Darum gehts
- Internationale Medien reagieren durchwachsen auf die Schweizer 10-Millionen-Initiative, Abstimmung am 14. Juni
- Leser kritisieren Vorwürfe der «New York Times» und betonen Eigenverantwortung
- Initiative betrifft 10 Millionen Einwohner, Niederlande diskutiert über 20-Millionen-Grenze
Auch wenn erst am 14. Juni über die 10-Millionen-Initiative abgestimmt wird, überschattet sie bereits die aktuelle Politik. Und das nicht nur in der Schweiz. So nennt die «New York Times» die Initiative als Beispiel dafür, «wie sehr sich die fremdenfeindliche Stimmung in Europa seit der Migrationskrise vor einem Jahrzehnt verschärft hat.» Währenddessen wird die Linie der SVP bei Fox News gelobt. Andere Medien wie CNN berichten nüchterner über die möglichen Folgen der Initiative.
«Sind wir eigentlich die Untertanen vom Ausland?»
Unseren Leserinnen und Leser stösst die Berichterstattung sauer auf. Viele nehmen die Argumentation der ausländischen Medien in der Kommentarspalte auseinander und wehren sich vehement gegen die Vorwürfe der «New York Times». So etwa Joseph Makita: «Hat doch nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Es geht um eine sinnvolle Steuerung.»
Auch Martin Schmid spricht sich gegen die ausländische Berichterstattung aus: «Ist mir doch sowas von egal, was die im Ausland von uns denken! Ich will einfach nicht noch mehr Zuwanderung, damit wir wieder atmen können!» Hanspeter Brechbühl fragt ungläubig: «Sind wir eigentlich die Untertanen vom Ausland?» Er schreibt zudem klar: «Wir sollten auf uns schauen, nicht immer auf die anderen.»
Walter Zeeger hebt hervor, dass es sich keineswegs nur um eine Debatte in der Schweiz handelt: «Auch in den Niederlanden gibt es eine ähnliche Diskussion. Dort geht es um eine Grenze von 20 Millionen.» Anne Egli stimmt zu. Sie redet gar von Stimmungsmache: «Wir sind keine Rassisten, sondern Realisten. Wir sind längst nicht die Einzigen, die so denken. Aber die Ersten, die darüber abstimmen.»
«Wir müssen unsere Probleme selber lösen»
Die meisten Leserinnen und Leser sprechen sich für die Selbstbestimmung des Volkes aus. Für Mark Strasser ist klar: «Was das Ausland denkt, spielt absolut keine Rolle. Wir müssen unsere Probleme selber lösen.» Auch Regula Hiltebrand schliesst sich an: «Unsere Bevölkerung bestimmt und lässt sich sicher nicht manipulieren.»
Werner Bangerter wünscht sich: «Es wird Zeit, dass die Politik das macht, was die Schweizer Bevölkerung will - ausländische Interessen hin oder her.» Dominik Fuchs ist zudem überzeugt: «Viele umliegende Länder werden uns dafür beneiden, dass wir als Volk darüber abstimmen dürfen.»