Leser zu LAFC-Hammer
«Ich würde als Investor GC auch den Rücken kehren»

GC-Fans protestieren beim Heimspiel gegen Luzern mit klaren Worten: «FUCK OFF LAFC». Die kalifornischen Eigentümer reagieren und zeigen sich offen für einen Verkauf des Grasshoppers Club Zürich. Auch die Community würde einen Verkauf grundsätzlich begrüssen.
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Das Spruchband hing in der GC-Kurve beim letzten Heimspiel gegen den FC Luzern.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • GC-Fans protestierten am Samstag gegen Clubbesitzer LAFC mit Banner.
  • Rund 80 % der 3500 Umfrage-Teilnehmenden wünschen sich Schweizer Investoren.
  • GC-Eigentümer prüfen Teil- oder Komplettverkauf, Fokus bleibt auf Klassenerhalt.
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Eva KunzSenior Community Editorin

«FUCK OFF LAFC» – mit dieser Aufschrift haben GC-Fans beim Heimspiel am Samstag gegen den FC Luzern gegen den Besitzer des Clubs protestiert. Eine Reaktion von ganz oben lässt nicht lange auf sich warten. Die kalifornischen Eigentümer des GC Zürich haben sich nun unverblümt in einem Statement geäussert: Man sei nicht zufrieden mit der aktuellen Situation – weder in der Tabelle noch kommerziell.

Deshalb zeigen sich die Investoren gesprächsbereit für einen Teil- oder Komplettverkauf der Grasshoppers Fussball AG. Zudem laden sie die Fans zum Austausch ein, falls erwünscht. Vorerst liege der Fokus aber auf den verbleibenden Saisonspielen und dem Klassenerhalt des Clubs.

Community würde Verkauf begrüssen

Diese Ansage des Los Angeles FC bleibt in der Community nicht unkommentiert: Innerhalb kürzester Zeit hagelt es über 150 Kommentare. Wir wollten von unseren Leserinnen und Lesern zudem wissen, ob sie dem Verkauf des GC zustimmen würden.

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Rund 80 Prozent klickten auf «Ja, es braucht eine Schweizer Lösung». Rund 11 Prozent wären auch offen für andere Investoren. Gerade mal 9 Prozent der insgesamt 3500 Teilnehmenden würden es begrüssen, wenn der LAFC als Investor erhalten bleiben würde. Weniger klar spricht es aus der Kommentarspalte. Die Meinungsbekundungen bewegen sich zwischen Spott, Sorge und Hoffnung.

«Der LAFC soll doch den GC einfach fallenlassen»

Ein Teil der Leser hat Verständnis mit dem aktuellen GC-Eigentümer: «Ich würde als Investor GC auch den Rücken kehren», schreibt Marco Weber, «das ist im Moment finanzielles Loch ohne Boden.»

«Die sollen ruhig der Forderung der Fans nachkommen und sich per sofort zurückziehen», findet auch Dani Gerber. «Wetten, dass dann die GC-Fans auch wieder unzufrieden sind, wenn der Verein Konkurs anmeldet?»

Peter Meier sieht es ähnlich: «So liebe Fans, das habt ihr ja gewollt. Nun könnt ihr eure Hosensäcke leeren und den Club kaufen. Aber Vorsicht, Pyros gelten nicht als Zahlungsmittel.»

«Tja mal schauen, ob die durch die Fans gerufenen Geister kommen», meint Thomas Schatzmann. «Was passiert, wenn die Amerikaner den Geldhahn zudrehen und sich kein Käufer finden lässt? Dies könnte schneller passieren als man denkt.» Dass ein neuer Investor gefunden wird, bezweifelt er. 

«Schadenfreude wäre fehl am Platz»

Leser Sergio Boschele kontert: «Schadenfreude wäre fehl am Platz.» Er selbst sei langjähriger FCZ-Fan. «Und ich finde es schade, dass man einen solchen Traditionsverein in den Abgrund wirtschaftet.»

Adrian Zeller sieht die Position des GC aufgrund des Fanprotests kritisch: «Vielleicht sollten die ‹Fans› besser nicht auch noch den Ast absagen, auf dem sie sitzen. Den Schlagzeilen der letzten Wochen nach scheinen sie sich nicht gerade in eine Position gebracht zu haben, um Forderungen stellen zu können.» 

«Die GCZ-Fans sollten sich wohl zweimal überlegen, was sie sich wünschen», kommentiert auch Thomas Meier. «Steigen die Amerikaner aus, gibt es GCZ nicht mehr.» 

Nicht wenige Kommentatoren vertreten die Meinung: lieber einen ausländischen Investor als gar keinen. Etwa Markus Hugentobler: «Die meisten stimmten für eine Schweizer Lösung», kommentiert er das Umfrage-Ergebnis. «Fakt ist aber, dass kaum ein Schweizer Super-League-Verein profitabel ist. Dann ist Geld aus dem Ausland die ideale Lösung.»

«Sie benötigen unbedingt starke Führungspersonen»

Während sich die Leserschaft in puncto Investor-Wechsel nicht einig werden will, haben die meisten in einem Punkt eine klare Haltung: Es muss sich radikal etwas ändern, damit die Grasshoppers wieder stabil aufgestellt sind und Erfolge feiern können.

Leser Hans Meier schreibt dazu etwa: «Der Grasshoppers Club Zürich ist historisch der bedeutendste Verein der Stadt und sollte wieder eine zentrale Rolle einnehmen. In diesem Zusammenhang wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, auch eine strukturelle Neuordnung zu prüfen.» Sascha Bollinger geht da mit: «Sie benötigen unbedingt starke Führungspersonen, die den Willen haben, den Platz mal aufzuräumen.»

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