Leser zu Zmittag auf Knopfdruck
«Jetzt kommt der Schnellfrass schon aus dem Automaten»

Verpflegungsautomaten werden am Arbeitsort immer beliebter, während klassische Angebote wie Firmenmensen Besucherzahlen einbüssen. Ob Fertiggerichte bald übernehmen, bleibt abzuwarten. Vielen Leserinnen und Lesern schmecken diese Aussichten gar nicht.
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Die Arbeitswelt ändert sich – und mit ihr unser Verpflegungsverhalten während der Arbeitszeit.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Immer mehr Firmen setzen Verpflegungsautomaten ein, besonders seit Pandemie
  • Umfrage: Nur 26 Prozent finden Automatenangebote attraktiv für Arbeitsplatz
  • 43 Prozent skeptisch wegen Qualität, Nachhaltigkeit und Geschmack der Mahlzeiten
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Alessandro KälinRedaktor Community

Die Personalmensa könnte bald Geschichte sein. Seit der Pandemie werden die klassischen Mittagsangebote in Firmen immer weniger genutzt, besonders an Freitagen. Stattdessen setzen immer mehr Arbeitgeber auf automatisierte Verpflegungsautomaten.

Start-ups wie Felfel und Boostbar stellen ihre Automaten in immer mehr Schweizer Firmen auf. Auch Selecta mischt mittlerweile mit. Bis jetzt werden diese Angebote vielfach als Ergänzung für die klassische Mensa in Anspruch genommen. Ob sich die Automaten langfristig als Alternative durchsetzen, bleibt abzuwarten. Viele unserer Leserinnen und Leser beobachten die steigende Popularität der Food-Automaten bereits jetzt mit Sorge. 

Die Mehrheit der Community hat andere Zmittagsvorlieben

Eine nicht repräsentative Umfrage mit über 1500 Teilnehmern zeigt, dass nur 26 Prozent in Verpflegungsautomaten ein attraktives Angebot sehen und einen solchen am eigenen Arbeitsplatz nach Möglichkeit nutzen würden. 

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Die Opposition macht ganze 43 Prozent aus. Sie zweifelt massiv an der Nachhaltigkeit, der Qualität und dem Geschmack von Mahlzeiten aus dem Automaten. Die verbliebenen 31 Prozent der Leser hätten schlicht kein Interesse daran, da sie ihr Mittagessen von zu Hause mitnehmen oder in Kantinen beziehungsweise Restaurants speisen.

«Das ist nicht gesund, weder für die Angestellten noch für die Firma!»

Die Skeptikerinnen und Skeptiker haben auch in der Kommentarspalte die Oberhand. Viele aus der Leserschaft sträuben sich vor Fertigkostautomaten. Michael Gerber protestiert: «Das ist nicht gesund, weder für die Angestellten noch für die Firma!» Eva Betschart merkt an: «Die Stoffe in dem Fertigessen sind langfristig wahrscheinlich schädlich. Lieber zu Hause etwas mehr kochen und mitnehmen.» Auch Marco Teta schreibt klar: «Da koche ich lieber vor, als diesen Mist zu essen!»

Michael Meier beanstandet zudem: «Jetzt kommt der Schnellfrass schon aus dem Automaten. Den kann man dann im seelenlosen Grossraumbüro vor dem Computer in sich hineinstopfen.» Auch Henry Loosli befürchtet: «Bald werden die Psychiater von Menschen mit Burnout überhäuft, weil niemand mehr in den Pausen aus dem Büro geht. Nicht nur das Essen zählt in der Mittagspause.» Thomas Blaser hebt hervor: «Bei jeder Firma, die ihre Kantine durch Automaten ersetzt, werden Köche sowie Kassierer arbeitslos.»

«Das Essen wäre ziemlich sicher nicht schlechter und vermutlich billiger»

Nur wenige sprechen sich für die Verpflegungsautomaten aus. Rolf Meyer kommentiert: «Man könnte unsere Betriebskantine problemlos durch Fertiggerichte ersetzen. Das Essen wäre ziemlich sicher nicht schlechter und vermutlich billiger.» Auch Kurt Forler merkt an: «Leider ist das Essen in vielen Kantinen weder frisch noch gesund. Da kann man wirklich gleich Automaten aufstellen.»

Rudolf Kobel sieht ebenfalls kein Problem. Er berichtet: «In vielen asiatischen Ländern ist das schon seit Jahren so. Dass man in Firmen oder in den Supermärkten abgepackte Portionen kaufen kann, gehört dort dazu.»

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