Velo-Ratgeber
Worauf sollte ich beim Kauf eines Velohelms achten?

Pro Velo ist der nationale Dachverband für die Interessen der Velofahrenden in der Schweiz. Für Blick beantwortet Pro Velo regelmässig Leserfragen rund ums Thema Velofahren.
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Je mehr ein Helm den Kopf umfasst, desto stabiler, aber auch schwerer ist er.
Foto: Vaude

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein stabilerer Helm wird für E-Bike-Fahrer wegen höherer Geschwindigkeit empfohlen
  • Mips-System in Helmen reduziert gefährliche Rotationsbewegungen bei Stürzen effektiv
  • Helme für schnelle E-Bikes müssen Norm SN EN 1078 erfüllen
Pro-Velo-Expertenteam

Macht es einen Unterschied, ob ich einen Helm für ein normales Velo oder ein E-Bike kaufe? Worauf sollte ich achten?
P. Weber, per Mail 

Ein Velohelm ist ein Kompromiss zwischen Schutz und Tragkomfort. Seine Schutzwirkung ist umso grösser, je mehr er den Kopf umfasst und je stabiler er ist. Damit wird er aber auch schwerer, und das Mikroklima in ihm feuchter und heisser. Wenn man davon ausgeht, dass Fahrerinnen eines Elektrovelos etwas schneller unterwegs sind, jedoch weniger ins Schwitzen kommen als solche auf einem konventionellen Velo, empfiehlt sich dafür ein etwas stabilerer, aber auch schwererer Helm. Auch die Löcher für die Luftzirkulation müssen dann nicht so gross sein. 

Auf dem Mountainbike ist das Schutzbedürfnis ebenfalls höher als auf einem konventionellen Velo, weshalb viele Mountainbikehelme auch den Hinterkopf abdecken. Zudem gibt es Helme, die dank des «Mips»-Systems bei einem Sturz die für das Gehirn gefährlichen Rotationsbewegungen mildern können. Ein Visier schützt die Augen vor Witterung, Ästen und Insekten. Auf dem Trail kann auch ein in den Helm integriertes Licht nützlich sein.

Da das Tragen eines Velohelms auf Velos und «langsamen» E-Bikes nicht obligatorisch ist, gibt es auch keine vorgeschriebene Norm. Empfohlen ist jedoch die Norm SN EN 1078. Auf «schnellen» Elektrovelos ist der Helm obligatorisch und muss die genannte Norm erfüllen.

Helm richtig anziehen

Ebenso wichtig wie das Helmmodell ist das korrekte Tragen. Die Vorderkante des Helms soll sich zwei Finger breit über der Nasenwurzel befinden. So ist auch das Gesicht so gut wie möglich geschützt. Die Bänder sollen möglichst eng am Kopf anliegen, damit der Helm im Falle eines Sturzes nicht verrutscht. Und selbstverständlich muss ich mich im Helm wohlfühlen, darum ist ein Ausprobieren vor dem Kauf unerlässlich.

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Dann richte diese direkt an velo@blick.ch. Die Blick-Mobilitätsredaktion leitet deine Frage gerne an das Pro-Velo-Expertenteam weiter.

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