebt hervor: «Das Betreten von landwirtschaftlichen Flächen ist grundsätzlich verboten. Wieso denken Hundehalter, sie dürfen das?» Roland Reinhard berichtet von sich selbst: «Wir haben im Dorf einige Hundehalter, die den Kot ihrer Lieblinge nicht auflesen und entsorgen.» Die weidenden Kühe müssten die Suppe dann ausbaden. Er fügt an: «Wegen ein paar wenigen müssen alle unter einer neuen Regelung leiden.»

«Hundehalter an die Leine nehmen, wäre sinnvoller»

Doch auch die Opposition hat einiges zu sagen. «Alles zulasten der Vierbeiner!», beanstandet Manuela Meier. Sie führt aus: «Ein Hund, der nicht richtig rennen und mit anderen Hunden agieren darf, entwickelt sich zum Problemhund. Und dann wird der Hund eingeschläfert.» Auch Peter Bachmann befürchtet: «Genau wegen solcher Restriktionen werden Hunde bösartig und aggressiv gegenüber anderen Tieren und Menschen.»

Remo Meier kommentiert: «Man kann den Hund auch an der Leine führen und den Haufen liegenlassen. Das Problem ist nicht der Hund, sondern der Zweibeiner am anderen Ende der Leine.» Auch Urs Beer fügt provokant an: «Die Hundehalter an die Leine zu nehmen, wäre sinnvoller.»

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