Kia PV5 im Blick-Test
Elektro-Raumriese zum Budgetpreis

Mit dem Kia PV5 rollt ein preiswerter Elektro-Van auf die Schweizer Strassen. Auf der einen Seite gibts viel Platz und auffälliges Design zum Budgetpreis, auf der anderen trüben der eingeschränkte Fahrkomfort und die begrenzte Batteriekapazität das Gesamtbild.
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Kia bringt mit dem PV5 einen futuristisch aussehenden Elektro-Van auf den Markt und sagt somit der Konkurrenz um VWs ID. Buzz den Kampf an.
Foto: Lorenzo Fulvi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kia präsentiert den vollelektrischen PV5 in der Schweiz ab 38'950 Franken
  • Der geräumige Elektro-Van bietet bis zu 3615 Liter Ladevolumen
  • Höchstgeschwindigkeit 135 km/h, Verbrauch 20,8 kWh/100 km im Test
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Juan ThomasRedaktor Auto & Mobilität

Vans sind in der Schweiz zum Nischenprodukt geworden. Doch dank Elektroantrieb feiern sie so etwas wie ein kleines Revival. Der wohl prominenteste Vertreter ist VWs ID. Buzz, der bei Fans schon Kultstatus erreicht hat. Das grösste Hindernis, warum der Elektro-Bulli längst nicht zum Volks-Transporter aufgestiegen ist: seine horrenden Preise. Selbst die Version mit kleinerem Akkupaket kratzt an der 60'000-Franken-Marke. Mit dem neuen PV5 bringt nun auch Kia einen vollelektrischen Kastenwagen auf den Markt, der viel Platz zum deutlich günstigeren Preis verspricht. 

Vor der Fahrt

Der PV5 fällt auf – sowohl durch Grösse als auch Design. Und das ist keine Übertreibung: Während unseres zweiwöchigen Tests zog das Fahrzeug zahlreiche Blicke auf sich, immer wieder wurden wir darauf angesprochen, was das eigentlich für ein Auto sei. Vor allem die Front elektrisiert: Die schmalen, futuristischen Scheinwerfer erinnern wie bereits der Kia EV4 (hier gehts zum Test) an ein Raumschiff. Der Rest bleibt dem klassischen Van-Konzept treu: grosse Fensterflächen, praktische Schiebetüren und ein klarer Fokus auf Funktionalität.

Im Innenraum setzt sich dieser Ansatz fort. Besonders vorn gibts zahlreiche praktische Ablagen und Staufächer. Das Design wirkt insgesamt minimalistisch – auch beim Infotainment. Physische Tasten sucht man (abgesehen vom Lenkrad) vergeblich. Stattdessen läuft alles über den zentralen 12,9-Zoll-Touchscreen, der übersichtlich aufgebaut ist und sich intuitiv bedienen lässt.

Auf der Strasse

Wer noch nie einen Van gefahren ist, muss sich zunächst umgewöhnen. Die fehlende Motorhaube und die steile Front verändern die Wahrnehmung deutlich – man sitzt näher an der Strasse und hat den Verkehr besser im Blick. Trotz seiner Länge von 4,79 Metern lässt sich der PV5 überraschend einfach manövrieren. Der Wendekreis von rund elf Metern macht sich vor allem in der Stadt positiv bemerkbar.

Kia PV5 Passenger Elite

Antrieb: Elektromotor, 163 PS (120 kW), 250 Nm, 1-Gang-Reduktionsgetriebe, Frontantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 10,6 s, Spitze 135 km/h, Batterie 71,2 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/150 kW, Reichweite WLTP/Test 412/375 km
Masse: L/B/H 4,69/1,89/1,89 m, Gewicht 2145 kg, Anhängelast gebremst 12% 1500 kg, ungebremst 750 kg, Laderaum 1330–3615 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 19,3/20,8 kWh/100 km = 0/0 g/km CO2, Energieeffizienz C
Preise: ab 53'660 Franken, Basis Essential (122 PS, 51,5 kWh) ab 38'950 Fr.

Antrieb: Elektromotor, 163 PS (120 kW), 250 Nm, 1-Gang-Reduktionsgetriebe, Frontantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 10,6 s, Spitze 135 km/h, Batterie 71,2 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 11/150 kW, Reichweite WLTP/Test 412/375 km
Masse: L/B/H 4,69/1,89/1,89 m, Gewicht 2145 kg, Anhängelast gebremst 12% 1500 kg, ungebremst 750 kg, Laderaum 1330–3615 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 19,3/20,8 kWh/100 km = 0/0 g/km CO2, Energieeffizienz C
Preise: ab 53'660 Franken, Basis Essential (122 PS, 51,5 kWh) ab 38'950 Fr.

Die Leistung ist eher zurückhaltend – 163 PS (120 kW) treiben die Vorderachse an, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h. Für den Alltag reicht das völlig aus. Auf der Autobahn zeigt sich jedoch, dass der PV5 kein Langstreckenjäger ist. Bei höheren Geschwindigkeiten dringen die Windgeräusche gut hörbar nach innen, weshalb wir uns meist mit etwa 100 km/h begnügen. Auch das Fahrwerk ist eher straff ausgerichtet. Unebenheiten werden deutlich an die Insassen weitergegeben – hier macht sich die Nutzfahrzeug-Basis bemerkbar.

Das war gut

Trotz moderater Leistung wirkt der PV5 ausreichend spritzig. Mit rund 2,1 Tonnen ist er für ein Elektrofahrzeug dieser Grösse vergleichsweise leicht. Der Verbrauch pendelte sich im Test bei 20,8 kWh/100 km ein, womit maximal 375 Kilometer drin liegen – leicht unter der Werksangabe, aber im Rahmen. Seine grösste Stärke ist klar das Raumangebot. Mit bis zu 3615 Litern Ladevolumen bietet der PV5 enorm viel Platz – sogar mehr als der VW ID. Buzz. Hinzu kommt der Preis: Der Einstieg beginnt bei 38’950 Franken und liegt damit deutlich unter der Konkurrenz. Für die 53’660 Franken des Testwagens erhält man bereits eine sehr umfangreich ausgestattete Version.

Das war schlecht

Beim Fahrkomfort spüren wir deutlich, dass der PV5 als Nutzfahrzeug konzipiert ist – neben der Version für den Personentransport ist auch eine Cargoversion für Handwerker und Lieferdienste erhältlich. Zudem fallen die Kapazitäten der Batterien eher knapp aus: Zur Auswahl stehen 51,5 und 71,2 kWh. Die grössere Batterie lässt sich mit bis zu 150 kW laden, benötigt aber dennoch rund 30 Minuten für den Sprung auf 80 Prozent – kein Spitzenwert im aktuellen Marktumfeld, aber in dieser Preisklasse in Ordnung.

Das bleibt

Der Kia PV5 ist ein spannendes Angebot im noch jungen Segment der Elektro-Vans. Er punktet mit viel Platz, eigenständigem Design und einem sehr konkurrenzfähigen Preis. Dem gegenüber stehen ein mässiger Fahrkomfort und begrenzte Batterieoptionen. Wer jedoch in erster Linie ein praktisches, geräumiges und erschwingliches Elektrofahrzeug sucht, sollte den PV5 definitiv auf dem Zettel haben.

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