Leser zu ungenutztem Wohnraum
«Es muss nicht jeder Fleck verbaut und überbevölkert werden!»

Laut einer Raiffeisen-Studie sind 9,0 bis 16,7 Prozent der Schweizer Wohnbauzonen ungenutzt. Mit einem Ausbau dieser Flachen wäre eine 10-Millionen-Schweiz durchaus möglich. Unsere Community zeigt sich skeptisch.
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Grüne Wiesen statt Immobilien: Noch lange nicht alle Wohnbauzonen sind bebaut.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Raiffeisen-Studie zeigt Platz für 10 Millionen in der Schweiz
  • 9,0 bis 16,7 Prozent der Bauzonen sind unbebaut
  • 79 Prozent der Leserinnen und Leser sind gegen Wohnraumausbau
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Alessandro KälinRedaktor Community

Mit der näherrückenden 10-Millionen-Initiative werden immer mehr Stimmen laut, die in der Schweiz langsam Platzangst bekommen. Laut einer Studie von Raiffeisen ist diese Sorge aber unberechtigt. Denn: Platz für 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner hätte die Schweiz. 

9,0 bis 16,7 Prozent der Schweizer Bauzonen sind laut der Studie aktuell noch unbebaut. Diese Reserven könnten Platz für knapp eine Million zusätzliche Menschen bieten. Viele blicken kritisch auf die Erhebung von Raiffeisen, vor allem unter unseren Leserinnen und Lesern.

Leserschaft gegen weiteren Wohnraumausbau

Wie eine nicht repräsentative Umfrage mit über 1600 Teilnehmenden zeigt, sind 79 Prozent klar gegen weitere Bebauungen. Auch wenn es um Wohnraum geht, ist der Wunsch nach grünen Wiesen gross.

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Nur 15 Prozent sind der Meinung, dass neuer und günstiger Wohnraum in der Schweiz dringend nötig ist. 6 Prozent zeigen sich gleichgültig gegenüber der Debatte. Die klare Mehrheit äussert auch in der Kommentarspalte ihre Bedenken.

«Es braucht nicht nur Wohnungen, sondern auch Infrastruktur!»

Bei vielen Leserinnen und Lesern klingeln bei der Raiffeisen-Studie die Alarmglocken. So kommentiert Hans Scheidegger sarkastisch: «Ja, betoniert alles zu, nur damit man noch mehr beherbergen kann. Eine äusserst bedenkliche Entwicklung.» Auch Margrit Denzler hebt hervor: «Es muss nicht jeder Fleck verbaut und überbevölkert werden! Es ist schon seit langem genug.»

Winny Lechner merkt an: «Die Schweiz hat auch Platz für 20 Millionen. Aber wer will in so einer Schweiz leben?» Tom Meier stimmt zu: «Es geht immer mehr, nur ist die Schweiz dann nicht automatisch schöner und lebenswerter.» Für Johann Schwartz ist klar: «Es geht nicht um den Platz, sondern um die Lebensqualität. Die hat massiv abgenommen.»

Auch laut Thomas Schatzmann ist der Platz nicht der entscheidende Faktor: «Es braucht nicht nur Wohnungen, sondern auch Infrastruktur!» Dem schliesst sich Peter Friedrich an: «Es ist nur bis zur Nasenspitze gedacht, wenn man meint, zusätzlicher Wohnraum alleine sei die Lösung. Was ist mit Infrastruktur, Strassen, ÖV, Bildung und Gesundheitswesen?» All dies müsse zuerst entsprechend ausgebaut werden. 

«Wir leben im Paradies und jammern über Dichtestress»

Trotzdem befürworten auch einige Leserinnen und Leser eine erweiterte Baulandnutzung. Björn Gerber sieht Potenzial in verdichtetem Bauen: «Wenn man in den Städten höher bauen würde, wären mehr Leute kein Problem. Aber wir und die Politik haben da leider verschlafen» Samuel Erni stimmt zu: «Das Bauland wird aktuell vielfach nicht entwickelt, weil man von Einsprachen eingedeckt wird. Die Politik muss hier endlich aktiv werden!»

Hans Gusen kann die Aufregung in den Kommentaren nicht nachvollziehen: «Wir leben im Paradies und manche jammern über Dichtestress. Und das nur wegen ein bisschen Stau oder eines fehlenden Sitzplatzes im Bus zu Stosszeiten. Lächerlich.»

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