Darum gehts
- MG präsentiert den neuen MG4 Urban, einen kompakten Stromer ab 21'990 Franken
- Der Urban bietet 416 km Reichweite und beeindruckt mit nur 11,9 kWh/100 km Verbrauch
- Mit 4,39 Metern Länge gehört er zu den grösseren Stadtmodellen
MG reitet weiter auf der Erfolgswelle. Nach einem starken Verkaufsjahr 2025 mit europaweit über 300’000 Neuzulassungen versuchen die Chinesen ihren Marktanteil weiter zu steigern. Zum Beispiel mit dem neuen MG4 Urban, der zum aufgefrischten MG4 EV hinzukommt. Wie es die Bezeichnung verrät, soll der MG4 Urban besonders in städtischen Gebieten punkten. Sein grösstes Kaufargument gegenüber der Konkurrenz liegt wohl beim Preis.
Vor der Fahrt
Was haben der MG4 EV und der MG4 Urban gemeinsam? Bis auf den Namen eigentlich nichts. Etwas verwirrend finden das nicht nur wir, sondern auch der Schweizer MG-Importeur. Während der MG 4EV lediglich eine kleine Auffrischung bekommt, handelt es sich beim MG4 Urban um ein komplett neues Auto. Der Name lässt vermuten, dass es sich um einen kleinen Cityflitzer handelt. Dem ist aber nicht so. Mit 4,39 Metern Länge gehört der Kompakte zu den erwachseneren Stadtautos und bietet reichlich Platz.
Seine Form ist etwas speziell und erinnert uns etwas an den früheren VW Golf Plus. Optisch ist der Urban stark vom MG Cyberster inspiriert, wenn man die zweigeteilte Frontlippe und die Heckscheinwerfer mit Pfeil-Optik betrachtet. Die Frontscheinwerfer dagegen tragen einen Hauch von MGs Premiummodell IM5 in sich. Der Innenraum ist dagegen deutlich weniger spektakulär. Grau-schwarze Stoffsitze, ein 12,8-Zoll-Infotainmentdisplay und ein 7-Zoll-Fahrerdisplay – fertig.
Auf der Strasse
Wir starten unsere Testfahrt leise und geschmeidig. Das Lenkrad erinnert uns an den hippen MG Cyberster. Mehr als das teilen sich die beiden allerdings nicht. Der Urban ist mit seinen 150 PS (110 kW) kein Rennwagen, beschleunigt aber bis 70 km/h ordentlich. Er fährt sich völlig unspektakulär – was aber keine Kritik sein soll. Im Gegenteil: Er bietet genug Auto, so dass wir uns beim Fahren wohl und entspannt fühlen.
Antrieb: Elektromotor, 150 PS (110 kW), 250 Nm, 1-Gang-Reduktionsgetriebe, Frontantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 9,6 s, Spitze 160 km/h, Batterie 54 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 7/82 kW, Reichweite WLTP/Test 416/380 km
Masse: L/B/H 4,39/1,84/1,54 m, Gewicht 1460 kg, Anhängelast gebremst 12% 500 kg, ungebremst 500 kg, Laderaum 479–1364 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 15,5/11,9 kWh/100 km = 0/0 g/km CO2, Energieeffizienz A
Preise: ab 27'490 Franken, Basis Comfort (43 kWh) ab 21'990 Fr.
Antrieb: Elektromotor, 150 PS (110 kW), 250 Nm, 1-Gang-Reduktionsgetriebe, Frontantrieb
Fahrleistungen: 0–100 km/h in 9,6 s, Spitze 160 km/h, Batterie 54 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 7/82 kW, Reichweite WLTP/Test 416/380 km
Masse: L/B/H 4,39/1,84/1,54 m, Gewicht 1460 kg, Anhängelast gebremst 12% 500 kg, ungebremst 500 kg, Laderaum 479–1364 l
Umwelt: Verbrauch WLTP/Test 15,5/11,9 kWh/100 km = 0/0 g/km CO2, Energieeffizienz A
Preise: ab 27'490 Franken, Basis Comfort (43 kWh) ab 21'990 Fr.
Für die angebotenen Ausstattungslinien Comfort und Premium gibts eine 43-kWh-Batterie. Der grössere 54-kWh-Akku gibts nur in der Premium-Version. Geladen wird mit maximal 87 kW – bis die Batterie also 80 Prozent erreicht hat, dauert es gut eine halbe Stunde. Die maximal versprochene Reichweite (416 Kilometer) schafften wir im Alltagstest zwar nie ganz. Doch würde man die Autobahn weitgehend meiden und selten schneller als 100 km/h fahren, scheinen über 400 Kilometer Reichweite möglich.
Das war gut
Neben seinen unspektakulären Fahreigenschaften beeindruckte uns auf der Strasse besonders der Verbrauch. Während unseres Tests, bei dem wir hauptsächlich inner- und ausserorts unterwegs waren, verbrauchten wir im Schnitt nur gerade 11,9 kWh/100 km. Dass man bei einem Stromer ab 21’990 Franken keine üppige Ausstattung erwarten darf, ist klar – und stört uns auch nicht. Die wichtigsten Systeme wie Klimaanlage oder Radio lassen sich zudem noch über herkömmliche Knöpfe und Tasten bedienen, was heute leider eine Seltenheit ist.
Das war schlecht
Was uns nicht überzeugen konnte, war der Spurhalteassistent. Er reagierte selbst dann nicht, wenn wir offensichtlich (und natürlich absichtlich) die Strasse verliessen. Immerhin war auf den Tempomaten mit Abstandsregelung mehr Verlass. Vielleicht ein Detail, aber die Namensgebung des Kompaktstromers ist schon sehr verwirrend. Warum dieses Auto MG 4 Urban heisst, weiss man wohl nur in China. Denn mit dem praktisch gleichnamigen MG4 EV hat er ja wie schon gesagt überhaupt nichts gemeinsam.
Das bleibt
MG beweist mit dem Urban, dass weniger manchmal mehr sein kann. Zwar bekommt man ab 21’990 Franken einen Stromer mit eher magerer Ausstattung. Doch das Platzangebot lässt in dieser Klasse nur wenig zu wünschen übrig. Zudem erhält man für diesen Preis ein ordentliches Infotainment-System mit Apple CarPlay- und Android-Auto-Anbindung. Auch die Verarbeitungsqualität wirkt keineswegs billig und erinnert eher etwas an die guten und günstigen deutschen Kompaktwagen von früher – Fahrzeuge, die heute leider kaum mehr zu finden sind.
Blick und FinanceScout24 haben einen neuen, transparenten Autoversicherungsvergleich lanciert. Dieser Vergleich zeigt basierend auf einem Matchingscore die passenden Versicherungen an und sortiert die Ergebnisse nach Preis. Dank des direkten Leistungs- und Preisvergleichs können Sie sofort Angebote einholen und auch direkt abschliessen. Hier geht es zum Rechner inkl. Exklusiv-Angebot.
Blick und FinanceScout24 haben einen neuen, transparenten Autoversicherungsvergleich lanciert. Dieser Vergleich zeigt basierend auf einem Matchingscore die passenden Versicherungen an und sortiert die Ergebnisse nach Preis. Dank des direkten Leistungs- und Preisvergleichs können Sie sofort Angebote einholen und auch direkt abschliessen. Hier geht es zum Rechner inkl. Exklusiv-Angebot.