Leser zu Swiss-Austrittsprämie
«Das ist so ein lächerliches Möchtegern-Angebot»

Die Swiss lockt ihr Personal mit bis zu 15'000 Franken Austrittsprämie aus der Kabine. Der Grund: Massiver Personalüberschuss. Die Community ist überwiegend skeptisch – für viele wäre der Betrag zu wenig Anreiz, freiwillig zu gehen.
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Die Swiss beschäftigt aus ihrer Sicht zu viele Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.
Foto: GAETAN BALLY

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swiss bietet 15'000 CHF Austrittsprämie für freiwillige Kündigungen bis Ende April
  • Community kritisiert Angebot als «lächerlich» und mangelnde Loyalität
  • 45 % der 5262 Befragten würden Angebot nicht annehmen
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Eva KunzSenior Community Editorin

Um ihr Kabinenpersonal zu einer freiwilligen Kündigung zu motivieren, hat die Fluggesellschaft Swiss kürzlich eine Austrittsprämie von bis zu 15’000 Franken in Aussicht gestellt. Wer zwischen dem 13. März und dem 30. April kündigt und spätestens Ende August ausscheidet, erhält die angebotene Summe.

Grund für diese Massnahme ist ein länger anhaltender Personalüberschuss bei den Flight-Attendants. Hinzu kommt der Iran-Krieg, der sich massiv auf Flugrouten auswirkt, zu Annulierungen führt und Kerosinpreise treibt.

«Das ist so ein lächerliches ‹Möchtegern-Angebot›»

Das ungewöhnliche Vorgehen der Swiss sorgt bei der Community vor allem für Kopfschütteln. «Soviel zur Loyalität gegenüber den Angestellten! Erbärmlich!», empört sich Christian Ruckstuhl. Das sei eine «lächerliche Abfindung», meint auch Carlo Schellenberg. Zumal der CEO wohl einen Lohn im sechsstelligen Bereich habe. «Es ist immer wieder das Gleiche: Die Geringverdiener werden geschröpft und in der Teppichetage wirft man mit Boni umher. Traurig, traurig.»

Ins selbe Horn bläst Richard Mändli: «Das ist so ein lächerliches ‹Möchtegern-Angebot›.» Derweil hinterfragt Hermann Ostermayer die gesamte Strategie des Flugunternehmens – insbesondere die ständigen Turbulenzen beim Personalbestand in den letzten Jahren: «Weiss die Swiss, was sie will? Kaum haben sie bei der Corona-Pandemie Teile ihres Personals entlassen, suchten sie verzweifelt einige Wochen später neues Personal.»

Mehrheit der Community würde Angebot ablehnen

Auch die Auswertung unserer Blick-Umfrage mit drei Antwortoptionen zeigt, dass eine Mehrheit von 45 Prozent keineswegs freiwillig kündigen würde, jedenfalls nicht bei einer Austrittsprämie von 15'000 Franken. Ein Viertel der insgesamt 5262 Teilnehmenden würde es sich hingegen überlegen, sofern der Betrag höher läge. Und immerhin 31 Prozent würden ihre Arbeitsstelle für diesen Entschädigungsbetrag räumen.

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Zu jenen, die für die in Aussicht gestellte Summe gehen würden, zählt sich etwa Marcel Zurfluh: «Ich würde das Geld nehmen und diesen Laden so schnell wie möglich verlassen.» – «Besser als gar nichts», findet auch Peter Christoph Oesch. «Würde ich sofort annehmen», schreibt auch Monika Schneeberger.

«Die Swiss muss den Mitarbeitern kündigen»

Dass der Schuss bei einer solchen Aktion auch nach hinten losgehen kann – davon sind allerdings auch viele in der Community überzeugt. «Netter Versuch», kommentiert etwa Peter Dosch. Je nach Gehalt seien 15'000 Franken keineswegs Anreiz dazu, selber zu kündigen. Hinzu kämen Einstelltage bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV.

«Die Swiss muss den Mitarbeitern kündigen», schlägt Max Schaufelberger als bessere Lösung für die Angestellten vor. Dann hätten die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich arbeitslos zu melden, ohne Einstelltage. «Inklusive einer Abgangsentschädigung von 15'000 Franken», fügt er hinzu.

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