Baselbiet streicht Chindsgi-Besuche der Polizei
«Wie sollen sich die Kinder denn im heutigen Verkehr zurechtfinden?»

Verkehrslehre ohne Freund und Helfer. Die Polizei im Kanton Basel-Landschaft streicht ihre Kindergartenbesuche in mehreren Gemeinden. Unsere Leserinnen und Leser protestieren in den Kommentaren.
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Kapazitätsengpässe bei der Polizei im Baselbiet führen dazu, dass Besuche in einigen Kindergärten ersatzlos gestrichen werden.
Foto: Polizei Schweiz

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Basel-Landschaft stoppt Polizeibesuche für Verkehrslehre in Kindergärten
  • Knapp über 4000 Teilnehmer stimmen bei unserer nicht repräsentativen Umfrage ab
  • 79 Prozent wollen Polizei weiterhin in Kindergärten sehen
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Alessandro KälinRedaktor Community

Im Baselbiet müssen Kinder künftig wohl ohne Polizei lernen, wie man die Strasse überquert. In mehreren Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft werden die «Chindsgi»-Besuche, die der Verkehrslehre dienen, vollkommen gestrichen. Denn die Polizei kann mit der steigenden Nachfrage nicht mehr alle Kindergärten abdecken.

Für mehrere Basler Politiker ist dieser Einschnitt in die Kindeserziehung nicht tragbar. Aus verschiedenen Ecken sind bereits Vorstösse eingereicht worden, um das Problem zu lösen. Auch für viele unserer Leserinnen und Leser ist die Verkehrslehre der Jüngsten unverzichtbar. 

Community findet Polizeibesuche essenziell

Eine nicht repräsentative Umfrage mit knapp über 4000 Teilnehmenden zeigt: Fast 80 Prozent finden die Verkehrserziehung durch die Polizei wichtig.

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16 Prozent sind wiederum der Meinung, die Verantwortung der Verkehrslehre liegt klar bei den Eltern. Für 5 Prozent sind die Schulen auch für die Verkehrsinstruktion verantwortlich. In unserer Kommentarspalte hat die Polizei ebenfalls Gewicht.

«Wie sollen sich die Kinder denn im Verkehr zurechtfinden?»

Für die Mehrheit der Leserinnen und Leser ist die Massnahme unvertretbar. So entgegnet Henry Loosli: «Einfach traurig so was. Wie sollen sich die Kinder denn im heutigen Verkehr zurechtfinden?» Dora Häusermann schliesst sich an: «Gehts noch?! Gerade Kindergartenkindern muss man unbedingt beibringen, auf was es ankommt!»

Eva Betschart blickt auf die eigene Kindheit zurück: «Ich kann mich noch an den Verkehrsunterricht erinnern. Das hat einen grossen, wichtigen Eindruck hinterlassen bei uns Kindern!» Steven Stevelic schreibt hart: «Wer Kindern die Aufklärung raubt, welche sich jahrzehntelang bewährt hat, ist für mich ein Krimineller.»

Elisabeth Barbara Zürcher sieht in der Entscheidung auch aus Sicht der Polizei einen gewaltigen Fehler: «Es geht nicht nur um den Schulweg. Die Kinder lernen etwas viel Wichtigeres dazu: Die Polizei ist kein Feind, sondern ein Freund!» Waltraut Hartung stimmt zu: «Wir hatten noch Respekt vor der Polizei. Heute wird die Polizei von vielen als Gegner angesehen, nicht mehr als Freund und Helfer.»

«Wo bleiben die Eltern?»

Ganz anders sieht es eine weitere Lesergruppe. Für sie sind bei solchen Erziehungsfragen klar die Eltern zuständig. Walter Portmann gehört dazu: «Diese Erziehung ist Elternsache! Es wachsen heute viel zu viele Kinder auf, die kaum was von ihren Eltern haben.» Auch Marco Weber fragt: «Wo bleiben die Eltern? Haben die keine Zeit oder einfach keine Lust?»

Leandra Gasser kritisiert die Elternschaft der heutigen Zeit scharf: «Kinder wollen – aber dann weder erziehen noch etwas beibringen. Der Staat soll für alles zuständig sein. Das geht gar nicht.» Ruedi Saxer schliesst sich an: «Auch Eltern können die meisten Grundregeln beibringen. Wenn man sich jedoch umschaut, haben das einige verpasst.»

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