Leser zu Alpen-Ranger
«Wildcamper sind selbst schuld, wenn sie alles zumüllen!»

Eine Walliser Gemeinde will Wildcampern an den Kragen. Sie bekommen es mit einem Alpen-Ranger zu tun. Dieser soll auf Patrouillen ein Auge darauf haben, dass Nutzungsbestimmungen eingehalten werden. In unserer Community bricht eine Diskussion zum neuen Naturwächter aus.
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Wildcamper sorgen immer wieder für Ärger. (Archivbild, Nufenenpass, 2023).
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Obergoms VS will Wildcamper mit Alpen-Ranger auf Furka, Grimsel, Nufenen kontrollieren
  • Wildcamping entzieht Obergoms jährlich fast sechsstelligen Betrag während Sommersaison
  • Umfrage: 48 Prozent der 2000 Befragten befürworten den Ranger, 30 Prozent dagegen
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Alessandro KälinRedaktor Community

Die Gemeinde Obergoms VS will Wildcamper mit einer neuen Strategie ausräuchern. Ein Alpen-Ranger soll künftig die Pässe Furka, Grimsel und Nufenen patrouillieren und dort für Ordnung sorgen. Während einer einzigen Sommersaison entgeht dem Ort wegen Camping abseits der offiziellen Plätze fast ein sechsstelliger Betrag. Dem will man nun entgegenwirken.

Der Ranger soll sicherstellen, dass Regeln eingehalten und Bestimmungen respektiert werden. Er hat dabei aber keine Befugnis, Bussen und Platzverweise auszusprechen. Vielmehr soll er Grenzen aufzeigen, betont Gemeinderat und Tourismusverantwortlicher Daniel Zumoberhaus. Unsere Community hat gegenüber dem neuen Ordnungshüter gemischte Gefühle. 

Die Community streitet sich um den Alpen-Ranger

Eine Leserumfrage mit knapp 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt, dass ganze 48 Prozent einen Alpen-Ranger als gute Massnahme wahrnehmen. Weitere 11 Prozent sehen in dem Jobausschrieb eine so tolle Idee, dass sie sich gleich selbst bewerben wollen. 

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Auf der Gegenseite sind 11 Prozent nicht davon überzeugt, dass es diese neue Art der Kontrolle wirklich braucht. 30 Prozent halten den Alpen-Ranger gar für eine Schnapsidee. Sie sprechen sich für freies Zelten aus. Auch in den Kommentaren sind die Gemüter gespalten.

Ordnungshüter oder Freiheitsbremse?

Viele Leserinnen und Leser sprechen sich für härtere Camping-Kontrollen aus. Othmar Kamm ist einer von ihnen: «Es ist zwingend nötig, dass man etwas gegen Wildcamping macht. Es ist mit dem Abfall wirklich kein Zustand mehr. Wer den Campingplatz oder einen regulären Stellplatz nicht vermag, sollte nicht campen.» Nicole Brouard fügt an: «Alles wird überrannt und verschmutzt, weil ja in der Wildnis niemand zuständig ist. Alle wollen das Campingplatzgeld sparen. Das ist Wohlstandsverblödung.»

Roger Stahel ist ein Fan der Idee: «Gut so! Es muss wieder Ordnung herrschen. Achten wir auf die Natur, es gibt sie nur einmal.» Alfons Meier ist ähnlicher Meinung: «Diese Wildcamper sind selbst schuld, wenn sie alles mit ihrem Gerümpel zumüllen!»

Markus Tschopp hebt zudem hervor: «So was ist nun wirklich nichts Neues. An anderen Orten auf dieser Welt kommt auch ein Beamter vorbei und nimmt pro Übernachtung einen bestimmten Betrag ein.»

Widerstand gegen Einschränkungen

Anderen stösst die Massnahme der Gemeinde sauer auf. Sören Reichenau kommentiert etwa: «Schon schade, dass in der Schweiz alles verboten wird. Wenn man sich in der Natur benimmt, sollte es doch auch möglich sein, dort zu campen.» Mario Rossi protestiert ebenso: «Was ist das für ein Land, wo man in der Wildnis nicht einmal ein Zelt aufstellen darf?»

Markus Gafner beanstandet zudem: «Überall geht es nur noch ums Geld und darum, noch mehr zu erwirtschaften. Traurig!» Peter Zemp kann nur zustimmen: «Wegen Geld verschwinden in der Schweiz die letzten Freiheiten für den einfachen Mann.» 

Und Eva Nägeli hebt zuletzt hervor: «Camper gehen einkaufen und in Restaurants essen. Das bringt genug Geld ins Dorf!»

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