Leser gegen Solar-Hammer
«Der Private investiert, der Staat kassiert!»

Wer zu viel Solarstrom ins Netz speist, könnte bald Verlust machen. Eine neue Regelung sieht vor, dass bei wenig Strombedarf die Vergütungen sinken. Sogar negative Preise sind möglich. Obwohl der Bund eine Minimalvergütung verspricht, ist unsere Leserschaft unzufrieden.
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Bei der Rückeinspeisung von Strom aus Solaranlagen gibt es Änderungen.
Foto: IMAGO/Christian Ender

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neue Regelung: Flexible Vergütungen für Solarstrom könnten finanzielle Einbussen bringen
  • Private erhalten Minimalvergütung, grössere Anlagen wie von Bauernhöfen bleiben ungeschützt
  • Viele befürchten nun geringere Rentabilität von Solaranlagen und planen unabhängige Stromspeicherung
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Alessandro KälinRedaktor Community

Der Bund wirft seinen Schatten auf Solaranlagen. Eine neue Regelung sieht flexible Vergütungen für zurückeingespeisten Strom von Photovoltaikanlagen vor. Je nach Netzbedarf könnten Solaranlagenbesitzer nicht nur weniger Geld für den gelieferten Strom bekommen, sondern in Extremfällen sogar draufzahlen. 

Damit Private nicht zu stark unter den tiefen Preisen leiden, will der Bund zusätzlich eine Minimalvergütung einführen. Firmen oder Bauernhöfe mit grösseren Solaranlagen schützt diese allerdings nicht. Der Mehrheit unserer Community gefällt es ganz und gar nicht, dass der Geldhahn zugedreht wird. 

«Der ehrliche Bürger wird nur über den Tisch gezogen»

Viele Leserinnen und Leser fürchten, sie würden vom Bund im Regen stehengelassen. Leon Schmid ist einer von ihnen: «Zuerst wird man von der Politik dazu ermutigt, eine Solaranlage aufs Dach zu installieren. Kaum hat man das gemacht, geht die Abzockerei los!» Joseph Makita ist ebenfalls aufgebracht: «Der Private investiert, der Staat kassiert! Alles wie immer.»

Auch Thomas Zimmermann hebt hervor: «Zuerst subventionieren und dann bestrafen? Der ehrliche Bürger wird nur über den Tisch gezogen.» Teddy Turner ist überzeugt, die neue Regel werde nur Schaden anrichten: «Wenn man zahlen muss, um Solarstrom ins Netz liefern zu dürfen, dann gibts auch keine Energiewende.»

Für einige werden Solaranlagen somit deutlich unattraktiver. So etwa schreibt Erwin Burren: «Mir kommt aktuell nichts aufs Dach, bin doch nicht blöd und lege drauf.» Auch Hans Bodmer beanstandet: «Macht es nur noch komplizierter, dann wird irgendwann niemand mehr in Solaranlagen investieren.»

«Sobald ich dafür zahlen soll, liefere ich nicht»

Martin Baumgartner will nun zu drastischen Massnahmen greifen: «Sobald ich dafür zahlen soll, liefere ich nicht. Wenn sie den Strom im Sommer nicht wollen, bekommen sie ihn auch im Winter nicht mehr.» Hans Schaffner schreibt ebenso: «In dem Moment, in dem keine Vergütung mehr bezahlt wird, mache ich den Speicher voll und schalte meine Solaranlage ab.»

Edgar Brülhart will sich vollkommen unabhängig machen: «Heisst für mich, Strom in einer grossen Batterie im Keller bunkern. Alles andere rentiert nicht mehr für Private.» Stefan Gubser hat denselben Gedanken: «Ich warte noch ein paar Jahre, bis es endlich vernünftige Speicher für den privaten Gebrauch gibt. Danach wird es autark gehen.»

Renato Fellini ist weniger optimistisch: «Das Richtige wäre eine grosse Speicherbatterie. Doch auch da wird der Bund eine Möglichkeit finden, um diese zu besteuern. Die Stromlobby ist nicht interessiert an Selbstversorgern.»

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