Darum gehts
- Die neue DS N°7 soll ab sofort die Marke DS stärken
- Luxus-SUV bietet 740 Kilometer Reichweite und 1570 Liter Kofferraumvolumen
- Preise starten bei 42'900 Franken, Elektro-Version geht ab 51'900 Franken los
Mit der DS 7 begann 2017 die DS-Produkt-Renaissance als eigenständige Marke. Die französische Nobel-Ablegerin von Citroën hatte es in der Schweiz in den vergangenen Jahren jedoch nicht ganz leicht: Rollten 2023 noch 677 DS-Modelle aus den Schweizer Showrooms, waren es 2025 weniger als die Hälfte.
Das soll sich mit der neuen Generation des Bestsellers 7 ändern. Dazu gibts einen neuen Namen: Statt DS 7 heisst der noble SUV jetzt DS N°7 – wie auch schon die geliftete N°4 und die neue N°8.
Viel Platz, noch mehr Komfort
Hübsch sieht die neue N°7 schon mal aus, die sich optisch an der neuen Designsprache der Marke orientiert. Aus dem eleganten, eher rundlichen Look des Vorgängers ist eine SUV-Karosserie mit Ecken und Kanten entstanden. Besonders der beleuchtete Kühlergrill, die V-förmigen Tagfahrleuchten an der Front, die nach unten gezogenen Heckleuchten und das optisch nach hinten abfallende Heck verleihen der DS N°7 eine elegante Optik.
Innen wirkt der 4,66 Meter lange Edel-SUV sehr hochwertig. Das aufgeräumte Cockpit gefällt mit einem horizontalen Bildschirm in der Mitte des Armaturenbretts. Fahrer und Beifahrer stehen Sitzheizung und -belüftung mit Massagefunktion zur Verfügung. Ausserdem hat es im Stromer viel Platz, auch hinten sitzen selbst grössere Personen ordentlich – nicht zuletzt dank des 2,79 Meter langen Radstands. Der Kofferraum fasst 560 Liter – bei umgeklappter Rückbank sind es 1570 Liter. Nur schade, dass es keinen Frunk gibt.
Statt der alten Plattform nutzt die DS N°7 die neue STLA-Medium-Architektur. Diese teilt sie sich mit Konzernbrüdern wie dem Peugeot 3008 oder Opel Grandland. Die No. 7 ist damit technisch näher an den aktuellen Konzernbrüdern als am bisherigen DS 7.
Stromer und Hybrid
Zur Wahl stehen drei E-Versionen: Die 230 PS starke Standard-Range-Variante mit Frontantrieb und 538 WLTP-Kilometern sowie die 245 PS starke Long-Range-Version mit 740 Kilometern Reichweite. Ausserdem gibts noch einen 350-PS-Allradler mit 678 Kilometern Reichweite. Zusätzlich steht noch eine Version mit Mildhybridisierung und 145 PS (107 kW) zur Wahl.
Antrieb: 1 E-Motor, 245 PS (180 kW), 343 Nm, 1-Gang-Automatik, Vorderradantrieb
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 7,8 s, Spitze 190 km/h, Batteriegrösse (netto) 97,2 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 22/160 kW, Reichweite WLTP 734 km
Masse: L/B/H = 4,66/1,90/1,63 m, Leergewicht 2138 kg, Anhängelast gebremst/ungebremst 1200/750 kg, Kofferraum 560–1570 l
Umwelt: Verbrauch WLTP 16,3 kWh/100 km, Energieeffizienz C
Preis: ab 59'900 Fr., Basisversion «Standard Range» (230 PS) ab 51'900 Fr., Hybrid ab 42'900 Fr.
Antrieb: 1 E-Motor, 245 PS (180 kW), 343 Nm, 1-Gang-Automatik, Vorderradantrieb
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 7,8 s, Spitze 190 km/h, Batteriegrösse (netto) 97,2 kWh, max. Ladeleistung AC/DC 22/160 kW, Reichweite WLTP 734 km
Masse: L/B/H = 4,66/1,90/1,63 m, Leergewicht 2138 kg, Anhängelast gebremst/ungebremst 1200/750 kg, Kofferraum 560–1570 l
Umwelt: Verbrauch WLTP 16,3 kWh/100 km, Energieeffizienz C
Preis: ab 59'900 Fr., Basisversion «Standard Range» (230 PS) ab 51'900 Fr., Hybrid ab 42'900 Fr.
Für die erste Fahrt schnappen wir uns den Fronttriebler mit grossem 97,2-kWh-Akku. Das Gaspedal lässt sich feinfühlig dosieren. Obwohl wir «nur» die 245-PS-Version statt des Allradlers fahren, mangelt es nie an Leistung. Auf Tempo 100 dauerts 7,8 Sekunden – kein Spitzenwert, aber dennoch flott genug für einen 2,1 Tonnen schweren Familien-SUV.
Wenn wir wollen, können wir den Nobel-SUV sportlich um Kurven jagen: Die Lenkung im Vier-Speichen-Format ist gut abgestimmt und das Fahrwerk lässt sich dank adaptiven Dämpfern auch straffer einstellen. Meistens gleiten wir jedoch komfortabel und flüsterleise über den französischen Asphalt. Zum Komfort trägt auch die Kamera bei, die wie schon im N°8 Strassenschäden im Vorfeld erkennt und das Fahrwerk entsprechend anpasst.
Gemütliches Gleiten statt Rennsport-Härte
Nach unserer flotten Testfahrt lesen wir 19,7 kWh/100 km im Bordcomputer ab – deutlich mehr als die WLTP-Angabe von 16,3 kWh/100 km. Bei entsprechend zurückhaltendem Gasfuss wäre der Verbrauch sicherlich niedriger. Dennoch liegen mit dem von uns erreichten Verbrauch knapp 500 Kilometer mit einer Ladung drin – ein guter Wert. Schade nur, dass die DS noch keine 800-Volt-Architektur verbaut hat und dementsprechend mit maximal 160 Kilowatt lädt. So dauert der Ladestopp von 10 auf 80 Prozent eine knappe halbe Stunde.
DS stellt mit der N°7 einen äusserst edlen Elektro-SUV auf die Beine, der gut mit der deutschen Premium-Konkurrenz mithalten kann – auch preislich: Für die elektrische No. 7 verlangt DS mindestens 51'900 Franken, die von uns getestete Long-Range-Version schlägt mit 59'900 Franken zu Buche. Der Allradler kostet nochmals knapp 5000 Franken Aufpreis. Der Einstiegshybrid startet ab 42'900 Franken. In der elektrischen Version ist die N°7 definitiv das edelste Fahrzeug im grossen Stellantis-Konzern (mal abgesehen von Maserati) und dürfte der Nobel-Marke wieder zu grösseren Stückzahlen verhelfen.
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